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10 cc

Tenology

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: Universal Music
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Besetzung

Graham Gouldman
Kevin Godley
Lol Creme
Eric Stewart
und andere Musiker, die in der Box aber nicht genannt werden...

Tracklist

Disc 1
1. Donna   (The Singles and More) 2:56
2. Johnny don't do it 3:36
3. Rubber Bullets 4:42
4. The Dean and I 2:52
5. Sand in my Face 3:37
6. Somewhere in Hollywood 6:36
7. The worst Band in the World 2:46
8. Headline Hustler 3:31
9. The Wall Street Shuffle 3:51
10. Silly Love 3:55
11. Life is a Minestrone 4:41
12. I'm not in Love 3:45
13. Art for Art's Sake 5:59
14. I'm Mandy, Fly me 5:20
15. Lazy Ways 4:20
16. The Things we do for Love 3:28
17. Good Morning Judge 2:53
18. People in Love 3:44
Gesamtlaufzeit72:32
Disc 2
1. Dreadlock Holiday 4:29
2. Reds in my Bed 4:08
3. For you and I 5:18
4. One Two Five 5:21
5. From Rochdale to Ocho Rios 3:48
6. It doesn't matter at all 4:00
7. Les Nouveaux Riches 5:09
8. Don't turn me away 5:00
9. The Power of Love 4:13
10. Run away 4:02
11. 24 Hours 7:26
12. Feel the Love 5:09
13. Woman in Love 6:11
14. Welcome to Paradise 6:14
Gesamtlaufzeit70:28
Disc 3
1. The Hospital Song 2:36
2. Fresh Air for my Mama 3:02
3. Clockwork Creep 2:45
4. Oh Effendi 2:50
5. The Sacro-Illiac 2:31
6. Hotel 4:52
7. Old Wild Men 3:17
8. Une Nuit a Paris 8:38
9. Blackmail 4:32
10. Flying Junk 4:15
11. The Second Sitting for the Last Supper 4:23
12. Iceberg 3:43
13. I wanna rule the World 3:56
14. Rock and Roll Lullaby 3:58
15. Don't hang up 6:18
16. Feel the Benefit 11:31
17. I bought a Flat Guitar Tutor 1:45
18. Take these Chains 2:36
Gesamtlaufzeit77:28
Disc 4
1. Bee in my Bonnet 2:01
2. Hot Sun Rock 2:59
3. 4% of Something 3:59
4. Waterfall 3:41
5. Gismo my Way 3:42
6. Channel Swimmer 2:51
7. Good News 3:48
8. Get it while you can 2:53
9. Hot to trot 4:30
10. Don't squeeze me like Toothpaste 3:39
11. I'm so laid back, I'm laid out 3:46
12. Nothing can move me 4:02
13. People in Love (Voodoo Boogie) 3:38
14. The Recording of the Dean and I 7:37
Gesamtlaufzeit53:06
Disc 5
1. Rubber Bullets   (Top of the Pops)
2. Life is a Minestrone
3. I'm not in Love
4. Dreadlock Holiday
5. Silly Love   (In Concert)
6. The Wall Street Shuffle
7. Baron Samedi
8. Old Wild Men
9. Oh Effendi
10. Fresh Air for my Mama
11. Rubber Bullets
12. Fresh Air for my Mama   (See you Sunday)
13. The Wall Street Shuffle
14. Dreadlock Holiday   (Six Fifty-Five Special)
15. Run Away   (Saturday Superstore)
16. Donna   (Promo Videos)
17. I'm not in Love
18. Art for Art's Sake
19. I'm Mandy, Fly me
20. Good Morning Judge
21. People in Love
22. Dreadlock Holiday
23. One Two Five
24. Feel the Love
25. Woman in Love


Rezensionen


Von: Christian Rode @


40 Jahre 10cc - ein Grund zum Feiern! Zeit für ein Resümée...

Die dunklen Ursprünge der Band reichen zwar bis in das Jahr 1964 zurück, aber erst ab 1972 firmierten Graham Gouldman, Lol Creme, Kevin Godley und Eric Stewart unter dem ominösen Namen 10cc. Die Band hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich, deren bedeutsamster Einschnitt bereits im Jahr 1976 eintrat: das Ausscheiden von Godley & Creme aus dem Verbund. Bis 1988 gab es quasi zwei 10cc-Versionen: die Band um Gouldman und Stewart, die weiter als 10cc antrat, und das Duo Godley & Creme. Danach gab es noch zwei weitere 10cc-Studio-Alben bis 1995. Die Band um nunmehr allein Graham Gouldman ist aber weiterhin als Live-Band mit einem Greatest-Hits-Programm unterwegs, zeitweilig auch unter Teilnahme von Kevin Godley (zu sehen auf der DVD Clever Cloggs), mit dem Gouldman 2006 auch eine Download-EP mit neuen Songs einspielte.

Angesichts dieser Historie könnte man nun von einer Jubiläums-Box erwarten, dass alle Aspekte dieser Geschichte abgedeckt werden. Aber bei der Zusammenstellung dieser Box wurde nur die Band berücksichtigt, die den Namen 10cc trägt. Dass das auch anders geht, zeigte die Doppel-CD „Greatest Hits ...and More“ aus dem Jahr 2006, die neben den bekanntesten 10cc-Hits auch Songs von Godley & Creme, Godley & Gouldman, Graham Gouldman solo sowie von den Hotlegs, den Mindbenders und Wax berücksichtigte. Schade war da allein, dass der Song „Umbopo“ der Pre-10cc-Formation Doctor Father fehlte... Auch die 3-CD-Kompilation "10cc Collected" bot die Integration einiger Sachen aus dem 10cc-Umfeld, u.a. die rare Gouldman-Single "Sunburn" aus dem Jahr 1979 (Dank an den Kollegen Reuter für den Hinweis!). Was die Sammlung der besten Stücke von 10cc anbelangt ist die Box allen Best-ofs bis dato deutlich überlegen.

Zunächst der Inhalt: eine sehr stabile Papp-Box (19,7 x 14,8 x 4,1 cm), darin 4 CDs in einfachen farbigen, bebilderten und beschrifteten Papphüllen, 1 DVD in gleicher Ausstattung, 5 bunte Postkarten mit Motiven von How Dare you!, Deceptive Bends, Look Hear, Mirror Mirror und Tenology sowie ein buntes, gebundenes, sehr stabiles, edles Begleitbuch (18,8 x 13,9 x 1,2 cm) mit den Texten der auf der Box enthaltenen Songs in leserlicher (!) Größe. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da neben der hochartifiziellen Musik gerade die Texte bei 10cc eine herausragende Stellung einnehmen. Außerdem werden ein paar Bandfotos geboten und eine 21-seitige Darstellung der Bandgeschichte mit zahlreichen rückblickenden Statements der Original-Bandmitglieder und - dem feierlichen Anlass gemäß - leicht hagiographischen Zügen. Dies tut dem Wert dieser Bandgeschichte allerdings keinen Abbruch, denn man erfährt aus erster Hand allerlei Wissenswertes.

Die Box enthält - wie viele Boxen anderer Bands auch - nicht die vollständige Zusammenstellung aller Songs, sondern lediglich eine Auswahl auf 4 CDs, d.h. eigentlich 3 CDs plus einer CD mit B-Seiten und einer DVD. 11 Studio-Alben werden hier also auf 3 CDs präsentiert. Da kann gar nicht alles dabei sein, auch wenn die CDs im Gegensatz zu den Ursprungsalben deutlich mehr Spieldauer haben.

Welche Kriterien lagen der von den Original-Bandmitgliedern kuratierten (!) Auswahl offensichtlich zugrunde? Hieran misst sich die Qualität der gesamten Zusammenstellung. Dabei ist es stets so, dass irgendein Hörer irgendeinen Song immer vermissen wird. Was zählt ist daher die große Linie bei der Songauswahl. Und die kann durchaus als sehr gelungen bezeichnet werden: die frühen Alben der 70er sind mit nahezu allen Songs präsent. Dass allerdings ausgerechnet „Brand New Day“ von „The Original Soundtrack“ und „Head Room“ von „How dare you!“ fehlen, darf als nahezu unverzeihlich bezeichnet werden... „Baron Samedi“ von „Sheet Music“ gibt es immerhin als Video. Aber egal, die große Linie zählt!

Auf CD 1 mit dem Titel „The Singles (and more)“ sind 18 Hits der ersten 5 Studio-Alben aus den Jahren 1972-1977 versammelt, d.h. also bis Deceptive Bends. Es handelt sich hierbei um 14 Single-A-Seiten plus 4 Songs, die zwar keine Singles waren, aber gut in die Zusammenstellung passen. Das sind herrlich ins Ohr gehende Hits wie „I'm not in Love“, „Life is a Minestrone“ oder „ Donna“, aber nicht unbedingt die wirklich skurrilen Nummern, die die Band auch auszeichnete. Diese sind vorwiegend auf der dritten CD zu finden. Hier ist ein echtes Kabinett der musikalischen Possenreißerei aus den 70er Jahren zu bewundern: „Clockwork Creep“, „Une Nuit a Paris“ oder „“I wanna rule the World“ lassen das Herz des stärker prog-orientierten 10cc-Fans höher schlagen.

Auf der zweiten CD ist eine Auswahl der Songs ab „Bloody Tourists“ (1978) zu hören, also der letzten 6 Alben. Das Erstaunliche dabei war für mich aber, dass diese 6 Alben, die gemeinhin als die schlechteren von 10cc gelten doch so viele gute Songs bieten! Nach meinem Empfinden hätte es vielleicht fast noch für eine zweite CD mit weiteren klasse Songs der späten 10cc gereicht, denn einige gute Stücke v.a. von „Bloody Tourists“ und „Look Hear?“ sind nicht enthalten. Es soll auch Leute geben, die die späte Spätphase der Band schätzen. Die werden hier ziemlich schlecht bedient, da die letzten vier Alben nur mit acht Songs vertreten sind, davon vier allein von "Ten out of 10" (zwei hiervon interessanterweise auch noch von der nur schwer erhältlichen und inhaltlich abweichenden amerikanischen Version des Albums!). „Mirror Mirror“ wurde sogar ganz ausgelassen. Das ist für mich allerdings eine nachvollziehbare Entscheidung, da diese Alben meiner Meinung nach eher durch gepflegte Langeweilerei als durch mitreißende ArtPop-Songs auffallen.

Als Schmankerl für den Fan, der mehr als eine ausführliche Best-of will, gibt es noch die CD 4 mit den Non-Album-B-Seiten. Diese zählen schon der Sache nach nicht generell zu den Highlights der Band, auch wenn ein paar feine Songs wie „Waterfall“ oder „Channel Swimmer“ dabei sind. Spätere B-Seiten, die nicht auf den Alben enthalten sind, wie etwa „The Secret Life of Henry“ aus dem Jahr 1983, fehlen vollständig. Da diese CD aber nur etwas über 50 Minuten Spielzeit hat, hätte das noch locker mit drauf gepasst. Am Ende der CD hört man noch „The Recording of the Dean and I“, was nach einem historischen Radiobeitrag kingt. Auch nicht gerade essentiell, aber wiederum eine nette Beigabe.

Ein echtes Highlight für den Fan ist allerdings die DVD, die insgesamt 25 Stücke präsentiert: vier Songs aus Top of the Pops 1973-78, sieben Songs BBC In Concert vom 21. August 1974, vier weitere Songs aus Fernsehshows der Jahre 1974-82 sowie zehn Promo-Videos. Die Promo-Videos sind z.T. ganz witzig gemacht, kennt man aber schon von der 10cc-DVD „Collected Videoclips“. Macht aber nix, denn mit den Live-Auftritten zusammen hat der Fan diese Zusammenstellung so sicher noch nicht.

Uff, jetzt kann man sich natürlich fragen: braucht man das? Wenn es nur um die Frage nach den besten Songs von 10cc geht, dann hat man auf dieser Box schon die meisten geilen Teile dabei und mehr als auf jeder sonst verfügbaren Best of. Allerdings ist das Oeuvre eben nicht vollständig, auch wenn die ersten Alben mit Godley und Creme schon fast komplett vertreten sind. Aber eben nur fast! D.h. der echte Fan kommt um die Original-Alben nicht herum. Eine Alternative wäre hier die Box 1975-1978, die die Alben von „The Original Soundtrack“ bis „Bloody Tourists“ vereint. Da fehlen dann allerdings noch die ersten beiden phantastischen Alben und mMn auch das durchaus hörenswerte „Look Hear?“, um nahezu alle lohnenden 10cc-Titel beisammen zu haben. Die B-Seiten muss man nicht haben. Aber die DVD könnte schon ein Argument sein... Der Klang dieser Box dürfte jeden Soundfetischisten zufrieden stellen, aber das war ja sowieso nie das Problem bei 10cc.

Wenn ich persönlich mir die alles entscheidende Frage stelle, ob mein Leben durch diese Box nun lebenswerter geworden ist, kann ich darauf eine klare Antwort geben: JA! Die Box ist gerade mit diesem repräsentativem Begleitbuch sehr schön gemacht. An der Zusammenstellung gibt es nicht viel zu mäkeln, gerade auch weil der Schwerpunkt glücklicherweise auf den 70ern liegt und weil man darüber hinaus eben eine schöne Auswahl der späteren Songs beisammen hat. Dazu noch die netten Dreingaben B-Seiten und Videos... Ich finde, das lohnt sich sowohl für den Einsteiger als auch für den Alt-Fan.

Fazit: „Tenology“ ist eine angemessene Würdigung von 40 Jahren 10cc und lädt zur erneuten Auseinandersetzung mit dieser sehr eigenen Band ein.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.11.2012
Letzte Änderung: 28.11.2012
Wertung: keine

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von 10 cc

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 10 cc 12.00 1
1974 Sheet Music 13.00 1
1975 The Original Soundtrack 13.00 1
1976 How dare you! 14.00 1
1978 Bloody Tourists - 1
1980 Look Hear! (Are You Normal?) - 1

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