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Crippled Black Phoenix

No Sadness Or Farewell

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: New Artrock; Postrock; sonstiges
Label: Cool Green Recordings
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Justin Greaves drums, guitar, bass, keys, ebow, bells, saw, bowed cymbals, electronics, monk voice, choir, backing shouts
Christian Hellmann bass, bells, choir
Karl Demata guitar
Mark Furnewall synth, hammond, mellotron, choir, monk voice, backing shouts
Miriam Wolf piano, bells, choir, monk voice, backing shouts
John E Vistic vocals, megaphone, monk voice, backing shouts
Mark Ophidian synths, electronics, samples

Gastmusiker

Kostas Panagiotou piano
Belinda Kordic vocals
Martin Collins additional drums

Tracklist

Disc 1
1. How We Rock 12:25
2. Hold On (So Goodbye To All Of That) 6:24
3. What Have We Got To Lose? 10:33
4. One Armed Boxer 3:21
5. Jonestown Martin 6:31
6. Long Live Independence 5:25
Gesamtlaufzeit44:39


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Nach dem Crippled Black Phoenix Anfangs 2012 mit „(Mankind) The Crafty Ape" schon ein monumentales Werk vorgelegt hatten, steht nun im Spätherbst schon wieder ein neues Werk an. Es ist zwar „nur“ eine EP (allerdings von deutlich über 40 Minuten Spielzeit), aber überraschend kommt das doch. Nun, Hintergrund mag sein, dass Sänger Joe Volk, der den CBP-Sound nicht wenig geprägt hat, unter dubiosen Umständen die Band kurz nach „Mankind“ verlassen hat, so dass schon die darauffolgenden Konzerte in der ersten Jahreshälfte 2012 mit einem Ersatz-Sänger bestritten wurden. Allerdings war der anscheinend nicht die optimale Lösung, so dass nun mit John E. Vistic die dauerhafte Lösung präsentiert. Vistic, ein gebürtiger Australier, war in der Crippled Black Phoenix-Heimatstadt Bristol mit einer eigenen Band aktiv.

Damit „No Sadness Or Farewell“ aber nicht sofort zum reinen Präsentationsalbum verkommt starten Crippled Black Phoenix die EP mit einem über 12minütigen Instrumental. „How We Rock“ ist – ganz dem Titel entsprechend – denn auch eine Blaupause des typischen CBP-Sound. Ein schweres, melancholisch-düsteres Klangmonument tropft zäh und träge, alles niederwalzend, aus den Boxen. Getragen von hymnisch-elegischen Gitarren, dröhnenden Synthies und Orgeln und schleppender, aber kraftvoller Rhythmik. Eine Endzeit-Ballade, wie sie die Briten immer so gerne zelebrieren.

Dann darf der Neue ran und Vistic erweist sich also ebenso passende wie gute Wahl. Mit seiner sonoren Stimme fügt er sich in den Breitwandsound von Crippled Black Phoenix hervorragend ein und sollte seinen Vorgänger Volk vergessen machen. „Hold On (So Goodbye To All Of That)“ ist dann auch wieder großes Ohrenkino und Crippled Black Phoenix erwecken einmal mehr den Eindruck mit ihrer Mischung aus Postrock-Elementen und symphonischen Artrock eine verjüngte, zeitgemäße Variante der Floyd'schen Artrock-Phase von „Darkside...“ bis „The Wall“ zu sein.

Wenn allerdings Gastsängerin Belinda Kordic im überraschend optimitischen „What Have We Got To Lose?“ eingreift, dann wird Vistic deutlich die Show gestohlen. Gerade der Gegensatz zwischen der eher düster-melancholischen Musik und dem kraftvollen, hellen Organ von Kordic funktioniert bestens und schafft Gänsehautmomente. „Jonestown Martin“ zeigt eine rockigere Seite der Briten, die den Song noch mit allerlei Elektronik-Gimmicks verfeinern. Und zum Abschluss gibt einen kleinen Ausflug in postrock-geschwängerte Psychedelic.

Wer die Entwicklung in Richtung symphonisch-düsteren Artrock mit Bluestouch, den Crippled Black Phoenix schon mit „(Mankind) The Crafty Ape“ gewissermaßen auf eine Spitze getrieben hatten, goutiert, der sollte mit „No Sadness Or Farewell“ auf's Beste bedient werden. Möge Justin Greaves Kreativquelle noch lange sprudeln.

Anspieltipp(s): How We Rock, Jonestown Martin
Vergleichbar mit: sich selbst oder Pink Floyd trifft sich mit Mogwai (auch wenn Greaves das nicht gerne hören wird)
Veröffentlicht am: 1.12.2012
Letzte Änderung: 1.12.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Crippled Black Phoenix

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 200 tons of bad luck 11.00 1
2010 I, Vigilante 10.50 2
2012 (Mankind) The Crafty Ape 10.33 3
2013 Live Poznan 12.00 1
2014 White Light Generator 11.00 1
2015 New Dark Age 9.00 1
2016 Bronze 9.00 2

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