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Porcupine Tree

Octane Twisted

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: live; DVD; Independent / Alternative; New Artrock; Psychedelic
Label: kscope
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Steven Wilson lead vocals, guitar, keyboards
Gavin Harrison drums, percussion
Colin Edwin bass
Richard Barbieri synthesizers, keyboards

Gastmusiker

John Wesley guitar, vocals

Tracklist

Disc 1
1. Occam's Razor 2:20
2. The Blind House 5:58
3. Great Expectations 1:26
4. Kneel and Disconnect 2:03
5. Drawing The Line 4:43
6. The Incident 5:20
7. Your Unpleasant Family 1:52
8. The Yellow Windows of the Evening Train 2:02
9. Time Flies 12:08
10. Degree Zero of Liberty 1:42
11. Octane Twisted 5:03
12. The Seance 2:39
13. Circle of Manias 2:35
14. I Drive the Hearse 6:49
Gesamtlaufzeit56:40
Disc 2
1. Hatesong 9:58
2. Russia on Ice / The Pills I'm Taking 15:03
3. Stars Die 5:57
4. Bonnie the Cat 6:12
5. Even Less 14:29
6. Dislocated Day 6:47
7. Arriving Somewhere But Not Here 12:59
Gesamtlaufzeit71:25
Disc 3
1. The Incident   (DVD)


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Wieder eine Rezension, die wahrscheinlich nicht soviel Neues transportiert. Fans haben sich sicherlich längst mit „Octance Twisted“ versorgt und das zu recht.

Aber trotzdem von vorne: 2012 steht irgendwie im Zeichen des Steven Wilson. Sein Solo-Album „Grace For Drowning“ wirkt noch nach. Er war auf Tour, um eben jenes Werk live zu präsentieren. Das Ganze erschien dann als gerandioser Livemitschnitt „Get All You Deserve“ in allen möglichen Formaten. Dann war da auch noch das gemeinsame Album mit Mikael Akerfeldt – "Storm Corrosion". Und jetzt noch Porcupine Tree live… vielleicht begehrten PT-Fans nach soviel Wilson eher solo endlich wieder nach Stoff ihrer Lieblingsband? Immerhin liegt „The Incident“ schon drei Jahre zurück und auch das Live-Dokument „Anesthetize“ datiert aus 2010. Oder ist „Octane Twisted“ vielleicht sogar der Schwanengesang für Porcupine Tree wie durchaus vielerorts gemunkelt wird, weil Steven Wilson in diversen Interviews erwähnt hat, dass er im Moment nicht so „in Metal denkt“ und seine Solo-Karriere befördern will (hier steht das nächste Solo-Werk ja schon in den Startlöchern und Tour-Dates für 2013 gibt es auch schon)… oder doch nur Geldmache? Wer weiß.

Mir scheint, auf jeden Fall ist „Octane Twisted“ nicht mal ein eben so auf den Markt geworfenes Geldmach-Produkt. Dazu ist das Ganze viel zu liebevoll aufgemacht. Wobei ich zugeben muss, ich kenne jetzt die „normale“ Doppel-CD-Version nicht, da ich die – ursprünglich nur direkt beim Label erhältliche – Version mit der Doppel-CD plus DVD gewählt habe. Die kommt auf jeden Fall in einem hochwertigen Hardcover-Digi-Book, in dem die Silberscheiben in separaten Laschen stecken. Das eingearbeitete Booklet enthält eine Unmenge von Konzert-Bildern, in den man blättern kann, während man der Musik lauscht. Einziger Mecker ist hier vielleicht, dass die DVD nur im Stereo-Ton daherkommt und nur den „The Incident“-Teil wiedergibt. Die Bild-Qualität ist superb.

An der Konzertaufnahme selber gibt es nichts zu meckern. Auf dieser Tour spielten Porcupine Tree „The Incident“ komplett am Stück (was ich selbst beim Konzert in Nürnberg erleben durfte, wo ich auch ziemlich beeindruckt war). Diese Aufnahme stammt vom 30.04.2010 aus dem Rivera-Theater in Chicago. Die Band spielt bei bestem Klang voller Eifer, Freude und Verve auf und rauscht elegant durch den 'Incident'-Songzyklus, der sich als besonders livetauglich erweist. Auch wenn die Band perfekt auf den Punkt spielt und sich die Versionen der Songs allerhöchstens minimal von den Studioversionen unterscheiden, so gewinnt „The Incident“ durch die dichte Liveatmosphäre trotzdem an Eindrücklichkeit und Dynamik. Ein Fest für die Fans. Auch wenn man „The Incident“ nicht so zugeneigt ist, so könnte einen diese Version trotzdem gefangen nehmen. In meiner Erinnerung lebt das Konzert vor allem von der genialen Verschmelzung von Klang, Bild und Stimmung. So bilden die Einspieler und Filme im Hintergrund eine perfekte Einheit mit der Musik. Dazu ist es natürlich gut die DVD zu haben, welche diesen Eindruck bestätigt. Außerdem ist es immer eine Freude diese Musiker bei der „Arbeit“ zu sehen. Die 55 Minuten vergehen jedenfalls wie im Flug.

Ein weiteres Zuckerl für Fans ist dann die zweite CD. Im zweiten Teil des Konzerts spielen Porcupine Tree eine Art Klassiker-Set mit eher selten oder schon länger nicht im Live-Programm befindlichen Titeln. Dabei könnte es sich glatt um eine Art persönliche Best of-Auswahl von mir handeln (es fehlt eigentlich nur noch „Blackest Eyes“ oder „Gravity Eyelids“). Die treibende Version von „Hatesong“ ist zum Niederknien, vor allem das mitreißende Spiel von Gavin Harrison. Die Verknüpfung von „Russia On Ice“ und einem Teil des Tracks „Anesthetize“ – „The Pills I’m Taking“ – ist schlicht genial. „Bonnie The Cat“ rockt wie Hölle und „Even Less“ erstrahlt in der langen Version in voller Schönheit. „Arriving Somewhere…“ beschließt ein wunderbares Konzert und vermutlich ist der Hörer / Fan dann doch irgendwo angekommen, in seinem Musik-Himmel nämlich. Dabei macht es gar nichts aus, dass „Even Less“, „Dislocated Day“ und eben „Arriving…“ nicht vom Chicago-Konzert stammen, sondern erst im Oktober 2010 in London mitgeschnitten wurden.

Den direkten Vergleich gewinnt wahrscheinlich „Get All You Deserve“, aber eigentlich macht so ein Vergleich auch gar keinen Sinn. Also: Egal ob Geldmache oder Schwanengesang, jeder Fan von Porcupine Tree (oder vielleicht gar jeder Sympathisant von toller Live-Rock-Musik-mit-Kern) sollte dieses wunderschöne Live-Dokument sein Eigen nennen.

Anspieltipp(s): The Incident (der Song), Octane Twisted, Hatesong, Russia On Ice ...aber bekanntlich hört man ein Konzert ja immer von vorne an!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.12.2012
Letzte Änderung: 12.12.2012
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Porcupine Tree

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1992 On the Sunday of Life... 7.67 3
1993 Up The Downstair 11.00 3
1994 Moonloop EP 10.00 1
1995 The Sky Moves Sideways 11.00 4
1996 Signify 10.67 3
1996 Waiting (Single) - 1
1997 Coma Divine 12.00 3
1998 Voyage 34 9.00 4
1999 Stranger by the minute (Single) - 1
1999 Piano lessons (Single) - 1
1999 Stupid Dream 11.25 4
1999 Pure narcotic (Single) - 1
2000 Shesmovedon (Single) - 1
2000 4 chords that made a million (Single) - 1
2000 Lightbulb Sun 13.00 5
2001 Metanoia 8.67 3
2002 Recordings 11.67 3
2002 Stars die 11.00 2
2003 XM 12.00 1
2003 In Absentia 13.60 5
2004 Warszawa 10.50 2
2005 XMII 11.00 1
2005 Deadwing 9.89 10
2005 Lazarus (Single) 10.00 2
2006 Arriving Somewhere... (DVD) 12.67 3
2006 Rockpalast 11.00 1
2007 Nil Recurring EP 11.50 4
2007 Fear of a Blank Planet 9.71 7
2008 We lost the skyline 8.00 1
2009 The Incident 10.25 4
2010 Anesthetize (DVD) 11.50 2

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