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Circle

Serpent

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: live; Krautrock; Metal; Postrock
Label: Ektro Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Julius Jääskeläinen Guitar
Lussi Lethisalo Bass, Voice
Mika Rättö Keyboards, Voice
Tomi Leppänen Drums
Janne Westerlund Guitar, Voice

Tracklist

Disc 1
1. Lintu Joe 5:45
2. Vaellus 7:55
3. Rautatie 15:23
4. Saturnus Reality 2:12
5. Lääke 3:37
6. Blue King 4:24
7. New Fantasy 9:20
8. Here Come The Warm Jets 11:12
Gesamtlaufzeit59:48


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Circle haben, vor allem in neuen Jahrtausend, eine ganze Reihe von Livealben veröffentlicht, vermutlich (ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht das nachzuzählen) fast genauso viele, wie Studioscheiben. Viele dieser Live-Dokumente sind allerdings ganz "retro" in kleiner Auflage nur als LP (oder Doppel-LP, oder gar Tonbandkassette) erschienen. Das Anfang 2012 veröffentlichte "Serpent", mitgeschnitten am 19. Oktober in Bristol (in einer Lokalität namens "The Croft"), ist dagegen ganz modern als CD von Ektro Records aufgelegt worden.

Live sind Circle in der Regel etwas härter, metallischer und rauer zu Gange als im Studio. Gitarren, Bass und Schlagzeug beherrschen die Musik, die allerdings meist ein klangfüllendes Tastenfundament hat. Dazu wird noch einiges Geschrieen und Deklamiert. Wie man auch auf den im Beiheft von "Serpent" zu findenden Fotos sieht, (ver)kleiden sich Circle bei ihren Auftritten gerne als Metalcombo, die direkt aus den seligen 80er Jahren zu stammen scheint. Nieten und Ketten, Lederröhren, furchteinflößend bedruckte Muscleshirts und Leopardenhemden bestimmen das Outfit. Dazu passt bisweilen auch die Musik.

Ein recht eigens Gemenge an Metallischem (NWOFHM - New Wave Of Finnish Heavy Metal - nennt das die Band), repetitiv-krautigem Postgerocke, folkig-seltsamen Gesangseinlagen in Finnisch, genretypischem Metalgekreische und exaltiertem Jodeln in derselben Sprache, Jazzigem, Punkigem, kernigem Gejamme und modernem Schrägprog bekommt man hier geboten, das ziemlich sperrig und laut aus den Boxen rumpelt. Wer die Band nur von den Studioalben kennt, wird im ersten Moment ob der rohen Kantigkeit vermutlich etwas überrascht werden. Doch nach kurzer Zeit offenbart sich die unter dem metallischen Rumpeln verborgene Komplexität und Eigenart der Musik.

Einige der Nummern stammen vom derzeit vorletzten Studioalbum "Rautatie", der Rest ist neues Material, darunter eine ausladende, symphonisch-knarzige Coverversion von Brian Enos "Here Come The Warm Jets", die aber fast die schwächste Nummer hier ist, dümpelt das Stück doch über 10 Minuten etwas lahm dahin, was aber vielleicht auch dem nicht so berauschenden Original geschuldet ist. Aber vermutlich findet die Band dasselbe klasse (es soll noch mehr Leute mit dieser Einschätzung geben), sonst hätte man es ja nicht gecovert.

"Serpent" ist alles in allem ein unterhaltsames Livedokument von Circle, welches allen empfohlen sei, die zuhause einmal den Konzertsound der Finnen erleben wollen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.12.2012
Letzte Änderung: 29.12.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Circle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Meronia 11.00 1
1996 Zopalki 10.00 1
1996 Hissi 12.00 2
1997 Fraten 11.00 2
1998 Pori 12.00 1
1999 aNdeXelt. 11.00 1
2000 Prospekt 11.00 1
2001 TAANTUMUS 12.00 1
2002 Alotus 10.67 3
2002 Sunrise 10.50 2
2003 Guillotine 11.00 1
2004 Golem / Vesiliirto 10.00 1
2004 Forest 12.00 1
2005 TULIKOIRA 10.50 2
2006 Miljard 12.00 1
2006 Arkades 10.00 1
2007 Rakennus 9.00 1
2007 Panic 10.00 2
2007 TOWER 12.00 1
2007 Tyrant 11.00 1
2007 Katapult 11.00 1
2008 Triumph 11.00 1
2008 Hollywood 8.00 1
2009 Soundcheck 10.00 2
2010 Rautatie 12.00 1
2011 Infektio 12.00 1
2013 Manner 10.00 2
2015 Pharaoh Overlord 11.00 1
2017 Terminal 10.00 1

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