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Circle

Soundcheck

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009 (Vinyl, CD-Reissue 2011, Essence Music)
Besonderheiten/Stil: live; Krautrock; Postrock; Spacerock
Label: Full Contact Records
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Julius Jääskeläinen Guitar, Voice
Lussi Lethisalo Bass, Voice
Mika Rättö Keyboards, Voice
Tomi Leppänen Drums
Janne Westerlund Guitar
Tuomas Laurila Effects

Tracklist

Disc 1
1. Kukkakaalia Kapteenit! 3:42
2. Tuhatsata 20:39
3. Virsi 9:25
4. Nopeuskuningas 14:01
Gesamtlaufzeit47:47


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


"Live sind Circle in der Regel etwas härter, metallischer und rauer zu Gange als im Studio", schrieb ich vor kurzem in meiner Rezension zum Live-Album "Serpent". Die auf der hier rezensierten Live-Scheibe zu findende Musik scheint dem ersteinmal zu widersprechen. "Soundcheck", mitgeschnitten bei einem Circle-Auftritt am 31. Oktober 2009 angelegentlich eines Ereignisses namens "Space Force 1 Festival" in Lahti, startet nämlich verhältnismäßig ruhig und bietet auch im weiteren Verlauf wenig Metallisches. Kantiger und rauer als im Studio ist das Ganze aber doch ausgefallen.

Mit "Kukkakaalia Kapteenit!" beginnt das Album mit getragenen Tastenflächen, karger Rockbegleitung und allerlei Gesang Rättös, in seiner typischen, elegisch-folkigen Art zu singen. Das klingt eher nach Kuusumun Profeetta als nach Circle, verbreitet aber schon mal eine sehr eigenartige, beschaulich-schräge Atmosphäre. Mit "Tuhatsata" geht es erst einmal ähnlich weiter. Zu einem eigenartigen, langsam vorangleitenden, sich aber ständig steigernden Postrock-Blues-Space-Gemenege deklamieren Rättö und Lethisalo allerlei Text in Finnisch, krächzen, singen, jaulen, schreien und röcheln. Das Ganze entwickelt sich zu einem dichten, repetitiv-hypnotischen Gitarren-Bass-Tasten-Schlagwerk-Gejamme, dass dann nach gut sieben Minuten doch ganz schön laut zu werden beginnt und für mehr als 20 Minuten druckvoll und intensiv dahinrockt, wie man das eben von Circle kennt (und liebt).

"Virsi" wurde von Circle Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends oft live gespielt und ist auch noch auf anderen Live-Scheiben zu finden. Eine Studioversion scheint es nicht zu geben. Auch dieses Nummer beginnt wieder eher ruhig, ganz so wie das einleitende "Kukkakaalia Kapteenit!", wandelt sich dann aber in einen ziemlich schrägen, krautig-wirren RIO-artigen Impro-Jam, der fast 10 Minuten, aber immer noch metal-frei aus den Boxen purzelt. Das Album beschließt "Nopeuskuningas", das im Studiooriginal vom Album "Sunrise" stammt. Hier frönen Circle dann erstmals auf diesem Album ihrer Metal-Leidenschaft. Rotzig und immer noch sehr repetitiv wird nun heavy gerockt und bisweilen dazu passend ins Mikro Geschrieen.

"Soundcheck" ist ein durchweg unterhaltsames Livealbum von Circle mit erstklassigem Sound, das sich Fans der Band vor allem wegen "Tuhatsata" zulegen sollten. Die Scheibe wurde 2009 von Full Contact Records als LP veröffentlicht (und ist in der Form wohl ausverkauft). 2011 erschien die Scheibe dann beim Brasilianische Label Essence Music auch als CD.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.1.2013
Letzte Änderung: 24.12.2013
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Das lange Tuhatsata ist sicherlich der Hauptgrund, sich dieses Album zuzulegen. Ich bin sogar so ketzerisch zu sagen: es ist der einzige Grund, denn der Rest ist, abgesehen vom herrlich chaotisch-kaputten Virsi, für Circle-Verhältnisse doch eher unspektakulär. Aber wie sich dieses lange Stück allmählich entwickelt, aus einem zunächst sanften Klangfluss mit eigenartig rituell anmutenden Gesängen (die sich rasch zu seltsamen Kapriolen steigern) sich immer mehr in Ekstase steigert, die Musik immer drängender und intensiver wird, die Sänger dazu ekstatisches Geschrei ausstoßen, das ist einfach grandios. Auch wenn die zweite Hälfte des Stücks praktisch nur noch aus monotonem Riffing und ebenso monotonem E-Piano-Gehämmere besteht. Oder gerade deswegen? Denn auch wenn ein solcher Songaufbau allen heiligen Konventionen des Prog widerspricht, gerade dadurch wird eine unglaubliche Intensität erreicht.

Reichlich unspektakulär ist dann aber das abschließende Nopeuskuningas. Ein simpler Rocker, auf eine Länge von fast einer Viertelstunde aufgeblasen. Auch hier wird viel mit repetitiven Strukturen gearbeitet, aber die klingen hier längst nicht so faszinierend wie bei Tuhatsata. Allenfalls der gewohnt durchgeknallte Gesang lässt aufhorchen.

Da die beiden gelungensten Stücke mehr als die Hälfte der (kurzen) Spielzeit einnehmen, lohnt sich die Anschaffung für den Circle-Fan auf jeden Fall.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.10.2015
Letzte Änderung: 10.10.2015
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Circle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Meronia 11.00 1
1996 Zopalki 10.00 1
1996 Hissi 12.00 2
1997 Fraten 11.00 2
1998 Pori 12.00 1
1999 aNdeXelt. 11.00 1
2000 Prospekt 11.00 1
2001 TAANTUMUS 12.00 1
2002 Alotus 10.67 3
2002 Sunrise 10.50 2
2003 Guillotine 11.00 1
2004 Golem / Vesiliirto 10.00 1
2004 Forest 12.00 1
2005 TULIKOIRA 10.50 2
2006 Miljard 12.00 1
2006 Arkades 10.00 1
2007 Panic 10.00 2
2007 Tyrant 11.00 1
2007 TOWER 12.00 1
2007 Katapult 11.00 1
2007 Rakennus 9.00 1
2008 Hollywood 8.00 1
2008 Triumph 11.00 1
2010 Rautatie 12.00 1
2011 Infektio 12.00 1
2012 Serpent 10.00 1
2013 Manner 10.00 2
2015 Pharaoh Overlord 11.00 1
2017 Terminal 10.00 1

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