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Taylor's Universe

Worn Out

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; RetroProg; sonstiges
Label: Marvel Of Beauty Records
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jakob Mygind Sax
Karsten Vogel Sax
Hugh Steinmetz Trumpets, Flugelhorn
Jon Hemmersam Guitar
Robin Taylor Guitars, Basses, Keyboards, Percussion, Sounds
Klaus Thrane Drums

Gastmusiker

Lousie Nipper Voices (Track 2)

Tracklist

Disc 1
1. Floating Rats 7:59
2. Munich 10:24
3. Imaginary Church 4:24
4. Cruelty in Words 5:42
5. Jens in Afghanistan 6:23
6. Sergeant Pepperoni 8:38
Gesamtlaufzeit43:30


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Ganz schön ausgetretene Schlappen hat er der Robin Taylor. Die stammen bestimmt noch aus den 70er Jahren. Die Musik auf dem Album dessen Cover sie zieren ist allerdings nagelneu. So ein bisschen Geist und Atmosphäre der 70er ist aber auszumachen. Dazu kommt 70er-Veteran Karsten Vogel (siehe Burnin Red Ivanhoe und Secret Oyster), der seit Langem immer wieder auf Taylors Produktionen zu hören ist. Es gibt also mal wieder ein neues Album von Taylor's Universe. Augetreten oder zerlatscht ist die auf "Worn Out" zu findende Musik allerdings ganz und gar nicht.

In recht ähnlicher Besetzung wie auf dem Vorgänger "Kind Of Red" - Vogel und Gitarrist Jon Hemmersam sind dazu gekommen - hat Taylor zwischen Juni und Dezember 2012 sechs Nummern eingespielt, die von keinem Geringeren als Udi Koomran gemastert wurden und schließlich im Januar 2013 als 23ste CD auf Taylors Label Marvel Of Beauty Records veröffentlicht (die 22 Vorgänger habe ich in meinem CD-Regal stehen). Gibt es etwas Neues zu vermelden?

Nicht wirklich. Ich kann mich selbst zitieren: "Eher wirkt die Musik wie eine Verschmelzung von eher getragen dahin schreitenden Jazzrockmustern, bestimmt von den Soloinstrumenten Sax und Trompete, mit klassischen Tastenprogschemen, in die zudem das eine oder andere E-Gitarrenmuster eingewoben wurde. Diese Mischung hat Taylor inzwischen auf eine so eigene Art und Weise abgestimmt, dass ein recht persönlicher, spezifischer Stil dabei entstanden ist. Man hört hier jedenfalls sofort, dass es sich um ein Taylor-Album handelt." Das trifft mehr oder weniger auch auf "Worn Out" zu.

Einen symphonisch-progressiven, jazzig-komplexen, verspielt-klangvollen, retro-modernen Prog hat Taylor weiterhin im Angebot, den er auf "Worn Out" weiter perfektioniert hat und der ausgesprochen klar, dynamisch und druckvoll aus den Boxen kommt. Trompete, Sax und E-Gitarre bestimmen das solistische Klanggeschehen, eingebettet in dich verwobene Muster aus Tasten, Basslinien, Gitarren und Perkussion. Rund und voluminös, bisweilen auch durchaus versehen mit Ecken und Kanten (man höre z.B. "Jens in Afghanistan" oder den Mittelteil von "Sergeant Pepperoni"), fast free, schreiten die Klänge voran, farbig, abwechslungsreich und immer elegant und klangvoll.

"Worn Out" macht Spaß, geht gut ins Ohr, ohne glatt oder seicht zu sein. Wer modernen Instrumentalprog im Geist der 70er schätzt, Canterburyartiges, Symphonisch-Jazzrockiges und den Dänischen Saxprog der 70er, der sollte Taylors derzeit neuestem Album dringend ein Ohr leihen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.2.2013
Letzte Änderung: 21.2.2013
Wertung: 11/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 2 von 2)


Ich möchte bei einer CD-Veröffentlichung immer noch gerne an das Gesamtkunstwerk aus Artwork und Musik glauben. Was möchte uns Robin Taylor also mit dem selbst geschossenen Coverfoto von verbrauchtem Schuhwerk sagen? Selbstironie, dass er immer noch Robin Taylor-Musik macht und nichts anderes kann, oder die Andeutung langsam müde zu werden? Was auch immer dahinter steckt, "Worn out" bietet eine ausgewogene Synthese aus Jazz-Rock und traditionellem progressiven Rock (Retroprog passt in diesem Fall nur bedingt, denn da denkt man doch eher an die bekanntesten Prog-Combos der 70er), bei dem der Hörer mit einfallsreichen Arrangements für Gitarren, Tasten- und Blasinstrumente bei der Stange gehalten wird. Bei den doch leicht ungestümen, meist mit Hilfe von Gitarrensynthesizer ausgeführten Gitarrensolos habe ich öfter den Eindruck, dass der Solist - auch was seine Geschwindigkeit anbelangt - an einen Ausbruch aus allen Strukturen denkt und dass er viel Kollegen wie Al Di Meola gehört hat.

Neben den akuten Anfällen von Geschwindigkeit seitens des Gitarristen gibt es auch sehr viele hübsche und dennoch kitschfreie Melodieeinfälle und Arrangements für den nicht angestaubt wirkenden, aber traditionsbewussten Jazz-Rock-Prog. So schafft Taylor scheinbar mühelos die schwierige Balance zwischen dezenten Avant-Prog-Anklängen, leicht anarchistischen Gitarrensolos, den Hörer nicht überfordernden Prog-Strukturen und den wohlüberlegten Saxbeiträgen. Dabei dienen die Tasteninstrumente eher als melodiegebendes Fundament. Auf die besonders anspruchsvollen Rhythmen hat man dagegen nicht in allen Stücken geachtet, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt.

Es bleibt zu hoffen, dass der Titel "Worn Out" zusammen mit dem alles andere als verkaufsfördernden Coverbild nicht die ersten Ermüdungserscheinungen andeuten soll, die man der Musik noch gar nicht anhört.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.3.2013
Letzte Änderung: 29.3.2013
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Taylor's Universe

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Taylor's Universe 9.00 2
1996 Pork 10.00 1
1998 Experimental Health (with Karsten Vogel) 9.00 1
2004 Once again 8.00 1
2005 Oyster's apprentice 10.00 1
2006 Certain Undiscoveries 10.00 1
2007 Terra Nova 8.50 2
2008 Soundwall 9.50 2
2009 Return to Whatever 10.00 1
2009 Artificial Joy 11.00 1
2012 Kind Of Red 11.00 1
2013 Evidence 11.00 2
2015 From Scratch 11.00 1
2015 Across the Universe 10.00 1
2017 Almost Perfected 11.50 2

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