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Fish

Internal Exile

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1991 (diverse Wiederveröffnetlichungen, zuletzt 2006 als "Digipak Remastered Edition")
Besonderheiten/Stil: Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Polydor
Durchschnittswertung: 5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Fish Vocals
Mickey Simmonds Keyboards
Robin Boult Lead & Rhythm Guitars, Backing Vocals
Frank Usher Lead & Rhythm Guitars
David Paton Bass, Backing Vocals
Ethan Johns Drums

Gastmusiker

Tedd McKenna Drums on Tongues & Internal Exile
Mr. Crimson Backing Vocals
Maryen Cairns Backing Vocals
Charlie Mc Kerron Fiddle on Internal Exile
Marc Duff Whistle on Internal Exile
Donald Shaw Box Accordian on Internal Exile

Tracklist

Disc 1
1. Shadowplay 6:25
2. Credo 6:40
3. Just Good Friends (Close) 6:00
4. Favourite Stranger 5:59
5. Lucky 4:50
6. Dear Friend 4:07
7. Tongues 6:23
8. Internal Exile 4:41
9. Poet's Moon   (remastered Edition) 4.23
10. Something In The Air 5:06
11. Carnival Man   (remastered Edition) 6.25
Gesamtlaufzeit60:59


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 2)


Fishs zweites Solowerk ist seltsam unentschlossen. Hier herrscht alter Prog ("Shadowplay"), dort gehen wir in die Richtung des Stadionrocks ("Credo", "Lucky"), ein paar Ballädchen sind auch dabei ("Just good friends", "Dear Friend", "Favourite Stranger"), man covert schon mal drauflos ("Something in the air"), oh ja, ganz wichtig, das Thema des Albums ist natürlich vor allem Schottland ("Internal Exile"). Daraus entsteht vielleicht eine abwechslungsreiche Mixtur, aber sicher kein stimmiges Album.

Auch lassen die Kompositionen der einzelnen Stücke sich kaum mit denen von VIGIL messen; einfallslos dümpeln die Songs in allzu vertrauten Mustern, nur deshalb aus der Masse herausstechend, weil Fish halt Fish ist/war... Schon hier, 1991, wird ebenfalls angedeutet, wie schlecht der Mann eigentlich singt. Als Geschichtenerzähler und Falsett-Rocker ganz überzeugend, ist er als echter Rocksänger eher auf Garagenniveau hängengeblieben; als Beleg mag gelten, was Sam Brown aus ihrem Teil der späteren Duet-Wiederaufnahme von "Just Good Friends" macht, und wie Fish dagegen schlichtweg verliert.

Vom proggischen Standpunkt aus ist die Platte irrelevant. Da es aber um Fish geht, mag man von einem eben solchen Standpunkt aus an sie herangehen, und daher sei hier angemerkt, daß die CD in der Mitte zwischen allen Stilen und Versuchen, sich zurück in Kommerzialität zu tasten, eine gewisse professionelle Klasse vermissen läßt: Frank Usher und Robin Boult reichen als Gitarristen einfach nicht aus, Simmonds wirkt fehl am Platz und im neuen Rockgewand auch ziemlich links liegengelassen, der Mix holpert ganz schön, Fishs Stimme ist viel zu sehr im Mittelpunkt und schmeißt auch die Songs, die sonst wenigstens noch als normaler Rock funktionieren könnten.

Richtig peinlich wird dann auch die Coverversion von "Something in the Air"; nicht zu unterschätzen in ihrer gesanglichen Bankrotterklärung sind weiterhin "Favourite Stranger" (er singt einfach daneben!), "Shadowplay" (er kriegt die Aggression nicht mehr auf die Reihe, ohne seine Stimme auszudünnen), "Credo" (er kriegt den hohen "it dont mean NOTHIIIIIIIING"-Ton einfach nie).

Kein richtig schlechtes Album, aber halt so eins, bei dem man dauernd die CD wechseln will und nachher nicht mehr weiß, was eigentlich genau drauf ist. Halt irgendwie rockig.

Anspieltipp(s): Dear Friend, Internal Exile, Just Good Friends
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.6.2002
Letzte Änderung: 9.6.2002
Wertung: 4/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 2 von 2)


Nach dem stilistisch vielfältigen und musikalisch gelungenen ersten Solostreich Fishs, konnte man dessen zweites Werk im Jahr darauf durchaus mit Spannung erwarten. Im Vorfeld verriet der Schotte, dass er einige tolle Ideen für die Produktion im Kopf hat. Ein Saxophon sollte die "Song-Sammlung" leise einleiten und umgekehrt sollte das Saxophon am Ende von "Internal Exile" wieder leiser werdend das Album beenden. Ein wellengleiches Auf und Ab. Erinnerungen an die "endlosen" Pink Floyd-Produktionen wurden wach. Doch es kam die Trennung von EMI und zudem entfernten sich Mickey Simmonds musikalische Ideen zusehends von Fishs Vorstellungen. Immerhin konnte mit Chris Kimsey ein alter Bekannter für die Produktion gewonnen werden.

Das natürlich von Mark Wilkinson gestaltete Cover zeigt Fish umgeben von Bildern aus seinen Lyrics, die sich im Großen und Ganzen um Fishs neugewonnenes schottisches Selbstverständnis drehen. Doch der wortgewaltige Poet (und Hammill-Bewunderer) war passé. Deutlich direkter richtet sich der Sänger nun an seine Zuhörer.

Zu Beginn platzt mit "Shadowplay" gleich der herausragende Song aus den Boxen. Die Produktion könnte - trotz, manche sagen wegen Kimsey - wuchtiger sein. Insgesamt klingt das Album etwas dünn. Aber das ist jammern auf hohem Niveau, denn das Eröffnungsstück ist fett. Weiter geht's mit "Credo", einem Song, den Fish live schon vorab präsentierte und der zu überzeugen wusste. Als Studioversion ist er ok, aber nicht der Reißer, den die Live-Version verhieß.

Doch was dann folgt ist - denke ich - der Beginn von Fishs Untergang. Langweilige Allerweltsmusik, in der sich unser ehemaliger Held als so etwas wie ein Singer/Songwriter in Szene setzen wollte. Nur ist er das eben nicht und das merkt man jedem einzelnen Song an. Sein Gesang will oft so gar nicht zu den Stücken passen. Große Gesten, die waren es, die zu dem großen Kerl passten. Apropos groß: das große Gähnen setzte ein und damit der Augenblick, zu dem ihm viele alte Fans den Rücken kehrten. Bei "Tongues" kann man sich noch mal einreden, dass es etwas interessanter ist und den Titelsong schleppte er ja auch schon seit den ersten Soloauftritten mit sich herum. Live ist das folkig angehauchte Stück immer ok, ein toller Song ist er auf Dauer aber nicht wirklich. Erwähnen möchte ich aber noch die B-Seite zur "Credo"-Single namens "Poet's Moon". Dieser packende 4-Minüter gehört zu Fishs gelungensten Solosongs, schreibe ich mal so ganz subjektiv hierhin. Kein Fish-Sympathisant sollte ohne ihn sein.

Zu einem sensiblen Zeitpunkt in seiner Karriere kommt Fish mit einem halbgaren, über weite Strecken langweiligen Album daher. Mit diesem Werk begann sein Abstieg in die Bedeutungslosigkeit außerhalb seiner beinharten Gefolgschaft.

Anspieltipp(s): Shadowplay (positiv), Favourite Stranger (negativ), Something in the Air (?)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.1.2012
Letzte Änderung: 29.2.2012
Wertung: 6/15
Zwischen 12 (Shadowplay) und 3...

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Fish

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1990 Vigil In A Wilderness Of Mirrors 13.00 1
1993 Songs From The Mirror 4.50 2
1993 Uncle Fish & The crypt creepers (Live at the Düsseldorf Philipshalle 7.12.1991) 10.00 1
1994 Sushi 12.00 1
1994 Suits 8.00 1
1995 Yin 3.00 1
1995 Yang 3.00 1
1997 Tales from the big bus - Live Köln 20.11.1997 5.67 3
1997 Sunsets on Empire 11.33 3
1999 Raingods With Zippos 9.00 2
2001 Fellini Days 7.50 2
2002 Sunsets on empire Live in Poland 1997 (DVD) 11.00 1
2002 Fool's Company - Live in Holland (DVD) 8.00 2
2004 Field of Crows 12.00 1
2005 Scattering Crows - Live in Europe 2004 (DVD) 8.00 1
2006 Return To Childhood 8.50 2
2007 13th Star 11.00 1
2013 A Feast Of Consequences 12.00 1
2017 Farewell To Childhood 10.00 1

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