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Fish

Raingods With Zippos

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream
Label:
Durchschnittswertung: 9/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Fish Vocals
Tony Turrell Keyboards

Gastmusiker

Elisabeth Troy Antwi Backing Vocals
Dave 'Squeaky' Stewart Drums
Steve Vantsis Bass
Steve Wilson Guitars
Dave Haswell Percussion
Robin Boult Guitars
Til Paulman Guitars
Bruce Watson Guitars, Mandolin
Nicola King Backing Vocals
Davey Crichton Fiddle, Strings
Tony King Backing Vocals
Phil Grieve Guitars
Eliot Ness Strings

Tracklist

Disc 1
1. Tumbledown 5:52
2. Mission Statement 3:59
3. Incomplete 3:44
4. Tilted Cross 4:19
5. Faithhealer 5:00
6. Rites Of Passage 7:42
7. Plague Of Ghosts, a) Old Haunts 3:12
8. Plague Of Ghosts, b) Digging Deep 6:49
9. Plague Of Ghosts, c) Chocolate Frogs 4:04
10. Plague Of Ghosts, d) Waving At Stars 3:12
11. Plague Of Ghosts, e) Raingod's Dancing 4:16
12. Plague Of Ghosts, f) Wake-Up Call (Make It Happen) 3:31
Gesamtlaufzeit55:40


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 3)


Seit Fish nicht mehr bei Marillion singt, hatte er, genau wie seine Ex-Bandkumpanen, keinen annähernd so großen Erfolg mehr wie damals. Nach außen hin scheint es aber so, daß seine damaligen Mitstreiter doch erheblich besser dastehen als er. Schließlich konnten sie das Markenzeichen Marillion weiterführen, während Fish unter seinem Namen weitermachen mußte. Mit diesem Album nun kann Herr Dick alias Fish nun erstmals den Spieß umdrehen. So stark, wie er seit "Vigil In A Wilderness Of Mirrors" nicht mehr war, präsentiert sich Fish auf seinem aktuellen Output facettenreich und absolut eigenständig. Er ist seinen Weg gegangen und hat nun seine Nische gefunden - anders als Marillion, die offenbar gewillt sind, sich plötzlich in andere Richtungen in Bewegung zu setzen.

Nun ist es überflüssig die frühen Marillion-Werke mit dem heutigen Fish zu vergleichen. Schließlich ist der gute Herr ja wohl nicht bei Marillion ausgestiegen um die gleiche Musik zu machen. Die Songs auf "Raingods with Zippos" sind allesamt starke Kompositionen, lediglich die traurige Ballade "Rites Of Passage" ist mit knapp 8 Minuten Spielzeit etwas langatmig geworden. Seis drum, denn der Rest kommt genial daher.

"Tumbledown" ist ein stark rockig angehauchter Opener, der von einer sehr ruhigen Piano-Linie eingeleitet wird. Dann gehts jedoch mit harten Gitarren und Keyboard-Sounds ab. Fish "rockt" dazu mit stellenweise kratziger Stimme. Der Refrain läßt sich bereits nach einmaligem Durchlauf mitsingen. Genial.

"Mission Statement" ist eine absolut amtlich Abgehnummer. Der Basslauf erinnert sehr stark an Golden Earrings 'Radar Love'. Dieser Groove killt. Und die abschließende Piano-Linie erinnert an rauchige Bars, in denen ein einsamer Pianist abrockt.

Mit "Incomplete" wirds dann sehr romantisch. Ruhig und gefühlvoll zeigt Fish - unterstützt von einer genialen Stimme von Nicola King - wie facettenreich seine Stimme ist. Tolle Ballade.

Weiter gehts mit "Tilted Cross". Der Song erinnert mich ein wenig an einen Tracy Chapman Sound. Auf percussiven Elementen getragen, wieder sehr geschickt durch weibliche Vocals unterstützt ist der Song einer meiner Lieblinge auf dem Album.

Eine Coverversion ist mit "Faithhealer" auch dabei. Fish hat dieses Werk der Alex Harvey Band absolut amtlich umgesetzt und ein echtes Highlight daraus gemacht.

"Rites Of Passage" ist wieder eine Ballade. Erinnert ein wenig an romantische Filmmelodien. Besonders gelungen ist der Einsatz von Streichinstrumenten. Sehr zart fügen sie sich zum Gesang ein. Allerdings ist das Stück ein wenig zu lang geraten.

Den Überhammer haben Fish und seine Mitstreiter aber mit "Plague Of Ghosts" kreiert. Boah, was ist das Teil genial. Mit einer Gesamtspielzeit von über 23 Minuten ist dies das Highlight auf dem Album. "Old Haunts" beginnt wieder sehr ruhig. Neben Fish's einleitendem Gesang hört man nur leichte Keyboardteppiche und geschickte Gitarrenspielereien. Dann gehts mit "Digging Deep" hinein ins Vergnügen. Eine Sleeze-Gitarre frickelt auf einem bollerndem Bass-Rhythmus dahin. Wieder sehr harmonisch gelungen sind die Gesangsmelodien. Ziemlich genial auch das Finale dieses Parts. "Chocolate Frogs" (welch Name!) holt einen dann wieder runter. Sprechgesang auf einem dumpfen Keyboard-Hintergrund, gespickt mit kleinen Soundsamples. Gegen Ende dann ein gesampleter Beat der gnadenlos in den nächsten Part überleitet. "Waving At Stars" wird komplett durch diesen Beat unterstützt. Dazu wieder diese dumpfen Basstöne - aber sehr harmonisch. Leichte Akkustikgitarrenparts lockern die Atmosphäre auf, obwohl eine sich steigernde Spannung erzeugt wird. Dann eine ruhige Pianolinie, die die Spannung fortführt. Der Regengott tanzt - und wie. Die Pianolinie spielt unterschwellig das Spiel der Regentropfen, während eine wunderschöne Melodie und Instrumentierung das Finale einleitet. "The Wake-Up Call" beendet einen grandiosen Song mit wiederum wunderschönen Melodien ganz im Stile vergangener Tage ...

"Raingods With Zippos" ist für mich ein großartiges Rock-Album, welches eindeutig in die Progressive-Rock Schiene tendiert. Besonders das Highlight "Plague Of Ghosts" ist für mich einer der besten Songs der vergangenen Jahre. Auch die Hinzunahme weiblicher Stimmen in fast sämtlichen Songs macht sich bezahlt. Ich wünsche Fish, daß dieses Album nicht von der breiten Masse ignoriert wird.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.8.2002
Letzte Änderung: 8.1.2004
Wertung: 11/15

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Von: Thomas Thielen @ (Rezension 2 von 3)


Fuer mich ist RWZ eine von den Platten, denen man anhoert, was es werden sollte, aber auch, warum es nicht geklappt hat. Die Kompositionen reichen nicht, die Musiker sind Mittelmass (ausser Mickey Simmonds, moechte ich mal sagen), die Vocals sind besser als auf den letzten Alben, aber immer noch nicht gut genug, die Lyrics klingen so, als ob jemand versucht haette, wie Fish zu schreiben... Reichlich Durchschnitt fuer mich!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.10.2003
Letzte Änderung: 2.8.2011
Wertung: 7/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 3 von 3)


Es gibt immer wieder Stimmen, die bei der Veröffentlichung von Remasters vom Melken der Fans sprechen. Ab und zu nicht zu Unrecht. Wenn bestimmte CDs regulär jedoch kaum noch zu bekommen sind und die Neuauflagen dann auch noch gut aufgemacht und mit reichlich Mehrwert versehen sind, sind sie durchaus willkommen.

Die Fish-Remasters 2017 sind toll anzuschauen und mit reichlich Bonusmaterial versehen: Demos, Live-Aufnahmen plus ellenlangen Aufsätzen von Fish. Und genau hier legt die Freude eine kurze Pause ein. Ich frage mich mal wieder, ob irgendein Layouter oder Designer irgendwann in seinem Leben mal ein gebundenes „Mediabook“ aufgeschlagen und hineingesehen hat. Wie so häufig sind die Liner Notes/Texte völlig bescheuert auf den Seiten verteilt. Da setzt Fish sich hin und schreibt über 12 Booklet-Seiten einen lustigen, interessanten und sinnvollen Text. Dann kommt ein Layouter und platziert diesen Text (natürlich in Schriftgröße 4, was nicht schön, aber immerhin nachvollziehbar ist) so, dass man den rechten Rand der linken Seite und den linken Rand der rechten Seite aufgrund der Bindung nicht lesen kann. Klasse Leistung!

„Raingods with Zippos“ also. Mickey Simmonds ist (teilweise) zurück und Steven Wilson (teilweise) noch immer da. So weit, so gut.

Die erste Hälfte des Albums besteht größtenteils aus Songs, die Fish zusammen mit Musikern aus aller Welt während eines Aufenthaltes auf Chateau Marouatte (remember „Brave“), geschrieben hat. Die Qualität ist trotz guter Ideen bestenfalls durchwachsen. Mich erinnern Stücke wie „Incomplete“ oder „Tilted Cross“ etwas an Floyd-Songs a la „A Pillow of Winds“. Nur eben nicht so cool.

Neben den Stücken, die auf „Raingods“ landeten, hat Fish auf dem Chateau noch zwei weitere Titel mitkomponiert, nämlich die bereits auf „A Kettle of Fish“ enthaltenden „Chasing Miss Pretty“ und "Mr. Buttons“. Ich hätte mir diese beiden auf das Album gewünscht, sind sie doch relativ gut geraten. Doch Fish waren sie zu straight und passten nicht in den Kontext des Albums… Immerhin gibt es sie nun als Bonus auf Disc 3 zu hören.

Und dann ist da noch „Plague Of Ghosts“, des Schotten „Bekenntnis zum Progressive Rock“, wie es der Promotext anno 1999 bezeichnete…

Mark Daghorn und Tony Turrell, die als „Positive Light“ bereits Marillions ‚This Strange Engine‘ remixten, baten Fish einige Spoken Words zu deren Stück „All These Christs“ beizusteuern. Fish dachte sofort weiter und formte aus dem Stück die zweite Hälfte seines nächsten Studioalbums. Aus „All These Christs“ wurde „Plague of Ghosts“ und Fish willigte ein, das Stück von Mark Daghorn produzieren zu lassen. Aus den Liner Notes erfährt man, dass sich Fish während der Aufnahmen mit Daghorn überwarf und die Aufnahmen ohne diesen fertiggestellt wurden.

Der Song zieht sich im Intro („Old Haunts“) zunächst wie Kaugummi. Die zweite Passage („Digging Deep“) überrascht mich, hatte ich sie doch deutlich nerviger in Erinnerung. Wirklich geil wird das Stück zum Ende hin; vor allem „Waving At Stars“ und „Wake-Up Call“ überzeugen durch ihre floydige Atmosphäre.

In der Summe ergibt dies alles aber eben auch nur ein weiteres Album, das nicht in Gänze überzeugen kann.

Recht interessant ist Disc 2. Hier bekommt man eine instrumentale Version des Longtracks, sowie das o.g. Demo „All These Christs“. Auch die Live Version auf Disc 3 ist hörenswert.

Disc 2 (Plague of Ghosts Variations) 1 – Plague of Ghosts (live studio instrumental pre-production) 2 – All These Christs (Tony Turrell instrumental demo containing sections that became ‘Plague of Ghosts’) 3 – Plague of Ghosts (From ‘Sashimi’ live in Poznan, Poland 1999)

Disc 3 (Live + Bonus Tracks & Demos) 1 – Incomplete (Acoustic demo with Elisabeth Troy) 2 – Chasing Miss Pretty (Studio version) 3 – Mr. Buttons (Studio Version) 4 – Tilted Cross (Live acoustic version 2006) 5 – Incomplete (Live acoustic version 2006) 6 – Rites of Passage (Live acoustic version 2006) 7 – Tumbledown (Live USA 2000) 8 – Plague of Ghosts (Live USA 2000)

Auch wenn sich meine Begeisterung für das Originalalbum in Grenzen hält, ist diese Remaster-Version als solche recht gut gelungen. Tolles Artwork (diesmal sogar in Farbe – das Original war aus Kostengrünen schwarz/weiß), interessante Boni und hörenswerte „Plague of Ghosts“-Variationen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.5.2017
Letzte Änderung: 30.5.2017
Wertung: 9/15
Für Fans in der Summe sicherlich eine Empfehlung!

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Fish

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1990 Vigil In A Wilderness Of Mirrors 13.00 1
1991 Internal Exile 5.00 2
1993 Uncle Fish & The crypt creepers (Live at the Düsseldorf Philipshalle 7.12.1991) 10.00 1
1993 Songs From The Mirror 4.50 2
1994 Suits 8.00 1
1994 Sushi 12.00 1
1995 Yang 3.00 1
1995 Yin 3.00 1
1997 Tales from the big bus - Live Köln 20.11.1997 5.67 3
1997 Sunsets on Empire 11.33 3
2001 Fellini Days 8.00 3
2002 Sunsets on empire Live in Poland 1997 (DVD) 11.00 1
2002 Fool's Company - Live in Holland (DVD) 8.00 2
2004 Field of Crows 12.00 1
2005 Scattering Crows - Live in Europe 2004 (DVD) 8.00 1
2006 Return To Childhood 8.50 2
2007 13th Star 11.00 1
2013 A Feast Of Consequences 12.00 1
2016 The Moveable Feast 8.00 1
2017 Farewell To Childhood 10.00 1

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