SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
17.10.2017
Aquaserge - laisse ça être
Southern Empire - Southern Empire
TNNE - Wonderland
16.10.2017
Pere Ubu - 20 Years in a Montana Missile Silo
Nump - Sun is cycling
15.10.2017
Tangerine Dream - Quantum Gate
Collapse Under The Empire - The Fallen Ones
Kolkhöze Printanium - Vol. 1 Kolkhöznitsa
14.10.2017
Zeit - Waves from the Sky
35007 - Especially for You
Shadow Ray - Eyes,Gleaming Through The Dark
13.10.2017
John Zorn - Simulacrum
Anubis Gate - Covered in Black
12.10.2017
The Alan Parsons Project - The Turn of a Friendly Card
Phlox - Keri
Yonder Pond - Pondering Aloud
Brockmann / Bargmann - Licht
Not Otherwise Specified - Projective Instruments
ARCHIV
STATISTIK
23964 Rezensionen zu 16368 Alben von 6362 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

The Samurai of Prog

Undercover

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; RetroProg
Label: Musea
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Marco Bernard bass
Steve Unruh vocals, guitar, violin, flute
Kimmo Pörsti drums, percussion

Gastmusiker

Resistor komplette Band
Costa & Mariotti komplette Band
Roz Vitalis komplette Band
Contrarian komplette Band
Anita Aronen bowed harp
Thomas Berglund guitar
Guy Le Blanc keyboards
Ákos Bogáti-Bokor guitar, backing vocals
Srdjan Brankovich guitar
Alfio Costa mellotron
Jon Davison vocals
Jaan Jaanson guitar
David Myers grand Piano
Esa Lehtinen flute
Zoltán Kolumbán bass
Michael Manring bass
Richard Marichal keyboards
Jonas Reingold bass
Risto Salmi saxophone
Eduardo Garcia Salueña keyboards
Elina Sipilä cello
Juha Sipilä keyboards
Virginia Splendore stick
Roine Stolt guitar
Jan-Olof Strandberg bass
Stefano Vicarelli keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Before the Lamia (Myers)   (David Myers) 2:08
2. The Lamia (Genesis)   (The Samurai of Prog) 7:22
3. Starship Trooper (Yes)   (The Samurai of Prog) 10:28
4. World of Adventure (Flower Kings)   (The Samurai of Prog) 9:47
5. Assassing (Marillion)   (The Samurai of Prog) 7:07
6. Gravita 9.81 (Arti & Mestieri)   (The Samurai of Prog) 2:26
7. Jerusalem (ELP)   (The Samurai of Prog) 2:45
8. Dogs (Pink Floyd)   (The Samurai of Prog) 11:50
9. The Promise (Kimmo Pörsti)   (The Samurai of Prog) 11:50
10. ..."Zap"   (The Samurai of Prog) 00:11
11. Stranger (Electroshock)   (Resistor) 3:52
12. Blood Sacrifice (Electroshock)   (Costa & Mariotti) 4:52
13. Asylum (Electroshock)   (Roz Vitalis) 4:07
14. Prisoner of the World (Electroshock)   (Contrarian) 2:56
Gesamtlaufzeit81:41


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther @


Für die Besprechung von Alben aus dem finnischen Colossus-Umfeld müsste eigentlich eine eigene Prog-Personalabteilung geschaffen werden, denn man hört dabei meist mehr Musikernamen als Musik. Beim Vervollständigen der obigen Besetzungsliste überfiel mich jedenfalls starke Sympathie für Catbert, den "evil director of human resources" in den Dilbert-Comics. Entlassen, entlassen, entlassen... Leider ist das hier vorzustellende Album aber nicht nur wegen der überbordenden Teilnehmerzahl ziemlich kompliziert zu erklären. Wer keine Lust auf solche Erklärungen hat, sollte die beiden folgenden Absätze daher besser überschlagen.

"The Samurai of Prog" war ursprünglich ein 1-Mann-Projekt des Italo-Finnen Marco Bernard, das aber mittlerweile zum Trio angewachsen ist und zusätzlich Heerscharen von Gastmusikern anheuert. Bislang sind die Beteiligten fast nur mit Coverversionen und Einzelbeiträgen zu Various-Artists-Alben hervorgetreten, vor allem im Zusammenhang mit den finnischen Colossus-Projects, denen Bassist Bernard als Herausgeber eines Fanzine besonders verbunden ist. Auch auf "Undercover" sind die meisten Stücke Coverversionen von Yes-, Genesis- und ELP-Klassikern (etc). Etwas ungewöhnlich, dass Pink Floyds "Dogs" dazugemischt wurde. Sogar ein Track aus dem Arti & Mestieri-Album Tilt taucht auf, zweifellos als Reverenz an Marco Bernards italienische patria.

Die letzten vier Tracks hingegen bilden eine Art integrierter EP, mit Stücken, die von einem früheren Bernard-Projekt stammen, das sich "Electroshock" nannte. Um die Verwirrung komplett zu machen, werden diese Stücke hier aber nicht von "The Samurai of Prog", sondern von vier Gastbands gespielt (Resistor, Costa & Mariotti, Roz Vitalis, Contrarian). Als einziges Samurai-Originalstück der CD (neben dem Soundschnipsel "Zap") bleibt nur das von Drummer Kimmo Pörsti geschriebene "The Promise", das immerhin fast neun Minuten lang ist – aber, und das musste wohl sein, offenbar auch noch in einer anderen Version für ein Projekt namens "Decameron" existiert.

Uff – nun zur Musik: Jau, die Coverversionen sind ganz schön. Natürlich sind sie meist auch ganz schön überflüssig, denn sie bürsten wenig gegen den Strich, gewinnen den Vorlagen also nicht viele neue Ideen ab. Ganz einfallslos sind sie aber nicht: "World of Adventures" zum Beispiel gehört zu den vielen Flower Kings-Stücken, die auf mich immer sehr schwerfällig, eigentlich sogar nervig gewirkt haben. Die Coverversion mit ihrer jazzigen Eröffnung ist viel lockerer und außerdem auch noch fast völlig instrumental (prima!). Ich werde hier nicht behaupten, sie sei besser als das Original – sie gefällt mir aber besser, so dass ich auf einmal Spaß an einem alten Floki-Stück gewinne, das ich sonst nie mehr auflegen würde. Das ist doch schon mal klasse.

Die anderen Coverversionen des Albums kann man je nach Geschmack ebenfalls gelungen oder auch weniger gelungen finden. Dazu braucht man keinen Rezensenten. Der kann hier nur darauf hinweisen, dass es nichts Weltbewegendes zu verpassen gibt. Beispiele: Das mit einem zusätzlichem Pianovorspiel ausgestattete "Lamia" muss sich vor der Version auf Nick D´Virgilios "Rewiring Genesis" sicher nicht verstecken, gegenüber dem Original fehlt es aber halt an, äh, Originalität. Das gilt trotz einiger Würm-Varianten auch für "Starship-Trooper" von Yes. Immerhin kann man die Sache auch als kleine Proglehrstunde betrachten – so im direkten Kontrast lässt sich zum Beispiel einfach nicht überhören, dass in Arti & Mestieris "Gravita 9.81" erheblich mehr Musik steckt als in Marillions "Assassing", obwohl "Gravita 9.81" hier nur als rüde Kurzform des Originals daherkommt (dafür aber viel satter klingt als die Vorlage).

Die vier Elektroshock-Stücke am Schluss der CD sind recht belanglose Nummern von jeweils wenigen Minuten Spielzeit und damit eine Dreingabe von zweifelhaftem Mehrwert. Was für ein Aufwand, dafür extra vier Gastbands zu verpflichten! Ganz achtbar ist hingegen das Samurai-Original "The Promise", das knapp neun Minuten altertümlich-tänzerisch angehauchter Instrumentalmusik mit vielen akustischen Klängen (darunter Geige und Flöte) bietet – gleichzeitig melancholisch und unterhaltsam.

Fazit: Eine ziemlich unausgegorene Gesamtmischung, aber doch nicht völlig verdorben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.3.2013
Letzte Änderung: 27.3.2013
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Samurai of Prog

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 The Imperial Hotel 11.00 2
2016 Lost and Found 11.00 2
2017 On we Sail 12.00 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum