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Genesis

A Trick Of The Tail

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Virgin/EMI Music
Durchschnittswertung: 10.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Phil Collins Gesang, Schlagzeug
Steve Hackett Gitarre
Mike Rutherford Bass, Gitarre
Tony Banks Keyboards, Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. Dance On A Volcano 5:54
2. Entangled 6:26
3. Squonk 6:27
4. Mad Man Moon 7:33
5. Robbery, Assault And Battery 6:15
6. Ripples 8:04
7. A Trick Of The Tail 4:35
8. Los Endos 5:46
Gesamtlaufzeit51:00


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 4)


Eins vorneweg: Diese Platte (und "Wind & Wuthering" natürlich) hat mich gelehrt, daß es nicht Peter Gabriels Weggang war, der Genesis zerschmettert hat. Auch auf TotT finden sich großartige Songs und tolle Ideen, die vor allem Mr Banks zuzuschreiben sind, ebenso wie Steve Hackett, der zwar gewohnt selten als Komponist auftaucht, aber durch seine wundervollen Gitarrenlinien die Songs erst zu etwas Besonderem macht, so zum Beispiel den Knaller der CD, MAD MAN MOON. Wahnsinnig intelligente Harmonien, eine wundervolle Melodie, ein paar schöne Taktwechsel hier und da, und, wie gesagt, ein Steve Hackett, der mit der Gitarre geradezu malt. Tony Banks spielt natürlich auch ein brilliantes Klavier, aber das ist man ja gewohnt.

DANCE ON A VOLCANO ist der Klassiker der Scheibe. Das von Hackett und Rutherford entworfene Intro läßt einen absolut aufhorchen, die Strophe mit dem Collinsschen Offbeat im 7/8 auf die 6 3/4 bis 7 ist immer noch geeignet, mich aus dem Takt zu wefen, der Schluß geht richtig ab. Der Text ist nebenbei auch noch über dem durchaus niedrigen Genesis-Durchschnitt...

ROBBERY, ASSAULT AND BATTERY lebt von seinen verwickelten Rhythmen, und das sehr gut. Wenn man den heutigen Collins kennt, traut man ihm gar nicht zu, daß er sowas co-komponiert hat!

RIPPLES ist ebenfalls einfach ein wundervoller, balladesker Song, der ohne die später üblichen Massen-Harmonien auskommt. Im Mittelteil geht Hacketts Gitarre wieder tief unter die Haut - man höre sich zum Vergleich einfach mal die Mainstream-Kacke an, die Darryl "frickeldifrickel" Stuermer dazu an späteren Touren spielt, schon wird der Song zum gewöhnlichen Dingsbums. Aber so: einfach schön. LOS ENDOS, und das reicht dann auch an einzelnen Erwähnungen, ist eine tolle "Durchführung" der fast ganzen Platte. Das geht einfach ab. Wenn man sich die Version anhört, die Steve Hackett auf seiner Genesis Revisited zusammen mit Tony Banks daraus gemacht hat, merkt man, daß die Jungs ein Stückchen des Potentials einfach verschenkt haben. Vielleicht war man 75 auch einfach soundmäßig noch nicht so weit.

Zur Platte im allgemeinen muß ich noch sagen, wie toll ich es finde, daß Banks hier wieder zu Klavier, Orgel und Mellotron zurückkehrt. Das eher synthielastige LAMB klingt für meine Ohren immer recht dünn daher, wenn ich mir TotT anhöre (Soundurteil!). Für mich ist TotT eher die Fortsetzung von Selling England, und das ist ja nun wirklich die beste Platte, die sie gemacht haben (jaja, schlachtet mich ruhig).

Anspieltipp(s): Mad Man Moon, Dance on a Volcano
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.6.2002
Letzte Änderung: 10.6.2002
Wertung: 12/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 4)


Nach dem Fortgang Gabriels 1975 spielten Genesis einige Jahre lang immer noch relativ starke Alben ein. Es klingt allerdings größtenteils wie mit Weichspüler behandelt und vorhersehbarer, viel vorhersehbarer (!) als zuletzt The Lamb.... Die Kompositionen, die immer deutlicher Songstruktur annehmen, sind ganz nett und haben einen gefälligen Sound, sind aber in der Regel für die mageren Ideen, die dahinter stecken häufig zu ausgedehnt.

Insgesamt bietet das Album: zwei progressive Spitzensongs auf der ersten Seite (Dance on a Volcano, Mad Man Moon); zwei ruhige, bezaubernde Songs, auf jeder Seite einen (Entangled, Ripples); ein Langweiler mit viel zu viel Text (Squonk); zwei Pop-Songs mit gnadenlosem Ohrwurmcharakter im Fahrwasser der Hit-Singles I know what I like und Carpet Crawl (Robbery, Assault & Battery, A Trick of the Tail); sowie ein nach meinem Geschmack eher bescheiden interessantes Instrumental. Warum ne Menge Genesis-Fans Los Endos nicht einfach nur nett finden, werde ich so schnell wohl nicht verstehen...

Das Album verbreitet - von den beiden griffigen Pop-Songs mal abgesehen - eine wunderschöne, melancholische Stimmung, die ich ganz gerne mag.

Anspieltipp(s): Dance on a Volcano, Mad Man Moon
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.6.2002
Letzte Änderung: 3.3.2012
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 4)


Mehr Schmackes, mehr Druck, mehr Abwechslung in Metrik und eine Melodie- und Songorientiertere Liedstruktur. Dazu ein dichterer und teilweise bombastischerer Grundsound und die neue, gute Stimme von Phil Collins. Das ist Genesis im Jahre 1 nach "the lamb...". Und obwohl ich Gabriels Stimme vermisse, ist es doch auch interessant zu hören, was Collins so draufhat. Bei einigen Stellen hört sich seine Stimme ein wenig nach Gabriel an. Vor allem dort, wo diese laut und intensiv ist. Die ruhigen Gesangspassagen kommen diesmal viel angenehmer als bei dem unsäglichen "more fool me".

Highlights der Platte sind das abwechslungsreiche und anspruchsvolle "dance on a volcano", das endlich mal wieder holprige Rhythmen zum Besten gibt. Ebenfalls ein Juwel ist die herrliche Komposition "Mad man moon", welche von der beinahe schwermütig-träumerischen Grundstimmung her bereits die Overture zu "Wind and wuthering" sein könnte. Grandios das im Temperament etwas gebremste Flamenco-Intro mit anschliessenden schnell perlenden Piano-Arpeggios. Schwach dagegen finde ich "Squonk", das einfach zu gewöhnlich ist und nie richtig zündet. "Entangled" ist ebenfalls simpel und zu lang. Mit "robbery" kann ich mich bis auf den Tempo-Mittelteil auch nicht richtig anfreunden. Ansonsten ist mir der Titel zu beliebig und der Gesang stösst etwas sauer auf. Die erste Hälfte von "Ripples" ist schwach, dann wirds besser. Allerdings fangen die immer gleichen Banks-Piano-Arpeggios an auf den Nerv zu gehen. Die Gitarre ist praktisch weggemischt. "A trick of the tail" setzt den Negativhöhepunkt. Eine Beschreibung erübrigt sich. "Los endos" schenkt dann zum Abschluss nochmal voll ein : Mal Tempodrums mit Gitarrengefrickel drüber, mal schwere Synthiteppiche, mal Bombast, mal Mellotronatmosphäre, mal Spannung durch Snaredrum-Wirbel und zuletzt "kesselnde" Elektrotoms Marke "Collins-Concert-Drums".

Was bleibt : 3 mal Hui, 3 mal Pfui und zweimal sosolala.

Anspieltipp(s): dance on a volcano, mad man moon
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.5.2003
Letzte Änderung: 26.2.2014
Wertung: 9/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 4 von 4)


Wieso noch eine Besprechung von "A Trick of the tail"? Vor allem, weil am vierten April 2008 eine "auf dem neuesten Stand remasterte CD-Version" (so der Text der Plattenfirma) bei Virgin/EMI rausgekommen ist. (Im CD-Heft steht zwar 2007, aber wir wollen nicht kleinlich sein).

Nächste Frage: Wieso noch eine remasterte Version? Offenbar ist das "CD/SACD and DVD Double Disc Set" (bekanntlich auch von "A Trick of the tail" 2007 - ebenso bei Virgin - erschienen) nur als eine zeitlich begrenzte Auflage gedacht, die durch die vorliegende Ausgabe ersetzt werden soll. Ein Blick ins CD-Heft verrät allerdings, dass die Remaster-Neuigkeit vom April 2008 eigentlich gar keine ist, heißt es doch (genauso wie bei der CD/SACD-Ausgabe) auf der vorletzten Seite: "Mixed 2006 by Nick Davis"...

Da ich schon dabei bin, möchte ich einige persönliche Anmerkungen von mir geben. Wie z.B. die Feststellung, dass die Entdeckung von "A trick of the tail" in meine "Progressive Rock-Sturm und Drang-Zeit" Ende der 70er fällt, ich also die Platte zum ersten Mal ca. 1978 auf LP gehört habe. Als Progressive Rock-Neuling war ich damals von "A Trick of the tail" begeistert. Mit Gabriel waren schwermütig-bizzarre Geschichten - wie die von dem Puerto Ricaner Rael - Vergangenheit und es ging weiter mit Märchenwelten a la "Mad Man Moon" und "Entangled", mit Mellotron, 12-saitigen Gitarren sowie mit dem (fast) jungfräulichen Gesang von Collins und seinem ausgezeichneten Schlagzeugspiel. Nach den kurzen Songs von "The lamb lies down on Broadway" fand sich auf "A Trick of the tail" wieder Platz für ausgebaute Instrumentalpassagen.

"Dance on a volcano" würde bei mir auf die Top 50-Liste der besten Progsongs aller Zeiten kommen, wenn ich eine solche Liste erstellen sollte. "Entangled" ist einfach wunderschön und "Mad Man Moon" ist ein Tony Banks-Meisterwerk. Der Rest kann da aus meiner heutigen Sicht nicht ganz mithalten. Deswegen gibt es eine mit der Zeit gereifte Note von mir.

Dank dem aktuellen Remaster kann man es nicht mehr bestreiten, dass Genesis damals einen Bassisten hatten und dass die Herren Banks und Hackett in Wahrheit mehr spielten, als man 1976 hören konnte.

Wer also "A Trick of the tail" auf CD zum regulären Preis als Remaster von 2006 erwerben will, sollte hier zugreifen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.4.2008
Letzte Änderung: 4.4.2008
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Genesis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 From Genesis to Revelation 3.75 4
1970 Trespass 11.20 5
1971 Nursery Cryme 12.60 5
1972 Foxtrot 14.13 8
1973 Genesis Live 10.00 3
1973 Selling England by the Pound 12.83 6
1974 The Lamb lies down on Broadway 11.50 4
1976 Wind And Wuthering 11.25 4
1977 Spot The Pigeon (EP) 7.00 2
1977 Seconds Out 11.00 3
1978 And Then There Were Three 8.25 8
1980 Duke 7.57 7
1981 Abacab 6.67 6
1982 3X3 4.00 2
1982 Three Sides Live (VHS) - 1
1983 Genesis 7.50 4
1984 Three Sides Live 9.75 4
1985 The MAMA Tour (VHS) - 1
1986 Invisible Touch 7.67 3
1986 Rock Theatre - 1
1987 Visible Touch (VHS) - 1
1988 Invisible Touch Tour (VHS) - 1
1988 Videos Volume I (VHS) - 1
1988 Videos Volume II (VHS) - 1
1991 We Can't Dance 6.67 3
1991 Turn It On Again - Best Of '81-'83 - 1
1992 The Way We Walk Vol.1 - The Shorts (Live) 5.67 3
1993 The Way We Walk Vol.2 - The Longs (Live) 8.33 3
1994 The Way We Walk (VHS) - 1
1996 The Royal Philharmonic Orchestra plays the music of Genesis 2.00 1
1997 Congo (Maxi-CD) - 1
1997 Shipwrecked (Maxi) - 2
1997 Calling All Stations 6.50 4
1998 Archive I - 1967-1975 12.50 5
1998 Not About Us (Maxi) - 1
1999 Turn It On Again - The Hits - 2
2000 Archive II - 1976-1992 11.00 1
2000 The Genesis Songbook (DVD) 12.00 1
2001 The Way We Walk (2DVD) - 1
2003 Live At Wembley Stadium (DVD) - 1
2004 Genesis Live (DVD) 5.00 1
2004 Platinum Collection - 1
2004 The Video Show (DVD) 7.00 2
2004 Inside Genesis 1975-1980 - An Independent Critical Review (DVD) - 1
2006 The Genesis of Genesis - 1
2007 Box Set 1976 - 1982 12.00 1
2007 Live - Helsinki, Fi, 11-06-07 9.00 1
2007 Live Over Europe 2007 11.33 3
2008 Box Set 1970 - 1975 13.50 2
2009 Box Set 1973-2007 Live 12.00 1
2014 Three Sides Live (DVD) - 1
2014 Sum of the Parts (DVD) - 1

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