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Martin Archer

Ghost lily cascade

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1995
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; RIO / Avant
Label: Discus Music
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Martin Archer Synthesizers, Electronics, Sax, Violin

Gastmusiker

Charlie Collins Sampling, Flute, Programming
Michael W. Evans Percussion
John Jasnoch Guitars, Radio
Brian Parsons Vibraphone
Angie Rosenfeld Cello
Simon H. Fell Bass
Max Wall Bass
Mad Dog Jones Trumpet
Chris Bywater Synthesizers, Electronics, Feedback Manipulation

Tracklist

Disc 1
1. Acceleration ring 6:02
2. Field system, tumulus, eyes with stone 4:30
3. Fax Agnes Sorel 10:46
4. Random axis 6:02
5. Cold dark deep forever 2:09
6. I'm not made of moonbeams but I'm standing in the orchard 9:22
7. Telecottage 8:16
8. How did that story end? 6:20
9. I'll meet you at the centre of the sound 7:22
10. Ghost lily cascade 13:33
Gesamtlaufzeit74:22


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Das Jahr 1993 sollte Martin Archers musikalische Ausrichtung entscheidend verändern. Der Produzent und Freund Charlie Collins animierte den gerade kompositorisch etwas auf der Stelle tretenden Archer dazu, sich einen Synthesizer und eines Sequenzer zuzulegen. Archer entdeckte schnell das kreative Potential dieser Klangerzeuger, die es ihn ermöglichten neue Soundwelten zu betreten und auch Abläufe der elektronischen Rockmusik aufzugreifen. Aus dem free-jazzig frei-improvisierenden Saxophonisten wurde innerhalb weniger Monate ein (Zitat) Soundsmith.

Erstes Zeugnis dieser Entwicklung war Archers zweites Soloalbum "Ghost lily cascade", welches 1995 als vierte CD auf dem Discus Label erschien. Archer betätigt sich hier in der Tat als Klangschmied und definiert die Strukturen, die auch auf seinen weiteren Alben fortan zu finden sein werden. Elektronische Sounds, Synthesizertöne, verfremdete und bearbeitete Instrumentalklänge werden mit den mehr oder weniger unveränderten Hervorbringungen von weiteren, teils von Gastmusikern bedienten Instrumenten vermengt und es entstehen dichte, elektro-akustische Klangbilder, die mal rhythmisch gefügt voranschreiten, mal schwebend dahin gleiten.

Im Vergleich zu späteren Werken Archers ist "Ghost lily cascade" etwas elektronischer ausgefallen und weist kaum jazzig-retro-canterbureske Verunreinigungen auf. Archer greift auch nur selten zum Saxophon. Damit steht die Scheibe den Klängen von Transient v Resident, Archers Duo-Elektronik-Projekt mit Chris Bywater (mit dem zusammen auch das abschließende Titelstück eingespielt wurde) näher als seinen späteren Scheiben. Offenbar war Archer von den elektronischen Klangmöglichkeiten erst einmal so fasziniert, dass er seine jazzigen Wurzeln weitestgehend (nicht ganz - man höre "I'll meet you at the centre of the sound") vernachlässigt hat. Auf späteren Alben dürfen diese dann aber wieder sprießen, was dann auch den Reiz von Archers Musik im neuen Jahrtausend ausmacht.

Das freiformatig-wirre Akustik-Elektronik-Gemenge auf "Ghost lily cascade" hat aber auch einen großen Reiz, besticht bisweilen durch beeindruckend intensive Klänge (in "Telecottage" z.B., das ätherische Gesänge, allerlei Elektronikblubbern und hektische Perkussion miteinander verbindet, und im Titelstück) und bietet alles in allem sehr erfrischende, ausgesprochen originelle, sehr farbige und kreative Tonkonstrukte, die Freunde von experimenteller Elektronik und krautig-schrägen Avantgardeklanggebilden nicht verpassen sollten!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.7.2013
Letzte Änderung: 15.7.2013
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Martin Archer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Winter Pilgrim Arriving 13.00 1
2003 English Commonflowers 12.00 1
2004 Heritage and Ringtones 13.00 1
2008 In stereo gravity 13.00 1
2013 Blue Meat, Black Diesel & Engine Room Favourites - 1
2015 Bad Tidings From Slackwater Drag 11.00 1
2016 Story Tellers 12.00 1
2018 Safety Signal From A Target Town 12.00 1

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