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Genesis

Invisible Touch

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1986
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 7.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Tony Banks Keyboards
Phil Collins Gesang, Schlagzeug
Mike Rutherford Gitarre, Bass

Tracklist

Disc 1
1. Invisible Touch 3.30
2. Tonight, Tonight, Tonight 8.53
3. Land of Confusion 4.46
4. In Too Deep 5.02
5. Anything She Does 4.09
6. Domino

1. In The Glow Of The Night
2. The Last Domino

10.45
7. Throwing It All Away 3.51
8. The Brazilian 4.49
Gesamtlaufzeit45:45


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 3)


Doch, doch, es geht noch schlimmer! Eindrucksvoll beweisen Genesis auf Invisible Touch, daß es in der Tat immer noch eine Stufe nach unten gehen kann - wenn auch nur in einzelnen Songs.

Wer die Platte anspielt, wird allerdings erst einmal heftig schlucken, Tränen wegdrücken und schwarze Fahnen auf Halbmast hängen müssen, bevor es weitergehen kann. Oh mein Gott. "Invisible Touch" ist vielleicht einer der besten Popsongs der 80er, aber was heißt das schon? Lockerflockige Null-Acht-Fuffzehn-Keyboard-Puffs im Dutzend-Kadenz-Schema (T-S-D...), Lyrics, die Phil Collins irgendwie zugefallen, aber leider nicht durchgefallen sind... allerdings auch eine Menge Spielfreude und naiver Spaß. Naja, immerhin, das konnte man bei "Duke" und "Abacab" nicht überall behaupten.

"Tonight, tonight, tonight" besteht vor allem aus einer Drummachine und dem Wunsch, "Mama" zu wiederholen. Langweilig, langweilig, langweilig.

"Land of Confusion" erinnert immer wieder ans zugegeben geniale Video (Spitting Image), ist als Song aber eine Rockpop-Nummer, die Rick Springfield nicht schlimmer gemacht hätte. Gähn und Rülps.

"In too deep": Collins und Begleitband. Ich hätte schwören können, daß ich den Track von einem der Soloalben kenne... Aber auch Banks verzapft manchmal solchen Mist, da möchte ich mich nicht festlegen, ist aber auch egal, das hier IST auf jeden Fall Müll.

"Anything she does": Pooooopp, poooooop, pooooppppp. Gähn. HALT! Noch nicht ausmachen, denn jetzt kommt:

"Domino", ein Longtrack, den man mit einer Menge unnötiger Soundeffekte zu Beginn von Teil 2 zwar erst zu einem solchen gemacht hat, der aber allein durch seine epische Anlage und viele schöne und doch nicht dümmliche Melodien aus Invisible Touch hervorsticht. Sicher haben wir hier eigentlich nur eine Durchschnittskomposition, aber man freut sich ja über jeden kleinen Finger, den die drei Deppen einem reichen.

"Throwing It All Away": siehe "In too deep"

"The Brazilian" ist wiederum ein Lichtblick in Instrumental, die alte Spielintelligenz und Virtuosität blitzt auf, es hagelt nicht mehr so viele Klischees und wir lehnen uns für kurze Sekunden zufrieden zurück. Das beste der letzten Stunde!

Fazit: Was bleibt, sind 2 Tracks, die akzeptabel bis gut sind und 6 wirklich grottenschlechte oder belanglose. Finger weg.

Anspieltipp(s): Domino, The Brazilian
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.6.2002
Letzte Änderung: 10.6.2002
Wertung: 5/15
weil als Popalbum beinahe stimmig

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 3)


Rückblende: 1974 klingt das Konzeptalbum The Lamb lies down on Broadway zu den fröhlich sprudelnden Klängen von IT aus. Alle Welt rätselt, was mit IT nur gemeint gewesen sein könnte...

1986: Auf IT bieten Genesis ihre reifste melodische Leistung. Fast jeder Song hat Hitqualität. Das ganze Album ist von einer fröhlich sprudelnden Atmosphäre beseelt, wie aus einem Guss, ganz im Geiste von IT...

Auf IT finden sich fast durchgängig technisch perfekte, hochmelodische Nummern mit deutlichem Hang zu feinstem Pop - Edel-Pop oder Super-Pop sozusagen. Das wird Proggern, die es etwas komplexer mögen allerdings gehörig gegen den Strich gehen!

Invisible Touch, Land of Confusion und Anything she does sind Abgehnummern allererster Güte. Tonight tonight tonight perfektioniert den rhythmisch gewaltigen Urwaldsound, den Genesis auch später noch gerne einsetzen. Der Doppeldecker Domino versucht etwas progressiv zu sein, kann aber nicht wirklich überzeugen. Da klingen In too deep und Throwing it all away (IT?!) dem stimmgewaltigen Sänger schon eher auf das Leibchen geschrieben: perfekte Genesis-Balladen, bei denen Collins sich schön im Herz-Schmerz suhlen kann. Am Schluss steht dann noch ein atmosphärisch nett gemachtes Instrumental (Brazilian).

IT ist so der eigentliche Höhepunkt des Schaffens der Band in den 80-ern, auf den der gewaltige Erfolg des Nachfolgealbums gründet (abgesehen von der Popularität Collins). Ein konsistentes Album, das letzte in LP-Länge. Ab jetzt müssen weniger Ideen in mehr zeitliches Volumen gepackt werden.

Anspieltipp(s): Land of Confusion, In too deep
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.7.2002
Letzte Änderung: 3.3.2012
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


Angenommen, man habe noch nie etwas von Genesis gehört, man wüsste nichts von der Progvergangenheit der Band. Dann ist "Invisible Touch" ein Popalbum erster Güteklasse. Titelstück und Konfusionsland haben mächtig Dampf und Power, der knarrende Synthibass von "land of confusion" ist ultracool und "Invisible touch" gefällt als beschwingter, happy-party-Sound. Was der Mann da singt ist doch völlig Wurscht! "In too deep" ist der obligate Magerquark aus der Schmacht-Ecke. Ähnlich gehaltvoll oder -los wie alle derartigen Balladen vorher und nachher (wobei: "one more night" hat mir immer sehr gut gefallen).

"Anything she does" ist das Illegal alien von IT. Tempopop ohne viel Hirnschmalz bemüht zu haben. Aber spassig. "Throwing it all away": genau das machen wir damit. Eine Nummer, die einem die Fussnägel kräuselt und die Füsse einschlafen lässt.

Kommen wir zu den etwas anspruchsvolleren Sachen. "The Brazilian" wird jedem Brasilianer zwar die Tränen in die Augen treiben bei derart lieb- und lebloser Elektromucke. Aber eine wohltuende Abwechslung im Einheitspopbrei ist dieses Stück allemal. Und irgendwie witzig: orientalisch angehauchtes Keyboardtremolo, viel Chinabeckengewitter und mächtige Percussioneinlage mit Glocken, Space-Gezwitscher und krachenden Kesseln. Abschliessend ein wehmütiges Gitarrensolo. Chapeau! "Tonight, tonight, tonight" ist der kleine Bruder von Mama. Hat lange nicht die Intensität wie sein Ahne, wirkt aber ebenfalls hypnotisierend mit seinen drums und dem wiegenden beat. Die 12"Maxi setzt noch einige Minuten drauf (total knapp 12 Min.) und ist ein Longtrack Marke "Driving the last spike" oder "home by the sea". Hut ab! Wenn ich von Dominoe rede, dann meine ich v.a. "the last dominoe". Part one ist teilweise zwar auch spannend, aber irgendwie halt doch auch wieder eine eher gewöhnliche Balladenschnarchnummer. Aber sie bereitet gegen Ende das Feld für die stärksten 6 Minuten der Scheibe. Mit part two geht dann so richtig die Post ab. Treibend pumpendes Schlagzeug, toller Keyboardteppich und eindringlicher Gesang zeichnen das Stück aus. Der Sound könnte zwar noch etwas fetter sein, die drums haben generell etwas wenig Volumen, aber unterm Strich ist dies der Höhepunkt der Platte.

Wir kennen aber alle Genesis, kennen seine Geschichte, seine Alben und seine Bedeutung für das Genre ProgMusic. Und deshalb wird immer der Vergleich mit der Vergangenheit da sein. Auch ich vergleiche IT mit den Meilensteinen, mit den Alben der 70er Jahre. Und ordne es dementsprechend in diesem Kontext ein. Es hat bei weitem nicht die Klasse der Alben vor Wind and Wuthering, aber es hat mir mehr Spass gemacht als das meiste danach. Es ist das typische 80er-Jahre-Album. Eighties rule!

Anspieltipp(s): Dominoe, Brazilian
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.6.2003
Letzte Änderung: 17.6.2003
Wertung: 7/15
80er Jahre Pop macht Spass !

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Genesis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 From Genesis to Revelation 3.75 4
1970 Trespass 11.20 5
1971 Nursery Cryme 12.60 5
1972 Foxtrot 14.13 8
1973 Genesis Live 10.00 3
1973 Selling England by the Pound 12.83 6
1974 The Lamb lies down on Broadway 11.50 4
1976 A Trick Of The Tail 10.75 4
1976 Wind And Wuthering 11.25 4
1977 Spot The Pigeon (EP) 7.00 2
1977 Seconds Out 11.00 3
1978 And Then There Were Three 8.25 8
1980 Duke 7.57 7
1981 Abacab 6.67 6
1982 3X3 4.00 2
1982 Three Sides Live (VHS) - 1
1983 Genesis 7.50 4
1984 Three Sides Live 9.75 4
1985 The MAMA Tour (VHS) - 1
1986 Rock Theatre - 1
1987 Visible Touch (VHS) - 1
1988 Invisible Touch Tour (VHS) - 1
1988 Videos Volume I (VHS) - 1
1988 Videos Volume II (VHS) - 1
1991 We Can't Dance 6.67 3
1991 Turn It On Again - Best Of '81-'83 - 1
1992 The Way We Walk Vol.1 - The Shorts (Live) 5.67 3
1993 The Way We Walk Vol.2 - The Longs (Live) 8.33 3
1994 The Way We Walk (VHS) - 1
1996 The Royal Philharmonic Orchestra plays the music of Genesis 2.00 1
1997 Congo (Maxi-CD) - 1
1997 Shipwrecked (Maxi) - 2
1997 Calling All Stations 6.50 4
1998 Archive I - 1967-1975 12.50 5
1998 Not About Us (Maxi) - 1
1999 Turn It On Again - The Hits - 2
2000 Archive II - 1976-1992 11.00 1
2000 The Genesis Songbook (DVD) 12.00 1
2001 The Way We Walk (2DVD) - 1
2003 Live At Wembley Stadium (DVD) - 1
2004 Genesis Live (DVD) 5.00 1
2004 Platinum Collection - 1
2004 The Video Show (DVD) 7.00 2
2004 Inside Genesis 1975-1980 - An Independent Critical Review (DVD) - 1
2006 The Genesis of Genesis - 1
2007 Box Set 1976 - 1982 12.00 1
2007 Live - Helsinki, Fi, 11-06-07 9.00 1
2007 Live Over Europe 2007 11.33 3
2008 Box Set 1970 - 1975 13.50 2
2009 Box Set 1973-2007 Live 12.00 1
2014 Three Sides Live (DVD) - 1
2014 Sum of the Parts (DVD) - 1

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