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Museo Rosenbach

Zarathustra - Live In Studio

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012 (2012er Live-Aufnahme des Klassikers von 1973)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Immaginifica
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Stefano "Lupo" Galifi Vocals
Alberto Moreno Keyboards
Giancarlo Golzi Drums, Percussion
Sandro Libra Guitar
Max Borelli Guitar, Vocals
Fabio Meggetto Keyboards
Andy Senis Bass, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Intro / Dell' Etorno Ritorno 7:58
2. Degli Uomini 4:16
3. Della Natura 9:00
4. Zarathustra

1. L'ultimo uomo
2. Il re di ieri
3. Al di la bel bene e del male
4. Superuomo
5. Il tempio delle clessidre

22:20
Gesamtlaufzeit43:34


Rezensionen


Von: Harald Schmidt @


Zarathustra – eines der großen Alben des Italo-Progs. Und dennoch eines, das in der Welt des Progressive Rock kaum den Ruf genießt, den es verdient. Knapp 40 Jahre nach der Veröffentlichung trauen sich Museo Rosenbach, dieses Album 2012 in neuer Besetzung ein zweites Mal einzuspielen. Personell hat sich einiges verändert, aber man ist mit drei von fünf Originalmitgliedern vertreten, unter ihnen der Chefkomponist Alberto Moreno, so dass der Geist der Band erhalten bleibt und die insgesamt vier neuen Musiker gut geleitet werden.

Wie immer darf auch hier die Diskussion entbrennen, ob denn nun Coveralben - insbesondere mit Remakes der eigenen StückE - interessant genug sind oder künstlerisch Sinn machen. Man muss sich an ihr aber nicht beteiligen, sondern kann sich einfach daran freuen, dass eine traditionelle Band wie Museo Rosenbach wieder aktiv sind und sich an die guten alten Zeiten erinnern.

Auffallend ist, dass alle Stücke tonal ein wenig tiefer angesiedelt sind als auf dem Original, was man aber nur bemerkt, wenn man beide Versionen nebeneinander hört. Die Kompositionen selbst bleiben weitgehend unangetastet (mit Ausnahme von Dell‘ Eterno Ritorno, das ein komplett neues Intro erhält), dennoch erfahren sie mitunter Akzentuierungen oder eine gewisse Modernisierung, von der das Klangbild qualitativ durchaus profitiert. Gleichzeitig geschieht hierdurch jedoch auch die größte Veränderung und gibt dem Album schon ein merklich abweichendes Gesamtbild: Die 2012er-Version –immerhin live, wenn auch im Studio, eingespielt- ist insgesamt deutlich weniger ruppig und nicht so verzappelt oder drängend und unruhig wie das Original. Das Album klingt damit einerseits ausgewogener, einheitlicher – andererseits verliert es durch diese Nivellierung aber auch seine exaltierten, aberwitzigen Spitzen und kruden Ausbrüche.

Der für das Album namensgebende Longtrack wird inzwischen an das Ende gestellt, war er anno 73 noch alleinverantwortlich für die A-Seite. Zarathustra in seinen über 20 Minuten ist ein coherenter, dynamischer und abwechslungsreich konzipierter – kurz: ein wirklich großer Longtrack. Eine Blaupause des 70er-Jahre Progressive Rock. Nicht umsonst bekommt man an mehreren Stellen –insbesondere bei Piano-Einlagen- einen guten Eindruck, woher z.B. Änglagard einen Teil ihrer Inspirationen haben. Auch die drei übrigen Stücke können als sehr gut komponiert und durchstrukturiert bezeichnet werden. Sie sind voller Energie, Spielfreude und Abwechslung und zeigen auch nach fast 40 Jahren eine Band, die spürbar Spaß an ihrer Musik hat und diese mit Leben füllen kann. Bei soviel Dramatik und Verve bleibt mehr als ausreichend Spielraum für die gesamte Bandbreite zwischen lyrisch-schwelgerischen und wuchtig-rauen Momenten mit langen Instrumentalteilen.

Die Neuaufnahme bewahrt so zwar weitgehend die originären Ideen der ursprünglichen Aufnahmen, stellt aber eine echte klangliche Alternative dar, wie es oft auch bei den remixten Alben der 70er ist (nehmen wir z.B. die 2007er Genesis Remixes). Insbesondere die Drums profitieren davon, dass das Klangbild filigraner und dezent modernisiert ist. Man könnte sagen, dass die Neuaufnahme sich für all diejenigen besonders eignet, die mit dem oft etwas eigenen oder bei Undergroundproduktionen auch etwas dumpfen Sound der 70er nicht so richtig warm werden. Für alle Fans dieses Klassikers und des Italo-Progs ist es mehr als nur eine interessante Studie, die andere Nuancen in der Musik von Museo Rosenbach eröffnet. Und wer noch mehr will, bekommt mit dem 2013er Album Barbarica (Review an anderer Stelle) interessantes und neues Material der großartigen Italiener.

Anspieltipp(s): Alle Stücke sind auf Spitzenniveau
Vergleichbar mit: Klassischem Italo-Prog orientiert an britischen Größen der 70er
Veröffentlicht am: 2.8.2013
Letzte Änderung: 2.8.2013
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Museo Rosenbach

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Zarathustra 11.50 4
1992 Live ´72 9.00 1
1992 Rare and unreleased 10.00 1
2000 Exit 2.00 1
2013 Barbarica 12.00 1
2014 Live in Tokyo 11.00 1

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