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Chuck Van Zyl

Celestial Mechanics

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1993
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Centaur Discs
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Chuck Van Zyl Korg SQD1, Korg EX8000, Oberheim Expander, Oberheim Matrix5, Oberheim Matrix6R, Yamaha TX81Z, Kawai K4R, Alesis HR16, Alesis Microverb, MXR 1500, Digitech 7.6, Toshiba DX-900, SQD-1 Midi Sequencer

Tracklist

Disc 1
1. The Moment of Totality 18:15
2. Callisto 18:58
3. Valhalla 18:08
4. Celestial Mechanics 17:25
Gesamtlaufzeit72:46


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Chuck Van Zyl (der auf dem hier rezensierten Album einfach als Van Zyl firmiert), hat wohl den größten Teil seines Lebens in Upper Darby unweit Philadelphia verbracht. Seit den frühen 80er Jahren des letzten Jahrhunderts arbeitet er beim Radiosender WXPN, wo er vor allem die Sendung "Star's End" moderiert, die schon seit den späten 70er Jahren existiert und sich vornehmlich mit elektronischer Musik beschäftigt. Zudem koordiniert er die seit 1992 in Philadelphia existierende Ambient-Konzertserie The Gatherings.

Van Zyl macht auch selbst Musik, elektronische Musik, wie man nach den einleitenden Zeilen schon vermutet haben wird. Inspiriert von der klassischen Elektronik der Berliner Schule der mittleren 70er Jahre bastelt Van Zyl seit Mitte der 80er Jahre an Tönen. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse zuerst als Tonbandkassetten auf dem Synkronos Label. 1993 erschien dann eine erste CD-Kompilation mit Stücken von diesen auf dem Schottischen Centaur Label.

"Celestial Mechanics" enthält vier ausgedehnte Kompositionen, die in den Jahren 1989 bzw. 1990 entstanden sind. Mit einem umfangreichen Synthesizerpark erzeugt Van Zyl klassische Berliner-Elektronikklänge, ausladend, hypnotisch pulsierend, karg und rein, dabei durchaus farbig und sehr spacig. Astronomisches in Töne zu setzten scheint Van Zyls Anliegen zu sein, was auch die Titel der Stücke belegen, und das ist dem Amerikaner auch gut gelungen. Den kosmischen Klischees des Genres folgend gleitet der Hörer durch den Kernschatten des Mondes, schwebt über die Oberfläche des Jupitermondes Kallisto, taucht dort in den größten bekannten Einschlagkrater des Sonnensystems ein ("Valhalla") und bestaunt schließlich die Wunder der irdisch-solaren Himmelsmechanik.

Klischees hin, Klischees her, das Ganze ist sehr gut gemacht und kommt klangvoll, ziemlich abwechslungsreich und bisweilen ausgesprochen mächtig aus den Boxen. Wer Elektronisches à la Schulze schätzt, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Überhaupt scheint der große Klaus Van Zyls vornehmliche Inspirationsquelle gewesen zu sein. Die glockigen Sequenzermuster am Anfang von "Callisto" erinnern z.B. sehr stark an den "Xylotones"-Abschnitt von "Crystal Lake" (siehe "Mirage"). Doch ahmt der Amerikaner sein Vorbild nicht nur sehr gut nach (und ist dabei fast ein wenig abwechslungsreicher zu Gange), er gibt seiner Musik durchaus ein eigenes, deutlich spacig-kosmischeres Gepräge. Wer gerne klanglich durch den Weltraum reist, der sollte sich nach "Celestial Mechanics" (und dem Nachfolgealbum "The Relic") umschauen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2013
Letzte Änderung: 10.6.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Chuck Van Zyl

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 The Xyl File 11.00 1
1995 The Relic 10.00 1
2010 MemorySpace 9.00 1
2012 Cenotaph 9.50 2
2014 Rituals 10.00 1
2016 Recitals 11.00 1

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