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Causa Sui

Euporie Tide

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: instrumental; Krautrock; Postrock; Psychedelic; RetroProg; Spacerock
Label: El Paraiso Records
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jakob Skøtt Drums, Percussion
Jonas Munk Guitars, Keyboards, Electronics
Jess Kahr Bass
Rasmus Rasmussen Keyboards, Electronics

Tracklist

Disc 1
1. Homage 10:08
2. The juice 6:05
3. Echo springs 5:05
4. Boozehound 5:21
5. Mireille 7:12
6. Fichelscher sun 2:14
7. Ju-Ju blues 6:36
8. Sota el cel 1:40
9. Euporie 11:03
10. Eternal flow 9:18
Gesamtlaufzeit64:42


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Euporie ist eine der Horen der griechischen Mythologie, eine der vielen Töchter des Zeus, die Göttin des Überflusses, die wohl darauf achtet, dass es an nichts mangelt. Nach dieser wurde auch einer der vielen kleinen Monde des Jupiters benannt. Der hat allerdings nur 2 Kilometer Durchmesser und sicher keine Gezeiten. Vermutlich bezieht sich der Titel des im Sommer 2013 veröffentlichten fünften (bzw. achten - wenn man die auch als Einzel-LPs erschienenen Teile der "Summer Sessions" und "Pewt'r Sessions" gesondert zählt) Albums von Causa Sui daher wohl auf die Hore. Die auf dem Cover zu sehenden Damen könnten ja durchaus Göttinnen sein. Allerdings scheinen diese schon irgendwo im Weltraum herumzuwirbeln, in irgendwelchen Fluten und Strömen.

Zur Musik! Krautig-kosmisch-hallende Gitarrenklänge sind zu Beginn des Albums zu hören, die sich in sehr Neu!-artige, repetitive Muster verwandeln, ehe dann psychedelisch-hardrockig losgejammt wird. Damit sollte schon klar sein, dass keine musikalische Welten zwischen "Euporie Tide" und den davor erschienen Session-Alben liegen. Im Gegensatz zu diesen wurde die neue Scheibe aber offenbar weniger spontan aufgenommen, sondern die Band hat fast drei Jahre an dem Material gebastelt.

Spaciges Gejamme, neo-psychedelische Exkurse, Stonergerocke, Postrockiges, krautige Reminiszenzen (Neu! und verwandte, entspannt-verspielte Klänge aus dem Weserbergland - z.B. im abschließenden "Eternal flow"), westcoastartige Einlagen, folkig-verzwirbeltes Geklampfe und retroprogressive Momente (sogar mit Mellotronartigem - man höre das kurze "Sota el cel") vermengen die vier Dänen zu einem homogenen, hypnotisch-spacig bzw. getragen-luftig vorangleitenden Ganzen.

Gitarre, Bass und Schlagzeug bestimmen meist das Geschehen, in das aber allerlei Vintage-Tastenwerk und Elektronisches eingebunden wurde. Das Ergebnis ist ein intensives, sehr farbiges Gemenge von durchaus eigenem Charakter, das nur bisweilen in - wenn auch sehr gut gemachtes - Retro-Stoner-Hardgerocke abgleitet. Wer moderne Psychedelik, Neo-Krautrock, Spaciges und progressives Gitarren-Tasten-Gejamme schätzt, der sollte "Euporie Tide" einmal antesten, auch wenn man zugeben muss, dass hier im Vergleich zu den bisherigen Veröffentlichungen der Band wenig Neues geboten wird. Man hat offenhörlich seinen Stil gefunden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.8.2013
Letzte Änderung: 11.8.2013
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Die dänische Band Causa Sui war mir bislang völlig unbekannt. Also flugs das aktuelle Album Euporie Tide besorgt, denn obige Rezension klingt durchaus vielversprechend. Und tatsächlich, von der ersten Minute an begibt man sich hier auf eine Zeitreise tief, tief in die späten 60er und frühen 70er, als Krautrocker und Psychedeliker mittels endloser Improvisationen dem drögen musikalischen Alltag von Drei-Minuten-Stückchen zu entfliehen suchten.

Hat man in den ersten Sekunden des einleitenden Homage (der Titel hätte für das ganze Album gepasst) noch den Eindruck, einer Sessionaufnahme des legendären Krautrock-Duos Neu! zu lauschen, wandelt sich das Stück rasch zu einem spacig-psychedelischen Jam, in dessen Mittelpunkt die krautig solierende Gitarre und die fette "Schweineorgel" stehen. Und in diesem Stil geht es in den restlichen Stücken weiter, besser gesagt: in diesen Stilen, denn praktisch jeder Titel vermischt Krautrock, Spacerock, Psychedelik, Stonerrock, gelegentlich auch Postrockiges, wobei mal der eine, mal der andere Stil dominierend ist. Gelegentlich wird mir das Ganze ein wenig zu luftig-leicht (Echo Springs etwa), aber spätestens im nächsten Stück kracht schon wieder die Gitarre mit einem gleißenden spacerockigen Solo rein.

Ob das nun, wie der Kollege oben schreibt, im Vergleich zu früheren Alben der Band wenig Neues bietet, kann ich mangels Kenntnis selbiger nicht beurteilen; auf jeden Fall bietet Euporie Tide aber zu vielen Alben vieler anderer Bands wenig Neues. Denn es gibt doch mittlerweile eine erkleckliche Zahl von Bands, die ganz ähnliche Musik machen. Aber ich will nicht so tun, als hätte ich das nicht vorher gewusst, also will ich mich nicht darüber beschweren. Trotzdem ist es irgendwie seltsam, wenn junge Musiker den Klängen der Generation ihrer Großeltern nacheifern!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.9.2013
Letzte Änderung: 2.2.2014
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Causa Sui

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Causa Sui 9.00 1
2007 Free Ride 8.00 1
2010 Summer Sessions vol. 1-3 11.00 1
2012 Pewt'r Sessions 1-2 11.00 1
2014 Pewt'r Sessions 3 11.00 1
2016 Return To Sky 9.50 2
2017 Live in Copenhagen 11.00 1
2017 Vibraciones Doradas 8.00 1

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