SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
28.5.2017
Ulver - The Assassination of Julius Caesar
FeatherWolf - FeatherWolf
Ed Bernard - Polydactyl
Golden Caves - Collision
27.5.2017
Secret Saucer - The Reset
Hominido - Alados
26.5.2017
Heron - You Are Here Now
Stefano Giannotti / Salvo Lazzara - La vostra ansia di orizzonte
Nad Sylvan - The Bride said No
25.5.2017
Thinking Plague - hoping against hope
Damanek - On Track
Mike Oldfield - Amarok
24.5.2017
Starchitect - Shift
Amorphis - Elegy
Fish - Sunsets on Empire
23.5.2017
Shamblemaths - Shamblemaths
Zauss - Trittico Immer All Over
Kaprekar's Constant - Fate Outsmarts Desire
ARCHIV
STATISTIK
23481 Rezensionen zu 16041 Alben von 6225 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Steve Hackett

Momentum

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1988
Besonderheiten/Stil: instrumental; sonstiges
Label: SPV
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Steve Hackett acoustic guitar
John Hackett flute

Tracklist

Disc 1
1. Cavalcanti 6:14
2. The Sleeping Sea 3:28
3. Portrait Of A Brazilian Lady 5:15
4. When The Bell Breaks 3:03
5. A Bed, A Chair, And A Guitar 2:44
6. Concert For Munich 4:56
7. Last Rites Of Innocence 5:28
8. Troubled Spirit 2:31
9. Variation On A Theme By Chopin 4:56
10. Pierrot 2:54
11. Momentum 2:38
12. Boure'e 1:34
13. An Open Window 9:03
14. The Vigil 6:19
Gesamtlaufzeit61:03


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 2)


Steve Hackett, eine Flöte, ein paar Streicher - eine Aufnahme, die trotzdem oder deswegen nicht langweilig ist. Stilechter als auf "Bay of Kings", konsequenter, schraeger, mutiger geht der Herr hier zu Werke. Wir hören Romantisches weniger verkitscht ("The Sleeping Sea", Portrait of a Brazilian Lady"), Melancholisches mit weniger dick aufgetragenem Pathos ("When the Bell Breaks", "A Bed, A Chair, And A Guitar", "Troubled Spirit"), interessante Ausflüge in Highlights der sogenannten "klassischen" Musik ("Variations on a Theme by Chopin", "Bouree"), Experimentelles mit soundscape-Anflügen ("An Open Window", "The Vigil")... eigentlich ist alles da, was man von einem Akkustikalbum so erwarten kann.

Genauer gesagt: Jazz-Einflüsse und Bach wechseln sich ab, in der schrägen Potenz seiner Arpeggios kann man vielleicht auf Wagner verweisen, hier und da merkt man ihm auch den Rockmusiker an - aber das alles widerspricht sich hier nicht. Lyrisch geht es immer zu, die Musiker sind allesamt wundervoll, die Produktion etwas schärfer und weniger dumpf als bei seinem ersten Versuch in "Bay of Kings", die Gitarrenlinien, wie ich meine, technisch noch ein gutes Teil anspruchsvoller (Diese Flamenco-Technik bei "When the Bell Breaks" hat mich schon einiges an Hornhaut gekostet... nicht, dass ich das jetzt spielen könnte, aber ich hab s versucht!) und exakter ausgeführt.

Wer den akkustischen Hackett mag, sollte sich "Momentum" besorgen. Eigenständiger als die eher nette und manchmal arg mainstreamige "Bay of Kings" ist dieses Werk allemal.

Anspieltipp(s): When the Bell Breaks (Gitarrenschüler, die Argumente brauchen aufzuhören, weil man eh nie so gut wird), The Vigil
Vergleichbar mit: Gitarren-Avantgarde-Klassik-Romantik... Wagner meets Bach meets Jazz...
Veröffentlicht am: 10.6.2002
Letzte Änderung: 10.6.2002
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 2)


Durch meine bisher unerfüllte Sehnsucht auch einmal passabel Gitarre spielen zu können, habe ich wohl ein gewisses Faible für Gitarristen-Alben ;-)

"Momentum" zeigt den akustischen Hackett auf einem Höhepunkt seines Schaffens. Vierzehn Titel bestreitet Steve Hackett alleine mit seiner akustischen Gitarre. Nur bei zwei Titeln unterstützt ihn sein Bruder John mit der Flöte, und mindestens beim ersten Titel (sowie auch beim etwas aus der Art schlagenden "Concert For Munich") scheint mir noch ein Keyboard im Spiel zu sein (Woher kommen sonst die Streicher?).

Steve Hackett zeigt sich hier als nachdenklich-aufmerksamer Virtuose, der verschiedene Spieltechniken zur Schau stellt. Für ihn wahrscheinlich die richtige Therapie nach dem GTR-Erlebnis. Da gibt es klassische Adaptionen wie "Variation On A Theme By Chopin" und, das mich besonders beeindruckende, "Bouree" nach einem Motiv von J.S. Bach. Aber Hackett kombiniert dazu auch mittelalterlich wirkende Musik ("The Sleeping Sea") oder südländisches mit einer besonderen Spieltechnik, welche die Gitarre fast wie eine Mandoline klingen lässt ("When The Bell Breaks").

Zum Abschluss demonstriert Hackett noch, dass es auch nur mit einer akustischen Gitarre möglich ist progressive Musik zu spielen. Für mich bildet das gut neun-minütige "An Open Window" den Höhepunkt. Nicht nur wegen seiner Länge, sondern vor allem wegen der Verschmelzung von soundscape-artigen Teilen, 'klassischen' Linien und folkloristischen Parts. Beeindruckend, wie auch das abschliessende eigenwillige "The Vigil".

Viel Lob, trotzdem lässt mich das Album etwas gespalten zurück. Für eine gute Stunde eher ruhige Instrumentalmusik muss man schon einiges an Nerven mitbringen. Mir gelingt es daher selten, das Album in einem Stück anzuhören. Ich picke mir da immer entweder ein paar Highlights heraus (meistens "An Open Window") oder lasse die Musik als Hintergrund zum Lesen laufen (was ihr aber eigentlich nicht gerecht wird). Fazit also: Sehr gute, aber eben auch irgendwie anstrengende Musik, für die man in Stimmung sein muss. Ich muss zugeben, ich greife eher zu Alben des California Guitar Trio, wenn mir nach akustischer Gitarrenmusik der Sinn steht.

Meine CD ist übrigens von 1994, wahrscheinlich eine Wiederveröffentlichung des Camino-Labels. Die Tracklist ist aber die gleiche.

Anspieltipp(s): An Open Window, Cavalcanti
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.1.2005
Letzte Änderung: 2.1.2005
Wertung: 10/15
Wertung für meinen persönlichen Gesamteindruck, der musikalische Wert alleine tendiert sicherlich viel höher

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Steve Hackett

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Voyage Of The Acolyte 9.80 5
1978 Please Don't Touch 10.33 3
1979 Spectral Mornings 7.33 3
1980 Defector 9.33 3
1981 Cured 6.00 2
1983 Highly Strung 7.00 2
1983 Bay of Kings 7.50 2
1984 Till We Have Faces 5.67 3
1992 The Unauthorised Biography - 1
1992 Time Lapse 10.00 2
1993 Guitar Noir 11.50 2
1993 There Are Many Sides To The Night 14.00 1
1994 Timeless (MCD) 9.00 1
1995 Blues with a Feeling 1.00 2
1996 The Tokyo Tapes (DVD) 9.00 1
1996 Genesis Revisited 10.50 2
1997 A Midsummer Night's Dream - 1
1998 The Tokyo Tapes 9.00 2
1999 Darktown 10.67 3
2000 Feedback '86 2.33 4
2001 Live Archive 70,80,90s 11.00 1
2001 Live Archive 70's Newcastle 9.00 1
2002 Genesis Files - 2
2003 Live Archive - NEARfest 11.00 1
2003 Hungarian Horizons (Live in Budapest) 11.00 1
2003 Somewhere in South America... Live in Buenos Aires 13.00 2
2003 To Watch The Storms 11.00 4
2004 Live Archive 04 10.00 1
2004 Once above a time (DVD) 10.00 1
2004 Live Archive 03 11.00 1
2005 Metamorpheus 9.50 2
2005 Live Archive 05 9.00 1
2005 Spectral Mornings ('Musikladen' show) (DVD) 11.00 1
2006 Wild Orchids 10.33 3
2006 Live Archive 83 8.00 1
2009 Out Of The Tunnel's Mouth 11.50 2
2011 Live Rails 10.00 2
2011 Beyond the Shrouded Horizon 10.50 2
2012 Genesis Revisited II 13.00 3
2013 The Bremen Broadcast - Musikladen 8th November 1978 13.00 1
2013 Genesis Revisited: Live At Hammersmith 15.00 1
2014 Genesis Revisited: Live At The Royal Albert Hall - 2
2015 Wolflight 11.00 1
2015 The Man, The Music 11.00 1
2016 The Total Experience Live In Liverpool 11.00 1
2017 The Night Siren 12.00 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum