SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
25.9.2017
Vuur - In This Moment We Are Free
24.9.2017
Electric Orange - EOXXV
Cosmograf - The Hay​-​Man Dreams
23.9.2017
Grobschnitt - Jumbo
22.9.2017
Violent Attitude If Noticed - Ourselves and Otherwise
The Tangent - The Slow Rust Of Forgotten Machinery
21.9.2017
7C - Compartment C
The Great Discord - The Rabbit Hole
White Moth Black Butterfly - Atone
20.9.2017
Panther & C. - Il Giusto Equilibrio
19.9.2017
Mastermind - Until Eternity
Hällas - Hällas
Pere Ubu - The Pere Ubu Moon Unit
Arabs in Aspic - Victim of Your Father´s Agony
17.9.2017
VagusNerve - Lo Pan
Guerilla Toss - Gay Disco
Igorrr - Hallelujah
Zanov - Moebius 256 301
ARCHIV
STATISTIK
23881 Rezensionen zu 16317 Alben von 6339 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Steve Hackett

Genesis Revisited

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1996
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label:
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Steve Hackett guitar,vocals,backing vocals
John Wetton vocal on 1,5
Bill Bruford drums on 1,5
Tony Levin bass on 1
Julian Colbeck keyboards on 1,2,8
Chester Thompson drums on 2 & 8,add.drums on 11
Alphonso Johnson bass on 2,8
Will Bates sax on 2,9,10
Nick Magnus keyboards & programming on 3
Jerry Peal keyboards & programming on 3
Hugo Degenhardt drums on 3,4,9,11
Paul Carrack vocal on 4,7
Pino Palladino bass on 4,11
Roger King keyboards on 4,9,11
Ben Fenner keyboards & programming on 5
Colin Blunstone vocal on 6
Aron Friedman keyboards & programming on 7,pianoforte on 10
John Hackett flute on 8
Tarquin Bombast drums on 10
'Spats' King vibes on 10
Ian McDonald sax & flute on 11
The Royal Philharmonic Orchestra

Tracklist

Disc 1
1. Watcher Of The Skies 8:52
2. Your Own Special Way 4:19
3. Dance on A Volcano 7:29
4. Valley Of The Kings 6:29
5. Deja Vu 5:47
6. Riding The Colossus 4:08
7. For Absent Friends 3:03
8. Fountain of Salmacis 9:55
9. Waiting Room Only 6:53
10. I Know What I Like 5:40
11. Firth Of Fifth 9:40
Gesamtlaufzeit72:15


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 2)


Eine illustre Truppe ist auf diesem Album versammelt: John Wetton, Bill Bruford, Tony Levin, Chester Thompson, Ian MacDonald, Paul Carrack... um nur einige bekanntere Namen zu nennen! Das senkt die Erwartungshaltung natuerlich nicht gerade...

"Watcher of the Skies" mit Levin und Bruford klingt schlanker als das Original. Die zurückgefahrenen Keyboards und die ausgedünnte Gitarre lassen für mich allerdings zu viel der Agression raus, die das Original doch ausmachte. Trotzdem eine interessante Version, auch wenn John Wettons Vocals einfach nicht mein Ding sind.

Das wird mit Hackett auf "Dance on a Volcano" nicht besser. Leider hat er nicht genug Selbstbewußtsein, um einfach seine Stimme dahinzustellen und "take it or leave it". Die Verzerrung, die er seinen Vocals antut, wirkt jedenfalls sehr amateurhaft. Dabei ist der Rest des Songs gut gelungen und entfaltet eine Menge Tempo.

"Valley of kings" klingt zum Teil doch sehr nach Hacketts damaligem Soloalbum und ist daher nicht von weiterem Interesse. Auch scheint die Komposition allzu frei zu sein, und es reicht nicht unbedingt aus, über einem Basston 6 min lang rumzuspielen mit nur zweidrei Licks...

"Deja Vu" ist interessant, weil das ein Stück war, daß Gabriel und Hackett zusammen während der "Selling Enfland"-Phase angegangen waren.Die poppigen Keyboards und Paul Carracks-Softcore-Vocals lassen allerdings nicht erahnen, wie es damals wohl gewesen wäre. Wahrscheinlich hätte Gabriel das Stück tatsächlich überzeugend bringen können - Carrack klingt wieder mal so, als müßte er sich zu jedem Ton prügeln.

"Firth of Fifth" ist für mich ein erster Höhepunkt. Die Vocals von Wetton sind zwar wieder so lala, aber bei dem Stück ist das nun wirklich egal. Genial ist der Mittelteil, in dem Banks' Solo durch ein paar responsorische Percussion-Gitarre-Keyboard-Phrasen ersetzt ist. Das Gitarrensolo ist ein bisschen krampfhaft und show-off, aber die Genialität des Originals ist auch sehr schwer zu erreichen... Ich bezweifele, daß Darryl Stuermer das überhaupt irgendwann bei seinen 3000000 Genesis-Gigs hinbekommen hat, aber das ist ein anderes Thema. Bin gespannt, ob ihr das Solo wiedererkennt, einige Phrasen sind tatsächlich übernommen!

"For Absent Friends" ist mit Orchester noch eine Spur kitschiger, aber ich mag den Track irgendwie trotzdem. Jetzt ist er so richtig konsequent süßlich, und das macht seinen Charme wohl aus.

So richtig in den Klo greift Hackett nur damit, Paul Carrack "Your Own Special Way" machen zu lassen. Im Original schon eines der ersten Genesis-Ärgernisse, hier aber vollkommen in die Mariah-Carey- oder Boygroup-Schublade abgerutscht. Au weia, ich hoffe, Rutherford verklagt seinen Kumpel nicht!

Der "Fountain of Salmacis" sprudelt trotz wieder mal verzerrten Hackett-Vocals am Anfang jugendlich frisch (Später beweist der Herr dann auch noch, daß diese Effekthascherei vollkommen unnoetig ist!). Auch Hacketts Gezuppels am Anfang auf der akkustischen Klampfe ist vollkommen überflüssig, musikalisch sinnlos und so - Trotzdem gelungen, sehr gut das Feeling eingefangen, daß auf "Nursery Cryme" manchmal etwas den Sound(un)möglichkeiten Tribut zu zollen scheint.

"Waiting Room Only" ist halt Klang. Man mag es oder man mag es nicht - Ich mag es nicht.

"I know what I like" ist richtig komisch. Laid back, swingend, mit Spass inner Backen kommt es zwar musikalisch fragwürdig rüber, aber diese Version verbietet es, ernsthaft kritisiert zu werden und funkelt nur so vor Selbstironie des Progrockers! Hört's euch an und schmunzelt!

"Los Endos" ist DER Knaller der Platte. Wow. So geht es auf "Trick of the tail" nicht ab, wahnsinniges Tempo, gnadenlose Genauigkeit, tolle neue Teile z.B. aus "Dancing with the moonlit knight", an denen Banks mitgearbeitet hat... Die definitive Version dieses Tracks!

Fazit: Ganz interessant, ganz nett, viele tolle Neuerungen, ein paar grottenschlechte Neuerungen auch, durchwachsen, aber für alle, die die frühen Genesis mal aus einem anderen Winkel sehen wollen, höchst interessant!

Anspieltipp(s): Los Endos, Firth of Fifth
Vergleichbar mit: Genesis
Veröffentlicht am: 10.6.2002
Letzte Änderung: 4.8.2011
Wertung: 10/15
Los Endos: 15

Zum Seitenanfang

Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Kompositionen wie "Watcher of the Skies", "Dance on a Volcano", "The Fountain of Salmacis", "Firth of Fifth" und "Los Endos" haben eine solche Klasse; da kann man bei Neueinspielungen doch eigentlich nichts falsch machen, oder? Schon gar nicht, wenn man massgeblich daran mitkomponiert hat.

Hackett macht in diesen Fällen auch nichts falsch; im Gegenteil: er versteht es, den Stücken einen neuen Anstrich zu geben, ohne den Ur-Charakter zu verdecken. Sei es, dass er den Opener leicht behäbiger und in seiner Grundatmosphäre sakraler und breiter arrangiert oder indem er den Tanz auf dem Vulkan durch volleren Sound und mächtigere, voluminösere Drums aufpeppt. Er beweist hier ein Gespür dafür, die Stärken der Titel noch mehr ins Licht zu rücken.

"The Fountain of Salmacis" ist zuerst, auch durch den tieferen Beinahe-Sprechgesang, düsterer angelegt als im Original. Später wirkt das Stück sehr dramatisch und bahnt sich unter anderem durch einen gnadenlosen Tiefbass den Weg in Mark und Bein.

"Firth of Fifth" ist ein orchestrales Meisterwerk und mit viel Atmosphäre adaptiert worden. Schön die "Kirchenorgel" zu Anfang, herrlich die sich umtänzelnden Instrumente im überleitenden Mittelteil: "Flamenco"-Gitarre, spannende Percussion und tragende Keyboardflächen wechseln sich ab und leiten über in den genialen Schlussteil mit grandiosem Gitarrensolo.

"Los Endos" ist hier in der Tat in der ultimativen Fassung zu finden. Wie der finale Satz einer grossen Symphonie. Mit Druck und Dampf, virtuos, treibend, teilweise dramatisch, dynamisch, verspielt, musikalisch, magistral.

Dass man Genesis-Stücke aber auch in den Sand setzen kann, beweist Hackett mit dem als Orchesterversion angelegten "Your own special way". Klingt "schwärzer" als im Original, was eigentlich noch ganz sympatisch ist, wirkt aber sonst tatsächlich wie eine seicht-seifige Castinggroup-Version eines Lionel Richie-Songs.

Der Rest ist abgesehen von der kakophonischen Krachnummer "Waiting Room only" ansprechend.

"For Absent Friends" kommt mir wie eine Blaupause für Gabriels Scratch My Back Coverversionen vor. "Wardrobe" ist der bluesig-verjazzte, karnevalesque Jahrmarkt Remix eines Stückes, das mit seinem "Dammdidamm" schon immer irgendwo den Schalk im Nacken hatte. Kann man machen...

"Valley of the Kings" und "Deja Vu" sind beides ganz nette Nummern, die ich zuvor nicht kannte, und die das Album für mich ordentlich abrunden. Alles in Allem ein mehrheitlich überzeugendes Album mit einigen ganz grossen Umsetzungen bereits grosser Werke. Empfohlen.

Anspieltipp(s): Firth of Fifth, Los Endos
Vergleichbar mit: Genesis
Veröffentlicht am: 23.1.2012
Letzte Änderung: 23.1.2012
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Steve Hackett

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Voyage Of The Acolyte 9.80 5
1978 Please Don't Touch 10.33 3
1979 Spectral Mornings 7.33 3
1980 Defector 9.33 3
1981 Cured 6.00 2
1983 Highly Strung 7.00 2
1983 Bay of Kings 7.50 2
1984 Till We Have Faces 5.67 3
1988 Momentum 10.50 2
1992 The Unauthorised Biography - 1
1992 Time Lapse 10.00 2
1993 Guitar Noir 11.50 2
1993 There Are Many Sides To The Night 14.00 1
1994 Timeless (MCD) 9.00 1
1995 Blues with a Feeling 1.00 2
1996 The Tokyo Tapes (DVD) 9.00 1
1997 A Midsummer Night's Dream - 1
1998 The Tokyo Tapes 9.00 2
1999 Darktown 10.67 3
2000 Feedback '86 2.33 4
2001 Live Archive 70,80,90s 11.00 1
2001 Live Archive 70's Newcastle 9.00 1
2002 Genesis Files - 2
2003 Live Archive - NEARfest 11.00 1
2003 Hungarian Horizons (Live in Budapest) 11.00 1
2003 Somewhere in South America... Live in Buenos Aires 13.00 2
2003 To Watch The Storms 11.00 4
2004 Live Archive 04 10.00 1
2004 Once above a time (DVD) 10.00 1
2004 Live Archive 03 11.00 1
2005 Metamorpheus 9.50 2
2005 Live Archive 05 9.00 1
2005 Spectral Mornings ('Musikladen' show) (DVD) 11.00 1
2006 Wild Orchids 10.33 3
2006 Live Archive 83 8.00 1
2009 Out Of The Tunnel's Mouth 11.50 2
2011 Live Rails 10.00 2
2011 Beyond the Shrouded Horizon 10.50 2
2012 Genesis Revisited II 13.00 3
2013 The Bremen Broadcast - Musikladen 8th November 1978 13.00 1
2013 Genesis Revisited: Live At Hammersmith 15.00 1
2014 Genesis Revisited: Live At The Royal Albert Hall - 2
2015 Wolflight 11.00 1
2015 The Man, The Music 11.00 1
2016 The Total Experience Live In Liverpool 11.00 1
2017 The Night Siren 12.00 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum