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Van Zyl

MemorySpace

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Synkronos Music
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Chuck Van Zyl Electronics

Tracklist

Disc 1
1. Time 3:23
2. All Souls' Day 6:39
3. September cemetery 12:33
4. Grave matters 4:49
5. Marble orchard nocturne 14:56
6. The dead of winter 8:57
7. Desolate consort 4:08
8. Stories in stone 13:40
9. Memento mori 4:52
Gesamtlaufzeit73:57


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Im Gegensatz zu vielen Elektronikkollegen ist Chuck Van Zyl kein Massenproduzent. Erst 15 Jahre nach dem Erscheinen von "The Relic" (1995) veröffentlichte der Amerikaner ein weiteres Soloalbum. In dieser Zeit war er an einigen Projekten beteiligt, die bisweilen auch Tonträger hervorgebracht haben (z.B. das E-Tasten-Gitarren-Duo The Ministry of Inside Things). Erst 2010 legte er dann mit "MemorySpace" sein drittes Soloalbum vor (wenn man verschiedene Tonbandkassettenproduktionen aus den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht mitzählt). Inzwischen ist auch sein Vorname auf dem Cover zu finden.

Auch wenn man aufgrund der "gotischen" Aufmachung des schlichten Digipacks (eines von Van Zyls weiteren Hobbys scheint es zu sein vor allem Gräber und Friedhofsstatuen auf Infrarotfilm abzulichten - einige dieser "anderweltigen" Schwarzweißbilder zieren Cover, Rückseite und Innenteile des Albums) annehmen könnte, dass es auf "MemorySpace" Gothic- oder Dark-Wave-Klänge zu hören gibt, hat sich an Van Zyls Musik im Vergleich zu den beiden Vorgängern wenig verändert. Klassische Elektronik in der Schulze-Tradition kommt hier aus den Boxen, eher filigran und schlicht, spacig und kosmisch und trotz des Covers und der etwas depressiven Tracktitel nicht sonderlich düster oder morbide, bisweilen etwas melancholisch vielleicht.

Getragen und karg gleiten die synthetischen Klänge dahin, nehmen bisweilen begleitet von muntereren Sequencergeflechten an Fahrt auf (darunter auch immer wieder die glockig-perlenden Gewebe à la "Xylotones" - siehe "Mirage"), ergehen sich ausgiebig in Klangfarben, die recht gelungen ein Streicher-, Flöten- oder Chormellotron imitieren (vielleicht ist es auch ein echtes), und erzeugen selten wirklich treibende rhythmische Muster (wie in "Marble Orchard Nocturne" z.B.). Manche Abschnitte haben zudem eher Ambient-Charakter, insbesondere das spacig-schwebende "Desolate Consort" oder das abschliessende "Memento mori".

"MemorySpace" ist eine ziemlich unverstaubt aus den Boxen schwebende, sehr typische Retro-Elektronik-Scheibe (wobei solche Musik immer etwas zeitloses an sich hat), die natürlich dem Genre nichts neues hinzufügt, bisweilen - wie bei solcherlei Musik üblich - etwas auf der Stelle tritt, Liebhabern klassischer Elektronik aber trotzdem (oder gerade deswegen) sehr zusagen sollte. Die ersten beiden Van-Zyl-Solowerke sind allerdings eine Spur spannender ausgefallen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.9.2013
Letzte Änderung: 4.8.2015
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Van Zyl

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Celestial Mechanics 10.00 1
1995 The Relic 10.00 1
2012 Cenotaph 9.50 2
2014 Rituals 10.00 1
2016 Recitals 11.00 1

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