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Björk

Debut

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1993
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label:
Durchschnittswertung: 10.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Björk Gudmundsdottir vocals,keyboards,brass arrangement
Marius De Vries keyboards and programming
Paul Waller keyboards and programming
Martin Virgo keyboards and programming
Garry Hughes keyboards and programming,hammond organ
Luis Jardim drums and percussion,bass
Bruce Smith drums and percussion
Nellee Hooper drums and percussion
Jhelisa Andersom backing vocals
Corky Hale harp
Jon Mallison guitar
Talvin Singh tabla, strings-musical director
Sureh Sathe arranger
Oliver Lake brass arrangement
Oliver Lake,Gary Barnacle,Mike Mower brass

Tracklist

Disc 1
1. Human behaviour 4.12
2. Crying 4.49
3. Venus as a boy 4.41
4. There's more to life than this (Recorded live at the Milk Bar toilets) 3.21
5. Like someone in love 4.33
6. Big time sensuality 3.56
7. One day 5.24
8. Aeroplane 3.54
9. Come to me 4.55
10. Violently happy 4.58
11. The Anchor Song 3.32
12. Play dead 3.57
Gesamtlaufzeit52:12


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 3)


Ms Gudmundsdottir hat nach ihrem Ausstieg bei den Sugarcubes hier ein sehr überzeugendes Debut hingelegt. Ratternde Industrial-Beats, trancige Pads, expressiv-überdrehte Vocals, unbequeme Lyrics, seltsam schwerelose Arrangements, richtig gute Witze, Pathos... alles da.

"Human Behaviour" beginnt mit irgendetwas wie Jungle, zu dessen Groove Bjork in jazzig-schrägen Harmonien singt. Reinhören ist nötig, aber dafür gibt es auch nach mehrmaligstem Konsum keine Langeweile. "Crying" geht mehr in die Techno-Ecke, besticht aber durch Sound, Stimme und Lyrics, wenn der Track auch nicht so wahnsinnig originell daherkommt - aber gut gemachter, tanzbarer Pop mit einigen Ecken und Kanten findet sich ja nun auch nicht überall. "Venus as a Boy" betet einen jungen Herrn an in schwelgenden Marimba-mäßigen Sounds und HarmonieVocals zum Wegfliegen. Hier haben wir nun ein gutes Beispiel dafür, wie sich Bjork im Kitsch suhlt, ohne dabei zu verkleben.

"There s more to life than this" liegt uns im "Toilet Mix" vor, und das bedeutet, dass die Backing Tracks im Hintergrund laufen, während Bjork auf der Toilette sitzend dazu singt. Wahnsinnig witzig, vor allem die Stellen, an denen andere Leute in den Raum kommen oder die Türen auf und zu fliegen... Unbedingt mal anhören, auch die Bjork-Hasser!

"Like Someone in Love" ist ein Cover das Jazz-Standards... mit Harfe und Stimme! So lyrisch kann Pop sein, wundervoll, zart, zum Verlieben - und wenn Bjork ihr "aaaroooounnnnnd" haucht, ist es zumindest um den Rezensenten geschehen... "Big Time Sensuality" war eine erfolgreiche Single. Guter Pop mit netter Melodie, höchst tanzbar, leider nicht mehr."One day" ist wieder Trance von der hypnotischen Sorte. Richtig gut gemacht, aber für Prog-Ohren sicher nicht viel. "Aeroplane" bringt inmitten von Grooves Bläser-Breaks, die an Motorpsycho erinnern. Witzig, schräg, anarchisch.

"Come to me" gehört zu "Crying" und "One Day". Besser als der Durchschnitt dieses Genres, aber nicht wirklich hervorstechend. Das gilt aber nicht für "Violently Happy", vielleicht eine der großen Hymnen der Londoner Clubszene zur damaligen Zeit. Pulsierend, aggressiv, pathetisch. Klasse. "The Anchor Song" macht da weiter, wo "Aeroplane" aufgehoert hat. Bjork singt responsorisch gegen einen Bläsersatz. Schräg, aber melodisch und insgesamt sehr, sehr originell. "Play dead" bringt den großen schwelgenden Abschluss, Pathos und Schmerz, unglaublich intensiv. Der einzige richtige Song auf der Platte (Strophe-Refr-Strophe-Refr...), und trotzdem nicht klischeebehaftet. Übrigens eine Zusammenarbeit mit Jah Wobble (und trotzdem gut ;-) )

Fazit: gute Scheibe, man sollte keine Berührungsängste mit den moderneren Klängen und Musikrichtungen haben.

Anspieltipp(s): Venus as a boy, Play dead, zum Kichern: There's more to life than this
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.6.2002
Letzte Änderung: 10.6.2002
Wertung: 9/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 3)


"Human Behaviour" mit seinem "Rhodesian-Railway-Nachtzug-Ruckel-Groove" hat mich vom ersten Hören an gepackt. Dazu die zerbrechliche, intensive, zum Teil kindliche Stimme von Björk, die schrägen Riffs und die tiefen Kesseltoms: tolles Debut.

Die übrigen Stücke können das hohe Niveau des openers und die Spannung, die er erzeugt, weitgehend halten. So sind vor allem "Venus as a boy", "like someone in love", "one day", "anchor song" (mein Favorit) und "play dead" sehr stark. Eher gewöhnlich finde ich Titel 4 und 8.

Das progressivste Element dieser Musik ist sicher die Stimme. Sie gibt den Kompositionen eine unverwechselbare Note. Debut ist im Vergleich zu den neueren Werken der Isländerin sicher ein sehr zugängliches Werk, die Stücke sind sehr modern, zum Teil sogar tanzbar ("violently happy", "Crying", "big time sensuality"). Gehört in jede gut sortierte Sammlung.

Anspieltipp(s): anchor song, play dead, human behaviour
Vergleichbar mit: proggiger Pop
Veröffentlicht am: 29.10.2004
Letzte Änderung: 15.4.2015
Wertung: 10/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 3 von 3)


Die Meinungen über die isländische Künstlerin Björk Gudmundsdottir gehen schon alleine aufgrund ihrer Stimme stark auseinander. Für viele ist ihr Quieken, Gurren, Schreien, Piepsen eine Ohrenqual, anderseits macht gerade ihr sehr abwechslungsreich eingesetztes Sangesorgan einen großen Teil des Reizes ihrer Musik aus. Zwar hat sie sich inzwischen von ihrem schlicht betitelten ersten Album "Debut" etwas distanziert und dies als noch nicht ganz ausgereiftes Frühwerk aus Fragmenten bezeichnet, doch insgesamt ist ihr Erstlingswerk immer noch mein persönliches Björk-Highlight.

Neben zeitgemäßen Dancesounds und elektronischen Rhythmen sind es vor allem die vielfach verschachtelten Arrangements, das interessante Nebeneinander von z.B. Elektronik und Geigen, Saxophon oder Tablas, welches die Musik der Isländerin unheimlich gehaltvoll wirken lässt. Doch neben voluminöser Eleganz dürfen es auch mal nur spartanische Harfenklänge wie bei "Like someone in love" sein. Zudem enthält das Album mit "Human behaviour", "Big time sensuality" und "Violently happy" einige Titel, die es erstaunlicherweise trotz ihrer Sperrigkeit in die Charts schafften.

Stilistisch gibt es neben den bereits erwähnten Dancesounds, die aber nie billig oder müde programmiert klingen, leichte Musical- und Jazzanleihen, isländische Folkore und bei "Play dead" durch die Zusammenarbeit mit dem für die James Bond Soundtracks zuständigen David Arnold einen der besten, leider nie verwendeten "007" Titelmelodien.

In einer Stimmungstiefe, die von Melancholie, Aggressivität bis hin zu fragiler Verletzlichkeit reicht, berührt dieses Album auch emotional und ebnete damit den Solo-Weg für eine der momentan interessantesten Protagonistinnen der Popkultur.

Anspieltipp(s): Violently happy, Play dead
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.12.2004
Letzte Änderung: 2.12.2004
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Björk

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 Post 8.50 2
1996 Telegram 10.00 1
1997 Homogenic 13.00 2
2000 Selma Songs 13.00 2
2001 Vespertine 15.00 3
2002 Greatest Hits (Volumen 1993-2003) 11.00 1
2002 Vespertine live at the Royal Opera House 2001 (DVD) 14.33 3
2003 Post live 12.00 1
2003 Homogenic live 12.00 1
2004 Medulla 12.75 4
2004 The Music From Drawing Restraint 9 12.00 1
2007 Volta 11.00 2
2011 Biophilia 12.50 2
2015 Vulnicura 15.00 1
2015 Vulnicura Strings 12.00 1
2016 Vulnicura Live 12.00 1

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