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Van Zyl

Cenotaph

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik
Label: Synkronos Music
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Chuck Van Zyl Electronics

Tracklist

Disc 1
1. Angelos 21:31
2. Sentinel 14:39
3. Visitation 4:48
4. Charon 13:04
5. Forever Distant 16:19
Gesamtlaufzeit70:21


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Chuck van Zyl zum vierten. Nachdem sich der Amerikaner für den Nachfolger von "The Relic" 15 Jahre Zeit gelassen hatte, erschien schon zwei Jahre nach "MemorySpace" Soloalbum Nummer vier. Auch das Digipack in dem "Cenotaph" geliefert wird zieren einige von van Zyl gemachte Infrarot-Friedhofsaufnahmen, was vermeintlich melancholisch-düstere Klänge erwarten lässt. Aber auch hier sind recht klassische, von der Berliner Schule, insbesondere von Klaus Schulze inspirierte Elektronikklänge zu finden.

"Angelos", "Charon" und das abschließende "Forever Distant" sind meist sehr schwungvoll voran gleitende, exzellent produzierte, farbige, sequenzerbestimmte Elektroniknummern, die sich kosmisch-spacig und mächtig aus den Boxen schieben und jedem Freund solcherlei Musik begeistern sollten (so er denn mehr davon braucht). Interessant sind die bisweilen auftauchenden, sehr kernigen E-Pianolinien, die der Musik eine ungewohnte Härte verleihen. Die letzten zehn Minuten von "Forever Distant" zeigen zudem exemplarisch wie munter und luftig und gleichzeitig komplex elektronische Musik sein kann.

"Sentinel" und "Visitation" bewegen sich dagegen recht träge voran, bestehen aus gemächlich dahinmäandernden Synthesizerlinien, hallenden Chorimitationen und kernig-sonoren Einschüben ("Sentinel"), ehe van Zyl dann in "Visitation" wenig überzeugend mit kargen, wenn auch klangvollen Streicherimitaten (so à la reduziertes Mellotron) experimentiert. Das klingt zwar ganz authentisch (in Bezug auf den Violinenklang), dümpelt aber etwas uninspiriert und zäh dahin; zum Glück nur 5 Minuten lang. Mit "Charon" nimmt die Musik dann wieder Fahrt auf.

"Cenotaph" bietet - bis auf den etwas zähen Mittelteil - hochklassige, sehr homogene und dynamische Retroelektronik, die natürlich wenig Neues bietet (das aber auch gar nicht will), die aber bei wirklich fantastischem Klang jeden Freund solcher Klänge sehr zufrieden stellen sollte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.10.2013
Letzte Änderung: 6.10.2013
Wertung: 9/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Berlin liegt in den USA. Doch, doch, irgendwo in Pennsylvania muss es liegen! Gut, ich gebe zu, dieser Gag ist geklaut und lediglich etwas abgewandelt, und so richtig zündet er in diesem Fall nicht, denn in Pennsylvania gibt es tatsächlich einen Ort namens Berlin. Oder hat sich dort eine Schule elektronischer Musik von Klängen der hiesigen Berliner Schule inspirieren lassen? Zumindest der aus Pennsylvania stammende Musiker Chuck van Zyl eifert eindeutig teutonischer Sequenzer-Elektronik nach, und das so erfolgreich, dass man beim Hören seines 2012 erschienenen Albums Cenotaph permanent den Eindruck hat, einer verschollenen Session von Klaus Schulze oder Tangerine Dream aus den 70ern zu lauschen.

Sequenzerpatterns grundieren die Stücke, darüber liegen Klangbögen der Synthies, wie sie auch von Berliner Elektronikern ersonnen sein könnten, dazu zischt oder zwitschert es im Hintergrund immer wieder. Recht flott kommt das meist daher, nur Sentinel nimmt das Tempo zurück. So übel wie der Kollege finde ich dieses Stück allerdings nicht, ganz im Gegenteil, die mächtigen Mellotron-Chöre können mich durchaus begeistern.

Das einzige Stück, in dem Chuck van Zyl sich von den großen Vorbildern absetzt, ist das kurze Visitation - und das ist prompt das schwächste Stück des Albums. Ein uninspiriertes Streicher-Imitat, das ziellos vor sich hin nudelt. Dann doch lieber weiter berlinern! Das hat zwar null Eigenständigkeit, macht aber dem Sequenzer-Jünger Spaß.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.2.2014
Letzte Änderung: 2.2.2014
Wertung: 10/15
eigentlich 9 wegen mangelnder Eigenständigkeit, aber es macht doch zu viel Spaß...

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Van Zyl

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Celestial Mechanics 10.00 1
1995 The Relic 10.00 1
2010 MemorySpace 9.00 1
2014 Rituals 10.00 1
2016 Recitals 11.00 1

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