SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
20.9.2017
Panther & C. - Il Giusto Equilibrio
19.9.2017
Mastermind - Until Eternity
Hällas - Hällas
Pere Ubu - The Pere Ubu Moon Unit
Arabs in Aspic - Victim of Your Father´s Agony
17.9.2017
VagusNerve - Lo Pan
Guerilla Toss - Gay Disco
Igorrr - Hallelujah
Zanov - Moebius 256 301
Zelinka - Zelinka
Arabs in Aspic - Syndenes Magi
16.9.2017
Papir - V
Filter-Kaffee - 100
Guerilla Toss - Gay Disco
Igorrr - Poisson Soluble
15.9.2017
Pure Reason Revolution - Hammer and Anvil
Igorrr - Savage Sinusoid
Mystery - Second Home - Live at the ProgDreams V (DVD)
ARCHIV
STATISTIK
23872 Rezensionen zu 16311 Alben von 6334 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Björk

Vespertine

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Moderne Electronica
Label: polydor
Durchschnittswertung: 15/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Björk Gudmundsdottir vocals,basslines,arrangements,programming
Jake Davies programming,protools
Damian Taylor programming
Guy Sigworth programming,choir arrangements,clavichord,celeste
Matthew Herbert programming
Matmos programming
Vinze Mendoza arrangements
Thomas Knak programming
Valgeir Sigurdsson beat programming,protools
Zeena Parkins harp,harp arrangements
Caryl Thomas harp
Jan <Stan> Kybert protools
Marius de Vries programming
Jack Perron adaptation to music box
Martin Console programming

Tracklist

Disc 1
1. hidden place 05:29
2. cocoon 04:28
3. it's not up to you 05:08
4. undo 05:38
5. pagan poetry 05:14
6. frosti 01:41
7. aurora 04:39
8. an echo a stain 04:04
9. sun in my mouth 02:40
10. heirloom 05:12
11. harm of will 04:36
12. unison 06:47
Gesamtlaufzeit55:36


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 3)


Ganz, ganz zurückgezogen, im Winter im tiefsten Island hat Björk diese 12 Perlen der stillen Kälte zu CD gebracht. Und so erwartet uns Musik, die eigentlich zu keinem schlechteren Zeitpunkt hätte veröffentlicht werden können: Im Hochsommer, der im tropisch angehauchten Trier nochmal eine Nummer wuchtiger daherkommt. Das ist aber auch schon die einzige Kritik, die ich an der Scheibe anbringen möchte. Björk schafft einen Spagat von unglaublicher Reichweite: Wir haben äußerst originelle Drumloops (Atemgeräusche statt hihat...), wir haben beinahe kindliche (Musicbox...) oder klassische (Streichquartett, Kirchenchöre...) Instrumente, dazu gewohnt ungewöhnliche Melodien mit dieser so charmant extrovertierten Stimme (Sun In My Mouth mag besonders hervorstechen), sehr schöne Synthiesounds... und sooo viel Stille zwischen den Zeilen!

Voller Understatement und Intimität entfalten sich Klanggebilde, die das beste der bisherigen Vita der Isländerin mitbringen, ohne aber nicht auch neue Wege einzuschlagen. Und so treffen sich die Extreme, die aggressive In-Your-Face-ness der bisherigen Alben vermischt sich mit der schneeweißen Kälte des Isländischen Winters zu einer magischen Selbstverständlichkeit der Musik. Nichts an diesem Werk wirkt aufgesetzt, die Kompositionen haben Ecken und Kanten, gehen so gar nicht ins Ohr, sind so gar nicht zum Mitsummen, haben gleichwohl allerdings eine unglaubliche Faszination; vor allem sind Björks Vocal-Linien so ungewohnt, dass man nie denkt, man habe eben dies doch schon mal gehört. Und das alles in einer entwaffnenden Schönheit, die bisher ihresgleichen sucht dieses Jahr. Ein heißer Anwärter auf meine CD des Jahres!

Anspieltipp(s): Pagan Poetry, Unison, It's not up to you
Vergleichbar mit: Mark Hollis (Stimmung)
Veröffentlicht am: 10.6.2002
Letzte Änderung: 30.8.2004
Wertung: 15/15
DER Klassiker des Avantgarde für mich

Zum Seitenanfang

Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 3)


Billig fand ich bei meinem Gebrauchthändler die SACD-Version dieser Platte. Seitdem habe ich die normale CD übrig.

Musikalisch ist dies neben der letzten Platte der Isländerin eines der spannendsten Werke, die mir je zu Ohren gekommen sind. Trotz aller Ecken und Kanten finde ich die Musik ins Ohr gehend (im Gegensatz zu Thomas). Ihre Stimme ist wandlungsfähig, mal klingt sie wie ein schüchternes Mädchen (Undo), mal elfenhaft (It's not up to you), mal selbstbewußt (Heirloom).

Auch wie sie in den Arrangements Akzente setzt, läßt sich besonders auf der SACD hören. Neben diversen Klängen quer durch die Musikwelten, spielt sie besonders mit den Stimmen. So steht sie im erwähnten "It's not up to you" akustisch in Zweierreihe vor einem, allerdings auch noch in der Tiefe gestaffelt, während die begleitenden Chöre von rechts und links ertönen. Klanglich noch eine ganze Spur klarer und dynamischer als die CD, bietet Björk mit diesem Mix die definitive 5.1-SACD (gleichwertig mit "Medulla").

So bleibt einem nur noch übrig, die Augen zu schließen und in diese Klangwelt im wahrsten Sinne des Wortes einzutauchen. Mit der SACD ist dies ohne Probleme möglich.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.1.2005
Letzte Änderung: 23.1.2005
Wertung: 15/15

Zum Seitenanfang

Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


"Vespertine" setzt dort an, wo Homogenic mit "All Is Full Of Love" endete.

Björk fährt auf diesem Meilenstein den verbliebenen "Pop"-Anteil (sofern man das überhaupt so bezeichnen kann) des Vorgängers praktisch auf Null herunter (ausgenommen sind in Ansätzen "Hidden Place" und "Aurora") und schenkt uns zwölf musikalische Perlen von solcher Schönheit und Zeitlosigkeit, dass man nur begeistert sein kann. Von Björks Stimme kann man nur immer wieder von Neuem schwärmen: emotional, zerbrechlich, einzigartig, authentisch. Diese Stimme kann man eigentlich nur lieben.

Diese Musik braucht keine Gitarren, kein Piano, keinen grummelnden Bass. Die elektronischen "Beats", die Blubbereien, das Geknister und Gekratze, Gebrumme und Geraschel ist so spannend und abwechslungsreich und lässt die Stimme doch jederzeit strahlend über allem stehen.

Der Sound der Aufnahme ist brilliant, extrem klar und in jedem Frequenzbereich sauber; in den tiefen Lagen nie matschig, in den hohen Lagen nie zischend oder schrill, in den Mitten stets präsent.

Ich schrieb es oben und ich wiederhole mich gerne: "Vespertine" ist ein Meilenstein moderner Musik und eines der stärksten Alben des jungen Jahrtausends. Sehr empfohlen.

Anspieltipp(s): Hidden Place; An Echo, A Stain
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.12.2011
Letzte Änderung: 8.12.2011
Wertung: 15/15
ein Traum von einem Album

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Björk

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Debut 10.33 3
1995 Post 8.50 2
1996 Telegram 10.00 1
1997 Homogenic 13.00 2
2000 Selma Songs 13.00 2
2002 Greatest Hits (Volumen 1993-2003) 11.00 1
2002 Vespertine live at the Royal Opera House 2001 (DVD) 14.33 3
2003 Post live 12.00 1
2003 Homogenic live 12.00 1
2004 Medulla 12.75 4
2004 The Music From Drawing Restraint 9 12.00 1
2007 Volta 11.00 2
2011 Biophilia 12.50 2
2015 Vulnicura 15.00 1
2015 Vulnicura Strings 12.00 1
2016 Vulnicura Live 12.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum