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Tatvamasi

Parts of the Entirety

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion
Label: Cuneiform
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Grzegorz Lesiak Gitarre
Tomasz Piatek Tenorsaxophon
Lukasz Downar Bass
Krzysztof Redas Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Unsettled Cyclists Peloton 7:53
2. Collapse of Time 5:53
3. Rhubanabarb 8:19
4. Shape Suggestion 9:12
5. An Eccentric Introvert in a Study Filled With Broken Mirrors 11:45
6. Astroepos 14:06
7. Buy 2, Take 3 5:12
Gesamtlaufzeit62:20


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Über die polnische Formation Tatvamasi ist nicht viel in Erfahrung zu bringen. Ihre Anfänge reichen zurück ins Jahr 2003, als Gitarrist Grzegorz Lesiak nach einem schweren Autounfall mehrere Monate im Krankenhaus verbringen musste und während seiner langen Rekonvaleszenz das musikalische Konzept für Tatvamasi erdachte. Das Debütalbum Parts of the Entirety erschien dann im Herbst 2013 beim amerikanischen Cuneiform-Label.

Mit dem Namen Cuneiform verbindet sich sogleich die Erwartung eher schräger Klänge, und damit liegt man auch nicht verkehrt. Wobei die Musik des Quartetts gar nicht mal so schräg ist (was Melodic-Freaks vermutlich anders sehen werden). Jazzrock ist jedenfalls angesagt, nicht der gefälligen Art, sondern kantig und vertrackt. Die komplett instrumentalen Stücke stammen allesamt aus der Feder von Grzegorz Lesiak. Der steht dabei gar nicht mal so stark im Vordergrund, tritt häufiger sogar etwas hinter das Saxophon von Tomasz Piątek zurück. Trotzdem ist sein variables Spiel auf der Gitarre einer der Grundpfeiler der Musik, ob er nun in komplexen Riffs die Musik vorantreibt oder in fein verzwirbelten, dennoch vertrackten Läufen ein filigranes Geflecht erzeugt. Meist spielt er die Gitarre „clean“, allenfalls wird leichte Verzerrung eingesetzt. Trotzdem kann er der Musik eine ordentliche Dynamik verleihen, die durch Tomasz Piąteks kräftiges, gerne auch schrill quietschendes Getröte noch verstärkt wird. Die Rhythmusfraktion aus Łukasz Downar am Bass und Krzysztof Redas am Schlagzeug hält selbstbewusst dagegen.

So entsteht ein komplexes und meist druckvolles Gebräu, das den Liebhaber des RIO-orientierten Jazzrock über die gute Stunde Laufzeit angenehm unterhält… vorausgesetzt, man stört sich nicht an der Tatsache, dass derartige Klänge nun auch schon lange nicht mehr neu sind. Gerade im Programm des Cuneiform-Labels finden sich doch eine ganze Reihe Produktionen, auf denen ganz ähnliche Musik zu hören ist. Das ändert zwar nichts an der Qualität der Musik und der Versiertheit der beteiligten Musiker, aber das Gefühl, vieles hier schon anderswo gehört zu haben, beschleicht einen doch immer wieder. Dazu kommt, dass in manchen Passagen, vor allem wenn die Dynamik etwas zurückgefahren wird, das Quartett dazu tendiert, um sich selbst zu kreisen. Etwas unfeiner ausgedrückt, manchmal wird dann doch etwas ziellos herumgenudelt. In Teilen von Shape Suggestion und Astroepos ist das beispielsweise der Fall. Ist insgesamt aber die Ausnahme.

Wer also auf Jazzrock der komplex-vertrackten Art steht und sich nicht daran stört, dass die hier zu findende Musik nicht gerade neuartig ist, kann sich das Debüt des polnischen Quartetts unbesorgt zulegen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.11.2013
Letzte Änderung: 1.11.2013
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tatvamasi

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2017 Amor Fati 11.00 1

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