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24975 Rezensionen zu 17123 Alben von 6671 Bands.
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David Bowie

Hours

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream
Label: Virgin
Durchschnittswertung: 9.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

David Bowie Gesang, Keyboards, Gitarre

Gastmusiker

Reeves Gabriels Gitarre
Mark Plati Bass, Gitarre, Keyboards
Mike Levesque Schlagzeug
Sterling Campbell Schlagzeug
Chris Haskett Gitarre
Everett Bradley Percussion
Holly Palmer Gesang ("Thursday's Child")

Tracklist

Disc 1
1. Thursday's Child 5:22
2. Something In The Air 5:46
3. Survive 4:11
4. If I'm Dreaming My Life 7:05
5. Seven 4:05
6. What's Really Happening? 4:10
7. The Pretty Things Are Going To Hell 4:41
8. New Angels Of Promise 4:37
9. Brilliant Adventure 1:52
10. The Dreamers 7:46
11. Data Track 2:40
Gesamtlaufzeit52:15


Rezensionen


Von: Thomas Thielen @ (Rezension 1 von 3)


Um diese Platte gab es im Vorfeld ja nun reichlich Wirbel - HMV drohte damit, alle Platten, die zunaechst nur im Internet angeboten wuerden, zu boykottieren. Dass sich Herr Bowie davon nicht beeindrucken liess, liegt wohl auf der Hand...

Nach den beiden letzten, experimentelleren Bowie-Alben (Outside und Earthling) wirkt "Hours..." fast schon ruhig. In jedem Fall ist eine Rueckkehr zu Songstrukturen zu erkennen, das mit-dominierende Klavier von Mark Plati fehlt vollkommen (fast nur Synthies), Reeves Gabrels ist naeher an Mainstreamsounds auf der Gitarre, ohne aber dabei seinen guten (?) Geschmack zu verlieren. Die Drums sind unglaublich gewoehnungsbeduerftig, weil sie in 80er Manier ganz ohne die in den 90ern ueblichen Synkopen-Offbeats auskommen - aber was auf den ersten Blick (aeh, Hoer...) hoelzern klingt fuegt sich bald als interessanter Stilbruch ins Gesamtbild.

Und das gilt eigentlich fuer die gesamte Platte. Was beim ersten Durchhoeren gewoehnlich und poppig klingt, eroeffnet beim zweiten Mal einiges an harmonischem Potential - auch die Single "Thursday's Child", deren ueberraschende Tongeschlechtswechsel, die Bowie immer mit einem vorgehaltenen Ton, haarscharf an "falsch" vorbei GEGEN die keyboards, die einen halben takt spaeter nachziehen, wirklich (jaja, klischee) verstoeren. "Something in the Air" bietet einfallsreichen Pop, der immer um eine Ecke mehr geht, als man denkt. Erst am Ende erkennt man hier Gabrels' Gitarre mit typischem pitch-shifter und flanger. "Survive" ist eine nette akkustische Ballade, die mit ihren Macken dafuer sorgt, dass sie aus dem Einheitsmatsch hervorsticht und haengenbleibt: siehe Lyrics: "i will survive your naked eyes". wow.

"If I am dreaming my life" erinnert z.t. an Peter Gabriel in rockiger. Ein in 3 Teile gegliedertes Stueck mit vielen Tempo und Beat-Wechseln, daemonisch, klasse.

"Seven" bringt uns wieder eine akk. Gitarre, einen sarkastischen Text und gar nicht so dumme Harmonien.

"What's really happening?" ist wieder genauso "haunting", wie man es erwartet (nein, kein Mellotron...). Hier darf Gabrels dann auch mal die Trickkiste pluendern!

"The Pretty Things All Go to Hell" ist ein recht straighter Rocker, der vor allem durch den Transistoramp-Distortion-Sound von Gabrels an Konturen gewinnt. Herrliche Mischung aus Dilletantismus und Genialitaet.

Die "New Angels Of Promise" lassen uns wieder mal alle Bowieschen Stimmungen durchlaufen, schlottern mit ungewoehnlichen Melodien und seltsamen Sounds.

Das "brilliant adventure" von Gabrels und Bowie stellt sich als atmosphaerisches, duesteres Zwischenstueckchen in seiner kurzen Impro (1.39) vor den pathetischen (ironischen?) Schlusstrack, "The Dreamers". Musikalisch ganz fruehen Bowie-Platten vergleichbar, aber doch soundmaessig wieder mal aeusserst 90er-verhaftet, versoehnt dieser Track die schraeggeklopften Ohren mit "schoenen" Melodien und eingaengigeren Lyrics ("He was the last of the dreamers"), die ich allerdings nicht ohne Augenzwinkern verstehen kann - nicht von Mr Bowie!

Fazit: Eine nicht ganz so wahnsinnige Platte wie "Outside", sanfter als "Earthling", kompositorisch naeher am Mainstream, ohne sich anzubiedern oder etwa nicht herauszustechen, interessante Arrangements mit unglaublich vielen gewollten "No-No"s, die sich dann in ein skurilles Gesamtbild einpassen - naja, Bowie eben.

Anspieltipp(s): Tuesday's child, What's really happening, The dreamers
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.6.2002
Letzte Änderung: 10.6.2002
Wertung: 10/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 2 von 3)


Auf seinem letzten Album des letzten Jahrtausends, „Hours…“, ist David Bowie zugegebenermaßen nicht mehr übermäßig innovativ. Viel Neues bekommt man hier nicht mehr zu hören. Keine Experimente mehr, keine neuen Stilrichtungen, die Bowie ausprobiert geschweige denn mit initiiert. „Hours…“ ist ein Pop-Rock-Album geworden, angefüllt mit Stücken, die fast alle auch radiotauglich sind.

Aber genau diese Stücke haben es trotzdem in sich, denn auf „Hours…“ hört man Pop- beziehungsweise Rock-Musik auf allerhöchstem Niveau. Das Album ist angefüllt mit Nummern, die ziemlich schnell ins Ohr gehen, allerdings auch nach mehrmaligem Hören nichts an ihrem Reiz verlieren. Und auch wenn hier deutlich weniger Experimente zu hören sind, 08/15-Musik ist das auf gar keinen Fall. Stellvertretend dafür steht so ein Song wie „If I'm Dreaming My Life“. Da wird in den ersten der sieben Minuten Dauer gerockt, um dann in einen sphärischen Teil überzugehen, in denen die Aussage „Dreaming My Life“ Mantra-ähnlich wiederholt wird.

Oder da gibt es so ein unglaublich intensives Stück wie „Something In The Air“. Klasse, packende Melodie und immer wieder wird Bowies Stimme gedoppelt und dabei der eine Teil bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Klasse gemacht. Es finden sich eingängige und auch für David Bowie fast schon typische Popsongs wie „Thursday‘s Child“, „Something In The Air“ oder „Seven“ neben einer, dann doch experimentelleren Klangpassage wie „Brilliant Adventure“, welche auch perfekt auf dem Album „Low“ von 1977 Platz gefunden hätte.

Gerockt wird auch. „Brilliant Adventure“ klingt dabei schon ungewöhnlich heftig im Songkatalog des David Bowie, während er bei der Pop-Nummer „New Angels Of Promise“ einmal mehr seinen eindrucksvollen Gesang auslebt.

Fazit: Der Hörer bekommt viel geboten auf „Hours…“. Kein schlechter Titel hat sich auf die Platte verirrt, ganz im Gegenteil sogar, hier klingt wirklich alles. Dabei können die Melodien den Hörer meist schnell packen und bleiben auch hängen. Klar ist das Ganze nicht mehr so innovativ, wie vielleicht in den 70er Jahren. Aber hier hört man gut gemachten Pop und der lohnt sich in diesem Fall wahrlich.

Anspieltipp(s): Something In The Air, If I'm Dreaming My Life, Seven, Brilliant Adventure, New Angels Of Promise
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.9.2012
Letzte Änderung: 16.9.2012
Wertung: 10/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 3 von 3)


Dies war das 21. Studioalbum von David Bowie. Wieder einmal verließ er ausgetretene Pfade, entfernte sich weit von den eher experimentellen Vorgängern und bastelte ein relative simples und eingängiges Werk. Es ist das Album eines älteren Gentleman mit viel Lebenserfahrung und Reife.

Bowies's Musik klang lange nicht mehr so luftig und locker, so als sei er komplett mit sich im Reinen gewesen bei den Aufnahmen. Man kann viele mit Gefühl und Raffinesse gespielte Synthieteppiche hören und die Gitarre bricht selten in härtere Gefilde aus; der Bass spielt warm und sanft und die Drums wollen um keinen Preis auffallen.

So beginnt das Album mit der Single THURSDAY'S CHILD bedächtig und mit dicht gewebten Synthieteppichen. Auch SOMETHING IN THE AIR hat nur Midtempo und das zerbrechliche und mit einer gefühlvollen Leadgitarre gespielte SURVIVE ist ebenfalls gemäßigt.

Viel Abwechslung und Tempowechsel bietet IF I'M DREAMING MY LIFE. Dieses Lied steht im Mittelteil fast komplett, um in letzter Sekunde langsam wieder anzuziehen. Mit SEVEN geht es sphärisch dicht und einer interessanten Gesangslinie weiter. WHAT'S REALLY HAPPENING ist treibender und krallt sich schnell im Ohr fest. Diese Tempoerhöhung setzt sich dann nahtlos im rockigen THE PRETTY THINGS ARE GOING TO HELL mit einer aggressiven Leadgitarre fort.

NEW ANGELS OF PROMISE ist komplexer, besitzt Takt- und Tempowechsel und wirkt fast fremd im Gesamtkontext. BRILLIANT ADVENTURE ist kurz, klingt fernöstlich und schwächer. Mit dem Schlusssong THE DREAMERS klingt das Album aus. Hier geht er weit zurück in die 70'er Jahre, ohne aber den damaligen Sound einfach nur zu kopieren. Die Gitarren sind wiederum sehr zurück haltend, die Synthies bestimmen das Gesamtbild.

„Hours“ ist ein Album das zwar nicht mehr den Reiz der frühen Jahre besitzt, jedoch immer noch punkten kann durch gut durchdachte Songs. Mit Progressive Rock hat das Ganze aber nicht viel zu tun. Trotzdem ist das Album auch für Proggies gut hörbar ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

Anspieltipp(s): What's really happening
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.2.2017
Letzte Änderung: 12.2.2017
Wertung: 8/15
gutes Spätwerk eines einstigen enfant terrible, wem der Prog nicht fehlt legt 2 Punkte drauf

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von David Bowie

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Space Oddity 11.00 1
1971 The Man Who Sold The World 9.00 1
1971 Hunky Dory 13.00 2
1972 The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars 12.00 1
1973 Aladdin Sane 9.50 2
1974 Diamond Dogs 8.33 3
1974 David Live 11.00 1
1976 Station to Station 11.50 2
1977 Low 9.50 2
1977 Heroes 13.00 1
1978 Stage 10.50 2
1979 Lodger 9.00 1
1980 Scary Monsters 10.00 2
1983 Let's dance 6.00 2
1984 Tonight 4.00 1
1986 Labyrinth 1.00 1
1987 Never let me down 3.00 3
1993 The Buddha Of Suburbia 12.00 1
1993 Black Tie White Noise 5.00 1
1996 Outside: The Nathan Adler Diaries 13.00 2
1997 The singles collection - 1
1997 Earthling 10.00 1
2002 Heathen 11.50 2
2002 Slow Burn 11.00 1
2003 Reality 9.25 4
2008 Live Santa Monica '72 11.00 1
2008 David Bowie Box - 1
2010 A Reality Tour 11.00 1
2013 The Next Day 10.00 2
2014 Nothing Has Changed. - 1
2016 Blackstar 13.00 3
2018 Welcome to the Blackout (Live London '78) 10.00 1

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