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Blackfield

IV

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Independent / Alternative; Rock / Pop / Mainstream
Label: Kscope
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Aviv Geffen vocals, guitar, keyboards
Steven Wilson vocals, guitar
Tomer Z drums
Seffy Efrati bass
Eran Mittelman keyboards

Gastmusiker

Vincent Cavanagh vocals ("X-Ray")
Brett Anderson vocals ("Firefly")
Jonathan Donohue vocals ("The Only Fool is Me")

Tracklist

Disc 1
1. Pills 3:34
2. Springtime 2:25
3. X-Ray 2:37
4. Sense of Insanity 3:24
5. Firefly 2:47
6. The Only Fool is Me 1:54
7. Jupiter 3:46
8. Kissed by the Devil 3:04
9. Lost Souls 2:58
10. Faking 3:33
11. After The Rain 1:26
Gesamtlaufzeit31:28


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Warum werden Alben von Blackfield eigentlich auf den babyblauen Seiten besprochen? Wo es hier doch um Progressive Rock und Artverwandtes gehen soll... ach ja, Steven Wilson ist ja einer der Protagonisten hier. Nun, dieses Argument scheint im Verfallen zu sein, denn Wilson hat entweder den Spaß an Blackfield verloren oder schlicht keine Zeit mehr bei all seinen anderen Aktivitäten. So ist das vierte Studioalbum, passenderweise „IV“ getauft, mehr oder weniger ein Soloalbum von Aviv Geffen. Geffen hat die Musik geschrieben, produziert und das Album mit den bisherigen Musikern weitgehend im Alleingang eingespielt. Steven Wilson hat dann noch etwas Gesang beigesteuert, ein paar Gitarrenparts eingespielt und dem Ganzen einen amtlichen Mix verpasst. Dazu hat sich Geffen noch ein paar Gastsänger von mehr oder weniger angesagten Alternative Rock Bands eingeladen. Dem Progger sticht wahrscheinlich der Name Vincent Cavanagh von Anathema ins Auge.

Ich gebe zu, ich war nie ein großer Fan von Blackfield. Das erste Album war ja durchaus nett und ein bisschen überraschend (aber natürlich weder Prog noch Rock), das zweite Album schon eher wiederkäuen (nicht so schlimm, wenn's noch gut klingt). Das dritte Werk kenne ich dann nur noch vom „mal reinhören“ und da war nun nichts mehr, was mich besonders angesprochen hätte. Leider geht mir das mit „IV“ nicht viel anders.

Dabei geht es mit „Pills“ noch durchaus interessant los. Hier klingt alles wie Porcupine Tree in ihrer Brit-Pop-Phase mit leicht verfremdetem Gesang von Steven Wilson und Aviv Geffen. Ein durchaus packender Auftakt. Danach folgen allerdings überwiegend nette Pop-Liedchen, leichtgewichtig, luftig, immerhin mit durchaus hübschen Melodien. Aber ohne rechten Ohrwurm-Charakter oder gar Nachhaltigkeit. Das Album ist vorbei und alles wieder vergessen. Besonders schlimm sind die Kitsch-Ausrutscher „X-Ray“ (bei dem Vincent Cavanagh singt) oder das solo von Steven Wilson eingesungene „Jupiter“. Wobei „Jupiter“ durchaus gut beginnt, fast wie ein Beatles-Stück, aber dann kommt, was bei diesem Album öfters kommt: Ein Himmel voller Synthie-Streicher erstickt schlichtweg alles.

„Firefly“ lässt nochmals aufhorchen. Man ist etwas bewegter Zugange. Die ungewöhnliche Stimme von Gast-Vokalist Brett Anderson und das interessante, etwas an ELO erinnernde, Arrangement sorgen für wohliges Kratzen im Gehörgang. Allerdings versuchen auch hier die Streicher ihr Bestes, alles zu zu kleistern. Danach wissen nurmehr „Kissed by the Devil“ einigermaßen und das Geffen- / Wilson-Doppel „Lost Souls“ zu überzeugen.

Sanfte, melodische, luftig-leichte Pop-Musik, die sicherlich niemandem wehtut, mit einigem Kitsch-Faktor, so präsentiert sich „IV“, bei völliger Abwesenheit auch nur ansatzweise rockiger Töne.

Anspieltipp(s): Pills, Firefly, Lost Souls
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.11.2013
Letzte Änderung: 4.11.2013
Wertung: 7/15

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