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Taylor's Universe

Evidence

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; RetroProg
Label: Marvel Of Beauty Records
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Karsten Vogel Sax, Bass Clarinet
Claus Bohling Guitar solos
Robin Taylor Guitars, Keyboards, Bass, Flute, Percussion, Sounds
Klaus Thrane Drums

Gastmusiker

Thomas Thor Videro Ulstrup Synthesizer solos
Louise Nipper Voice (Track 2)

Tracklist

Disc 1
1. Buildings 14:55
2. Red Afternoon 11:52
3. Marie Marolle 9:19
4. Forever and a day 7:48
Gesamtlaufzeit43:54


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Was will uns Robin Taylor wohl beweisen? Dass er gute Musik machen, dass er eine ganze Reihe von Instrumenten bedienen, oder dass er für sein Bandprojekt Taylor's Universe immer wieder hochkarätige Musiker um sich versammeln kann? Der Beweis ist ihm mit seiner neuesten CD sicher gelungen; auch schon mit den vielen Vorgängerscheiben. Oder will er beweisen, dass er sehr produktiv ist? Das wissen wir ja auch schon seit Längerem.

Im Herbst 2013 legt Robin Taylor jedenfalls mit "Evidence" die 24ste Produktion seines Labels Marbel of Beauty vor, das 13te Album von Taylor's Univers. Dabei handelt es sich zudem um eine halbe Secret-Oyster-Reunion, sind hier doch mit den dänischen Progveteranen Claus Bohling und Karsten Vogel zwei ehemalige Mitglieder des in den 70er Jahren tätigen Nachfolgeprojekts von Burnin Red Ivanhoe klangprägend beteiligt.

In musikalischer Hinsicht gibt es auf "Evidence" den (Eigenzitat) "symphonisch-progressiven, jazzig-komplexen, verspielt-klangvollen, retro-modernen Prog" zu hören, den Taylor über die letzten 10 Jahre perfektioniert und zu einem recht eigenen und charakteristischen Ganzen geformt hat. Ein dichtes, von Bass und Schlagwerk rhythmisch geformtes Gemenge an allerlei Vintage-Tastensounds, moderneren Keyboardklängen (oft Streicher imitierend), Pianoeinlagen und E-Gitarrenlinien kommt hier aus den Boxen. Über dieser, ab und zu mit textlosen, bisweilen verfremdeten Stimmeinlagen und weiteren Effektverfremdungen angereicherten Grundklangmasse solieren ausgiebig Sax und E-Gitarre. Die vier langen, abwechslungsreich instrumentierten Nummern arbeiten sich dicht, sehr rund, getragen bis bewegt, bisweilen härter rockend voran, oder schweben luftig und symphonisch dahin, wie man das von Taylors Musik inzwischen gut kennt.

Besonders bemerkenswert ist diesmal das bluesig-exaltierte, rockig-verzerrte E-Gitarrespiel Bohlings. In jeder Nummer soliert er expressiv-jaulend, mal schneidend-aggressiv, mal ausladend-virtuos, mal spacig-deftig. Dazu kommen, oft im Duett mit der Gitarre, verschiedene retroorientierte Synthesizereinlagen, hupend-voluminös (man höre z.B. die zweite Hälfte von "Red Afternoon"), oder jazzig-funkig à la Herbie Hancock (am Ende von "Forever and a day" z.B.). Einzig die textlosen Damengesangseinlagen (uhh-huuu-dadadaaa) zu Beginn von "Red Afternoon" wirken etwas seicht.

Alles in allem ist wohl die Musik von Secret Oyster ein ganz brauchbarer Vergleich zu den hier zu hörenden Tönen, in einem etwas modernisierten Klanggewand und in gitarrentechnischer Hinsicht kantiger und härter rockend. "Evidence" macht auf jeden Fall sehr viel Spaß, geht gut ins Ohr und rockt - dank Claus Bohling - über weite Strecken ungemein. Wer modernen Instrumentalprog mit Retroeinschlag schätzt, Symphonisch-Jazzrockiges und den Dänischen Saxprog der 70er, der sollte diesem Album dringend ein Ohr leihen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.11.2013
Letzte Änderung: 10.12.2014
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Die progressivrockige Musikszene unseres nördlichen Nachbarlandes schient ja recht vielfältig zu sein. Lässt man sich auf diesen Seiten Bands aus Dänemark anzeigen, bekommt man doch eine - angesichts der Größe des Landes - erkleckliche Anzahl angezeigt, darunter gleich mehrere mit dem so gar nicht dänisch klingenden Robin Taylor. Von dem kannte ich bisher lediglich ein Soloalbum (November), nun trudelte mir also auch ein Werk seines Projekts Taylor’s Universe ins Haus.

Und das schreit mir gleich ein „mehr haben will“ entgegen, denn was Robin Taylor mit seinen Mitstreitern hier abliefert, ist eine allerfeinste Kombination aus Retro-Prog und Jazzrock. Ja, ja, Retro-Prog, ein Musikstil, dessen ich seit einigen Jahren angesichts Massen gesichtsloser Produktionen eigentlich überdrüssig geworden bin. Ab und an jedoch kommen mir Produktionen unter die Lauscher, die diesem scheinbar ausgelutschten Genre doch wieder frischen Wind einhauchen. Frischen, nicht neuen, denn streng genommen bietet Evidence nichts, was nicht schon von anderen ähnlich gemacht wurde; aber Taylor’s Universe klingen nicht nach abgestandenen Resten, sondern servieren aus bewährten Zutaten ein frisch zubereitetes progressives Mahl.

Allerlei analoge Tastenklänge, kräftig solierende elektrische Gitarre und verschlungene Linien des Saxophons bilden die Ingredienzen der vier langen, komplett instrumentalen Nummern. Diese sind meist in mittlerem Tempo gehalten, kommen oft geradezu entspannt aus den Boxen geflossen, aber nicht zuletzt die schneidende bis manchmal geradezu kreischende Gitarre verhindert, dass sich zu viel Wohlklang einschleicht. Immer wieder geht es aber auch in kantigere Gefilde, und gelegentlich legt die Musik auch an Dynamik zu. Kräftig jaulende Synthies sorgen dazu für das retroproggige Feeling, während das Saxophon für den jazzrockigen Anteil zuständig ist.

So entsteht ein dichtes, jazzig-retroproggiges Gebräu, das trotz des häufig verhaltenen Tempos über ordentlich Schmackes verfügt. Schöne Scheibe!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.1.2014
Letzte Änderung: 19.1.2014
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Taylor's Universe

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Taylor's Universe 9.00 2
1996 Pork 10.00 1
1998 Experimental Health (with Karsten Vogel) 9.00 1
2004 Once again 8.00 1
2005 Oyster's apprentice 10.00 1
2006 Certain Undiscoveries 10.00 1
2007 Terra Nova 8.50 2
2008 Soundwall 9.50 2
2009 Return to Whatever 10.00 1
2009 Artificial Joy 11.00 1
2012 Kind Of Red 11.00 1
2013 Worn Out 10.50 2
2015 From Scratch 11.00 1
2015 Across the Universe 10.00 1
2017 Almost Perfected 11.50 2

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