SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
19.2.2017
Clogs - Stick Music
The Anchoress - Confessions of a Romance Novelist
Offworld - Some Circles Are Square
['ramp] - frozen radios
Silent Island - Equator
Nem-Q - Fault Lines
Twinesuns - The Empire Never Ended
18.2.2017
Krzysztof Duda - Altus
Ulan Bator - Stereolith
17.2.2017
ApOllonius AbRaham ScHwarz - ApOllonius AbRaham ScHwarz
Premiata Forneria Marconi - Cook
Kate Bush - 50 Words For Snow
16.2.2017
Josefin Öhrn + The Liberation - Mirage
Universal Totem Orchestra - Mathematical Mother
King Of Agogik - Morning Star
Pymlico - Meeting Point
15.2.2017
Lost World Band - Of Things and Beings
Presence - Masters and Following
ARCHIV
STATISTIK
23161 Rezensionen zu 15811 Alben von 6131 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Pain of Salvation

One Hour By The Concrete Lake

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Progmetal
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 11.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Daniel Gildenlöw Vocals, Gitarre
Johan Hallgren Gitarre
Johan Langell Drums
Kristoffer Gildenlöw Bass
Fredrik Hermansson Keyboards

Gastmusiker

Katarina Ahlen Cello

Tracklist

Disc 1
1. Spirit of the Land 0:43
2. Inside 6:12
3. The Big Machine 4:21
4. New Years's Eve 5:37
5. Handful of Nothing 5:39
6. Water 5:05
7. Home 5:44
8. Black Hills 6:32
9. Pilgrim 3:17
10. Shore Serenity 3:10
11. Inside Out 6:37
Gesamtlaufzeit52:57


Rezensionen


Von: Daniel Bosen (Rezension 1 von 3)


Um es gleich Vorweg zu nehmen, Pain of Salvations zweites Opus "One Hour By The Concrete Lake" ist meines Erachtens eine Platte, die dereinst zu den Klassikern gehören wird. Ich denke sie haben sich schon jetzt einen Platz neben Watchtower, Queensryche, Dream Theater und Fates Warning im Tempel der Prog Metal Götter gesichert. Und zusammen mit Watchtower sind sie die einzige dieser Bands, die sowohl kompromisslos Prog als auch Metal ist. Ohne dass sie sich auch nur eines der Klischees der beiden Lager bemühen müssen.

Die CD ist, ähnlich wie der Erstling "Entropia", äusserst verstörend, dabei aber wesentlich zusammenhängender oder zugänglicher, wenn man so will. Aber deshalb von Zugänglichkeit im absoluten Sinn zu sprechen, wäre dann doch nicht ganz richtig. Die Musik ist sehr hart bis agressiv und sperrig. Auch der - hervorragende - Gesang ist sehr gewöhnungsbedürftig mit einer äusserst beeindruckenden Reichweite, die von tiefen fast grunzenden Wutausbrüchen bis zu wunderschönen Höhen reicht.

Alle Agressivität kann einige eigenartig passende Cello und Piano Passagen nicht überdecken. Dass die Musiker technisch gesehen jenseits von gut und böse stehen, braucht wohl eigentlich nicht extra erwähnt werden. Dementsprechen bleibt auch auf dieser Platte nicht viel Platz für eingängige Melodien und wohlfeile Gitarrenarbeit. Aber ich kann und will darin keinen Nachteil sehen, im Gegenteil gerade die Kompromisslosigkeit der CD macht ihren Reiz aus. Wer sich einigermassen in meiner CD-Top 10 wiederfindet, wird sicherlich in dieser Platte seine Erfüllung finden.

Anspieltipp(s): Inside, New Year's Eve, Pilgrim
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.6.2002
Letzte Änderung: 11.6.2002
Wertung: 14/15

Zum Seitenanfang

Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 3)


Im Progressive Metal noch Zeichen zu setzen, ist in der heutigen Zeit nicht einfach. Daher erfreute es mich, von dieser Band zu hören. "Pain Of Salvation" kommen aus Schweden und legen mit "One Hour By The Concrete Lake" meines Wissen ihr Debut vor (es ist bereits das zweite Werk, allerdings war das Debut in D nicht erhältlich).

Und das hats in sich. Die Musik ist schwergängig und trotzdem eingängig. Beim Hören wird man durch verschiedene Strömungen und Stimmungen gezogen. Dabei fällt es nicht einfach den Stil von "PoS" zu beschreiben. Beim ersten Hören fielen mir auf Anhieb Parallelen zu Psychotic Waltz, Payne's Gray, Vauxdvihl, Morgana Lefay u.a. ein. Der Gesang wechselt von melancholisch bis aggressiv, Die Musik auch! Trotz dieser musikalischen Einflüsse besitzen sämtliche Songs Eigenständigkeit.

Das nach dem kurzen Intro folgende "Inside" wird dominiert von einer unterschwelligen Keyboard-Harmonie, während das Grundgerüst durch harte Gitarren gebaut ist. Durchzogen wird der Song von zahlreichen Tempowechseln. Das anschließende "The Big Machine" kommt sehr getragen und mystisch daher. Die Gesangsparts im Refrain sind als Chöre angelegt, was sehr mystisch daherkommt. Zudem durchziehen zahlreiche Spielereien den Song. Mit "New Year's Eve" kommt dann der Knaller des Albums. Beginnend mit einem schönen Basslauf steigert sich das Teil zum Ohrwurm. Unbedingt mal anhören. "Handful Of Nothing" ist absolut das abgefahrenste, was ich in letzter Zeit gehört habe. Eine Double-Bass Attacke dominiert den Song. Dazu diese rasende, penetrante Snare-Drum. Währenddessen wollen sich Gitarre, Gesang und Keyboards dem überhaupt nicht harmonisch einfügen. Sie spielen die Ballade im Hintergrund, während das Schlagzeug voll durchhämmert. Ist mal was anderes. "Water" kommt total melancholisch daher. Ruhig angelegt steigert sich das Teil zu einem doomigen Heavy-Song, der ziemlich breakbelastet ist. "Home" schlägt in dieselbe Kerbe, nur umgekehrt. Anfangs recht heftig, wirds hinterher geradezu balladesk. Und dazu der sehr gefühlvolle Gesang. Wunderschön. "Black Hills" könnte auch ein früher Depressive Age Song sein. Sehr aggressiv und depressiv angelegt. Geradezu einflüsternde Vocals kommen dazu. Gegen Ende des Songs wechselt dann die Stimmung in teils fröhliche, teils hektische Elemente, bevors dann nochmal so richtig zäh wird. "Pilgrim" beginnt wieder recht verhalten. Ruhig durch Akkustikklampfe und Gesang wird der Song eingeleitet. Dann setzt plötzlich ein Cello ein und unterstreicht die herrliche Atmosphäre sehr eindrucksvoll. "Shore Serenity" ergänzt Pilgrim hundertprozentig. Sehr stark wird eine geheimnisvolle Stimmung erzeugt. Das abschließende "Inside Out" knallt dann ohne Zweifel durch. Sehr harte Gitarren, dazu wahnwitzige Keyboardcollagen, Double-Bass-Attacken und melancholischer und aggressiver Gesang. Uah. Das killt. Und plötzlich wirds ganz ruhig. Der Mittelpart beeindruckt durch herrliche Piano-Gesang Passagen. Sehr balladesk. Dabei wird das Grundthema aus dem Opener wieder aufgegriffen.

"One Hour By The Concrete Lake" ist ein sehr starkes Konzeptalbum und kann als eines der Highlights des Jahres 1999 gewertet werden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.8.2002
Letzte Änderung: 5.2.2004
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


Perlende Keyboardarpeggios, hartes Riffing, double-bass Wucht, eine Stimme zwischen zartem Gefühl und aggressiver Kraft. So beginnt dieses Album da, wo Entropia aufgehört hat. "Inside" vermag mich ebenso zu packen wie die Kompositionen des Debutalbums. Es besitzt auch eine gewisse Komplexität und Abwechslungsreichtum; etwas, was mich an Entropia immer wieder begeistert. Bei aller Atmosphäre ist mir "The Big Machine" dann einfach zu banal. "New Year`s Eve" ist wieder gelungen und würde stilistisch auch auf Entropia passen. Dann folgt ein Highlight der Platte: "Handful of Nothing". Dramatischer Thriller! Die Stücke gehen in der Folge in ähnlichem Stil weiter. Es wechseln sich in schöner Regelmässigkeit Speedriffing und DoubleBass plus Snaregewitter mit langsameren Passagen ab. Das ist alles in allem einheitlicher und irgendwie homogener als auf Entropia, aber auch weniger spannend um nicht zu sagen langweiliger. "Pilgrim" und "Shore Serenity" sind nette Stücke, mehr aber auch nicht. Atmosphäre, ruhige balladeske Töne, eindringlicher Gesang. "Inside Out" ist das Highlight der Platte: eine wilde Achterbahnfahrt mit allen Bausteinen aus der "Entropia"-Kiste.

Im Vergleich zum Vorgänger ist "One Hour" runder, geschliffener, hat weniger Ecken und Kanten. Entropia war roher.

Anspieltipp(s): Inside Out
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.1.2007
Letzte Änderung: 2.3.2007
Wertung: 10/15
weniger Entropie als auf Entropia

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pain of Salvation

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Entropia 10.33 3
2000 The Perfect Element I 9.50 2
2002 Remedy Lane 10.50 2
2004 12:5 11.00 1
2004 BE (ChinassiaH) 10.50 2
2005 BE (Chinassiah) DVD/CD 12.00 1
2007 Scarsick 12.00 3
2009 Ending Themes - On The Two Deaths Of (2DVD) 11.00 1
2009 Linoleum E.P. 11.00 1
2010 Road Salt One 12.33 4
2011 Road Salt Two 11.67 3
2014 Falling Home 11.50 2
2017 In The Passing Light Of Day 12.33 3

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum