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Pain of Salvation

The Perfect Element I

(Siehe auch: Leitfaden "ProgMetal")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Progmetal
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Daniel Gildenlöw Vocals, Gitarre
Johan Langell Drums
Kristoffer Gildenlöw Bass
Fredrik Hermansson Keyboards
Johan Hallgren Gitarre

Gastmusiker

* Mihai Cucu, Camilla Andersson, Petter Axelsson, Gretel Gradén & Jonny Björk Streicher

Tracklist

Disc 1
1. Used 5.23
2. In The Flesh 8.36
3. Ashes 4.34
4. Morning On Earth 4.34
5. Idioglossia 8.29
6. Her Voices 7.56
7. Dedication 4.00
8. King Of Loss 9.46
9. Reconciliation 4.24
10. Song For the Innocent 3.02
11. Falling 1.50
12. The Perfect Element 10.09
Gesamtlaufzeit72:43
Disc 2
1. Beyond The Mirror 8.22
2. Never Learn To Fly 5.15
3. Time Weaver's Tale 6.21
4. Enhanced CD


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @ (Rezension 1 von 2)


Zuerst (provokativ) dies: Pain of salvation sind ein Dream Theater-Klon, der weitere Elemente von Bands wie "Rage against the machine", "Enchant (Gesang)" und "Pink Floyd" (einige dichte Monumentalklänge) adaptiert und das Ganze zu einem relativ leicht verdaulichen, meist nicht allzu komplexen Mix verwurstet. Was mir an DT allerdings besser gefällt ist folgendes: Dream Theater sind präziser an ihren Instrumenten, das ganze klingt druckvoller und knackiger, die Musik hat für meinen Geschmack mehr Progfeeling als "pain of salvation", die Melodien der Balladen sind mir eingängiger und wenn gefrickelt, wenn es kompliziert und verschachtelt wird, dann fand ich dies im Vergleich mit dieser Platte spannender und anspruchsvoller. Was mir an POS besser gefällt, ist, von einigen Ausnahmen abgesehen, die Stimme, die eine grosse Variationsbreite hat.

Bei "the perfect element" finden sich viele gute Ansätze, aber irgendwie gelingt kaum der Durchbruch zum Überwerk, bleiben die Stücke einfach bloss ein schwächerer Abklatsch, eine Kopie eines durch andere Stilelemente aufgemöbelten DT-Songs (ich provoziere weiter).

Zu den einzelnen Stücken ist folgendes anzumerken: stark sind "used", welches rockig, hart, ja fast brutal daherkommt und dann in einer bridge einen ruhigen Kontrapunkt setzt. Für mich eines der stärksten Stücke der Platte. Auch "in the flesh" hat gute Momente. Vor allem gefällt mir hier die gefühlvolle Liedstruktur und das Hi-Hat, welches virtuos und ungemein vielfältig aufspielt. "Ashes" und "Morning on earth" sind dann zwei schwächere Nummern. Das erste hat man so von Dream Theater auch schon gehört, das zweite erinnert wieder stark an "Enchant" und ist nicht mehr als eine langweilige Popballade.

Mit "idioglossia" folgt ein dichtes, zum Teil verschachteltes Krummteil mit einem herrlichen Groove, in der Mitte ein frickeliges Gitarrensolo, mal ein helles Piano. Die Dream Theater-Anleihen sind aber auch hier, sowohl was das kompositorische, als auch das klangtechnische anbelangt, unüberhörbar. Trotzdem ein Stück, das Spass macht. Auch "her voices" gehört zu den besseren Stücken der Platte. Es lebt von treibender Percussion im Mittelteil.

Ärgerlich dann "dedication" und "king of loss", welche sehr gewöhnlich sind. Manchmal ist der Gesang fast aufdringlich hoch und beinahe nervend. "Song for the innocent" ist erst weinerlich und wird dann pinkfloydesque monumental. Bleibt aber auch nicht richtig haften. Nach dem überflüssigen "falling" endet das Ganze mit einem von rauher, trotziger Stimme geprägten, härteren, längeren Stück.

Unter allen Neuheiten des Jahres 2000 die ich gehört habe, gehört dieses Album sicher zu den besseren. Es hat mir einige Wochen Spass gemacht, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dafür beinhaltet es einfach nichts wirklich Neues. Einige Stücke sind interessant, die Mehrheit aber ist kalkuliertes Klonen, ist Plagiat, zwar gut umgesetzt, aber dennoch bloss nachgeahmt. Daher nur eine bedingte Kaufempfehlung meinerseits. Wer Progmetal kennenlernen will, kaufe sich die ersten DT-Alben, wer "Metropolis p2" unbefriedigend fand, der kann sich "the perfect element" zulegen. Die Hoffnung auf ein besseres nächstes DT-Album wird dadurch aber nur genährt....

Anspieltipp(s): Used, Idioglossia
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.8.2002
Letzte Änderung: 7.3.2011
Wertung: 8/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 2)


Mit dem dritten Album entscheidet sich der Erfolg oder der Untergang einer Band, so eine alte Weisheit. Wenn im Falle Pain Of Salvation diese Weisheit auch gilt, sollte die Band große Schritte in Zukunft bewältigen können.

"The Perfect Element Pt. 1" ist ein Konzeptalbum, welches in die erste Prog-Metal Liga gehört. Ohne Zweifel haben die fünf Schweden hier einen genialen Output rausgehauen, der die beiden bisherigen Releases "Entropia" und "One Hour By The Concrete Lake" noch toppen kann. Dabei ist man seinem Stil treu geblieben und wird durch dieses Werk sicherlich keine alten Fans verlieren, sondern neue hinzu gewinnen.

Das randvolle Album offenbart sich erstmal ziemlich heavy. Damit knüpft man an alte Tage an. Für zart besaitete Leute ist das hier nix. Die Vocals wechseln zwischen einfühlsam und melancholisch bis hin zu richtigen Metal-Shoutings. Bretthart auch die Gitarren, im nächsten Moment aber sind sie leise, harmonisch und unterstützen tolles Pianospiel. Hier wird Atmosphäre geschaffen, da werden Spannungsbögen gebaut und eingerissen, um nur noch mehr Spannung aufzubauen. Alle Songs laufen so ineinander über.

Ein gravierender Unterschied zum Vorgängeralbum ist die Komplexität. Dieses Album benötigt seine zehn Durchläufe, bis endlich die Funken sprühen. Vorher findet man zwar nette Ideen, kann jedoch die Tiefe des Albums gar nicht durchblicken. Das war auf dem Vorgänger anders, ging der doch recht schnell ins Ohr. Das vorliegende Werk im Laden anzuhören taugt daher auch nur bedingt.

Wer "The Perfect Element" in die Finger bekommt und reinhören will, der soll unbedingt Zeit mitbringen, um die Vielfalt auch annähernd zu begreifen. Da wechseln sich knallharte Heavy-Nummern wie "Ashes" mit epischen Werken wie "In The Flesh" und "Idiglossia" ab, welches mit seinen Instrumentalparts Dream Theater klar auf die Plätze verweist. Gleichzeitig ertönen sehr sanfte Nummern, wie "Morning On Earth", welches irgendwie an Pink Floyd erinnert. Auch "Her Voices" ist was fürs ruhige Minütchen, wenn auch mal kernige Gitarren ertönen. "Dedication" und das nachfolgende 10 minütige "King Of Loss" sollte man als Einheit hören, weil sich da erst die richtige Stimmung entfaltet. Nun habe ich fast alle aufgezählt obwohl ich das gar nicht wollte. Die abschließenden drei Tracks sind auch unbedingt zusammen anzuhören. Besonders für den Rausschmeißer mit seinen zehn Minuten sollte man sich Zeit nehmen.

Insgesamt ist "The Perfect Element Pt. 1" ein Album, welches sich zunehmend entwickelt, wenn man sich die Zeit dafür nimmt. Für mich das Prog-Metal Highlight des Jahres 2000.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.8.2002
Letzte Änderung: 5.2.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pain of Salvation

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Entropia 10.33 3
1998 One Hour By The Concrete Lake 11.33 3
2002 Remedy Lane 10.50 2
2004 12:5 11.00 1
2004 BE (ChinassiaH) 10.50 2
2005 BE (Chinassiah) DVD/CD 12.00 1
2007 Scarsick 12.00 3
2009 Ending Themes - On The Two Deaths Of (2DVD) 11.00 1
2009 Linoleum E.P. 11.00 1
2010 Road Salt One 12.33 4
2011 Road Salt Two 11.67 3
2014 Falling Home 11.50 2
2017 In The Passing Light Of Day 12.25 4

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