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Emphasis

Into Infinity

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012 (EP)
Besonderheiten/Stil: Gothic; Metal; Progmetal
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Anet Vaikmaa Gesang
Pavel Korotaev Gitarre
Max Spiridonov Gitarre
Vsevolod Chelepeace Keyboards
Katya Gritskova Bass
Sergei Struts Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Into Infinity (Intro) 1:20
2. Running Man 4:28
3. Hate Is All You Left For Me 4:41
4. Blind Faith 5:30
5. Death Itself 6:10
6. Getting Bitchy 5:45
7. Along With Memories (Outro) 7:09
Gesamtlaufzeit35:03


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


Einem hübschen Irrtum liegt man auf, wenn man immer nur auf das Offensichtliche schaut: Hört man sich das EP-Debüt "Into Infinity" von Emphasis aus Estland an, könnte der Eindruck entstehen, es mit ein paar verkappten Nightwish-Epigonen zu tun haben. Üppige Orchester-Keyboards und orientalischer Damengesang tun ihr übriges, und obendrein weckt das markante Hauptriff von "Running Man" überdeutliche Assoziation an "Storytime" vom letzten Album der Finnen. Sowas hört man, packt Emphasis in die entsprechende Stilschublade und übersieht dabei gänzlich, dass schon in diesem Opener der begleitende Rhythmus fast im Sekundentakt Haken schlägt. Eher haben wir es hier also mit der Progversion von Nightwish zu tun, wobei befremdlicherweise allerdings Melodien und Arrangements völlig egal zu sein scheinen, sobald sich der Hörer darauf verlegt, jedes einzelne Break mitzubekommen. Faszinierend.

Aber geht es auch in diesem Stil weiter? In der Tat: "Hate Is All You Left For Me" klingt dabei nicht mal mehr direkt nach Nightwish, sondern wirkt eher so, als ob Tuomas Holopainen Fates Warnings "Through Different Eyes" entsprechend umgestaltet (und leider auch etwas angekitscht) hätte. "Blind Faith" beginnt mit klöppelig-technischen Riffs und Elektronikeffekten, geht ansonsten - abgesehen von der Elektronik - eher musikalisch in die Richtung mittelalter Dream Theater (vergleiche das Album, auf dem sich ein Song gleichen Namens befindet), zumal sich Pavel Korotaev als John-Petrucci-Imitator auch ganz wohl zu fühlen scheint. "Death Itself" bedient ähnliche Stilistiken, stellt sich mit langsamerem Tempo und mehr Orchester zwar etwas süßlicher und eingängiger dar, geht aber trotzdem noch in Ordnung.

Die letzten beiden Stücke dagegen sind noch etwas kurioser geraten: "Getting Bitchy" eröffnet zuerst mit einem langen, von merkwürdigen Hörspiel-Soundeffekten unterlegten Intro, bolzt dann aber recht ruppig los. Ärgernisse sind allerdings der sehr simple, teils verzerrte Gesang, das eher einfallslose Arrangement und der von Wiederholungen bestimmte Aufbau. Das folgende "Along With Memories" mit "Outro" zu untertiteln, lässt bei einer Sieben-Minuten-Nummer schmunzeln. Tatsächlich handelt es sich hierbei um ein spannendes Progmetal-Instrumental mit dezenten Anklängen an Bachs "Wohltemperiertes Klavier", und lustigerweise entfällt mit dem Gesang auch gleich das wichtigste eingangs benannte Kategoriesierungsmerkmal.

Somit findet "Into Infinity" damit einen ziemlich aussagekräftigen Abschluss, der nochmals aufs Schärfste demonstriert, dass Emphasis eben alles andere als Nightwish-Kopisten sind. Vielmehr haben wir es hier mit einer ziemlich hoffnungsvollen Band zu tun, deren Debüt man lediglich die teils etwas dicklichen Orchestrierungen und die nicht so gelungenen Parts aus "Getting Bitchy" vorhalten könnte. Ansonsten empfiehlt es sich, die Möglichkeit des kostenlosen MP3-Downloads auf der Soundcloud-Seite der Band wahrzunehmen - allein schon um der Entkräftung eigener Vorurteile Willen.

Anspieltipp(s): Blind Faith, Running Man
Vergleichbar mit: Fates Warning mit Damengesang?!
Veröffentlicht am: 30.12.2013
Letzte Änderung: 30.12.2013
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Emphasis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2016 Revival 8.00 1
2018 Soul Transfer 10.00 1

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