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Eloy

Reincarnation on Stage

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Artist Staion
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Frank Bormemann vocals, guitar
Hannes Folberth keyboards
Michael Gerlach keyboards
Klaus-Peter Matziol bass
Bodo Schopf drums, percussion

Gastmusiker

Steve Mann guitar
Alexandra Seubert vocals, backing vocals
Tina Lux backing vocals
Anke Renner backing vocals

Tracklist

Disc 1
1. Namaste (Intro) 2:49
2. Child migration 5:26
3. Paralyzed civilization 7:58
4. Mysterious monolith 6:40
5. Age of insanity 7:12
6. The Apocalypse 11:09
7. Silhouette 3:58
8. Poseidon's creation 11:24
9. Time to turn 4:20
10. The sun-song 5:11
11. Horizons 4:09
12. Illuminations 6:30
Gesamtlaufzeit76:46
Disc 2
1. Follow the light 8:00
2. Awakening of consciousness 5:55
3. The tides return forever 7:03
4. Ro setau 7:02
5. Mystery 8:58
6. Decay of Logos 8:20
7. Atlantis' Agony at June 5th-8498, 13 PM. Gregorian Earthtime 7:55
8. The Bells of Notre Dame 5:49
9. Thoughts 1:40
Gesamtlaufzeit60:42


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 1 von 2)


Für ELOY-Fans beginnt das neue Jahr mit „Reincarnation on Stage“ mit einer gelungenen Veröffentlichung der letztjährigen Tour und einem (wahrscheinlich) würdigen Abschluss der Bandgeschichte.

2009 erschien nach 11 Jahren mit „VISIONARY“ ein neues ELOY-Album und alle dachten, damit wäre die Geschichte der Band zu Ende. Die Fans waren jedoch ziemlich hartnäckig und so gab es 2012/2013 eine kleine Tour, wohl auch, um das Kapitel ELOY würdig zu beschließen. Geplant waren Film- und Tonaufnahmen für eine spätere Veröffentlichung, aber eine Erkältung Bornemanns machte diese Pläne zumindest für einen kompletten Konzertfilm zunichte, aber immerhin gab es genügend Material, um ein komplettes „virtuelles“ Konzert auf einer Doppel-CD herauszugeben, selbst der erst später ins Programm aufgenommen Titel „Horizons“ fehlt an entsprechender Stelle nicht.

Die in einem Doppeldigipack veröffentliche CD enthält zwei reich bebilderte Booklets und 21 Titel, die weit in die Bandhistorie bis zu „The Power and the Passion“ zurück reichen. Der Schwerpunkt liegt auf den Alben „Colours“ mit vier Titeln, dem fast kompletten „Ocean“ und „Ocean – The answer“ bzw. „Visionary“. Andere Alben sind jeweils mit einem Titel vertreten. Um diese möglichst originalgetreu spielen zu können, wurde die Band mit alten WeggefährtInnen verstärkt. Neben Frank Bornemann, Michael Gerlach, K.P.Matziol und Bodo Schopf kamen Hannes Folberth an den Keyboards, Steve Mann an der Gitarre und Tina Lux und Anke Renner als Backingsängerinnen hinzu. Erstmalig dabei war Alexandra Seubert als Sängerin.

Mit dem einzigen neuen Titel „Namaste“ begrüßte Frank Bornemann auf den Konzerten das Publikum (das Cover zeigt den Moment) Das Stück ist ein kurzes Intro, sehr sphärisch gehalten mit einem gesprochenen Text. Danach geht aber gleich krachend los mit „Child Migration“ und dem Hörenden werden in gut 140 Minuten die „Klassiker“ in druckvollen Versionen um die Ohren gehauen. Besonders gut gefällt mir die Rhythmusarbeit von Matziol und Schopf, die kraftvoll und trotzdem mit sehr viel versteckten Feinheiten daherkommt und den ganzen Titeln die Bodenhaftung gibt und ELOY wirklich rocken lässt. Steve Mann streut ebenfalls eine gelungene Portion Härte ein, und auch die Sängerinnen machen ihre Sache gut, besonders Alexandra Seubert als Solistin. Dazu kommen die bekannten Stilmerkmale von ELOY, sphärische Keyboards, diesmal wieder von Hannes Folberths alten analogen Geräten erzeugt, während Michael Gerlach die digitalen modernen Sounds präsentiert, Bornemanns Gesang und atmosphärische Gitarre, der melodiöse Bass von Matziol und weiblicher Chorgesang – also alles, was der ELOY-Fan erwartet und gerne hört. Das Ganze ist sauber und detailreich abgemischt, wenn ich mir auch etwas mehr Dynamik gewünscht hätte und nicht die doch sehr auf Lautstärke bedachte Produktion.

Über die Songauswahl dürfte jeder andere Wünsche haben, meine musikalischen Höhepunkte sind die drei Titel von Ocean, wobei „Atlantis‘ Agony..“ auf den Mittelteil reduziert wurde, was ihm aber nicht geschadet hat und „The Apocalypse“. Positiv überrascht war ich auch, das mit „The Bells of Notre Dame“ ein schon lange nicht mehr gespielter Titel ins Programm genommen wurde.

Kurzum: die Doppel-CD gibt den Konzertabend eindrucksvoll wieder (zumindest den, den ich in guter Erinnerung habe) und lässt das Herz eines jeden ELOY-Fans höher schlagen. Wenn damit das Kapitel ELOY beendet ist, hat die Band sich wirklich würdig mit gelungenen und kraftvollen Versionen ihrer Songs von den Fans verabschiedet – ich persönlich werde aber weiter hoffen, dass dies immer noch nicht das Ende ist.

Anspieltipp(s): Poseidon's Creation,
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.1.2014
Letzte Änderung: 20.1.2014
Wertung: 11/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 2)


Auf den BBS werden nicht nur gelegentlich Leserwünsche erfüllt, sondern manchmal auch solche von Kollegen. So hat mich das Nachfragen eines Kollegen dazu bewogen, mich mal wieder intensiver mit „Reincarnation on Stage“ meiner Freunde Eloy zu beschäftigen. Gut, das ist auch nur fair, habe ich das Album doch als sogenanntes 'Promo' bekommen und dann sollte man wohl auch etwas darüber schreiben.

Das dies nun sehr lange gedauert hat, hat mehrere Gründe. Zum einen sind Eloy keine meiner großen Favoriten. Zum anderen ist ein langes Live-Album, welches man nicht mal so eben nebenbei hört. Und da neben der Musik natürlich auch gesungen wird, ist es nicht immer ein großer Spaß hier zu lauschen.

Wie auch immer: Wo Eloy drauf steht ist meistens auch Eloy drin, daher ist es müßig über die Musik herzuziehen. Es ist dieser typische Mix aus epischen Tastenspielereien und Sphärenklängen mit ordentlich Kitsch und Bombast (oder man kann das auch 'romantisch' nennen), konterkariert von live durchaus heftigen Gitarrenpassagen. Alles gebettet auf eher simpler, aber tragfähiger Rhythmik. Irgendwie würden bei dieser Musik vertrackte, wuselige Rhythmuseskapaden auch fehl am Platz wirken. Dazu wird natürlich gesungen und unabhängig von irgendwelchen Aussprachethematiken ist Bornemann kein guter Sänger. Dazu kommt der Gesang viel zu ausdruckslos daher, der Stimme fehlt einfach Charisma. Aber wie man weiß, kann man daraus durchaus auch ein Markenzeichen stricken und so würde man einen anderen Gesang in Eloy-Musik vielleicht sogar sehr deplatziert empfinden. Erstaunlich vielleicht noch, wie doch recht ähnlich hinsichtlich Stilistik und Arrangement die einzelnen Stücke, die aus verschiedensten Phasen der Band stammen, daherkommen (obwohl, es ist halt der 'klassische' Eloy-Sound, auf den hier der Schwerpunkt gelegt wird). Allein dadurch entsteht allerdings über die Gesamt-Laufzeit des Album doch ein gewisser Gleichklang.

Meckern kann man vielleicht auch noch, dass hier kein Konzert in seiner Gesamtheit wiedergegeben wird, sondern die Aufnahmen von verschiedenen Konzerten der Tour durch Deutschland und der Schweiz 2012 / 2013 stammen. Man merkt das aber beim Hören kaum bis gar nicht, so entsteht schon der Eindruck einem Eloy-Konzert zu lauschen. Hübsch verpackt ist das Ganze auch in einem Klapp-Digipak mit zwei Booklets mit vielen Bildern.

Live kommen Eloy ein ganzes Stück rockiger daher, als mir das von den Studioalben, die ich kenne, bekannt war. Das ist sehr gut, denn so ist der Schmalz-Prog-Faktor ein bisschen gebremst. Tadellose Musiker sind hier ohnehin zugange und wer sinfonisch-verspielte Rockmusik mit hohem Melodiefaktor und proggigen Spielereien schätzt, der wird hier schon recht gut bedient. Für mich persönlich sicherlich das beste Eloy-Album, welches ich kenne (was allerdings nur ein bescheidener Teil der umfangreichen Diskografie der Band ist). Falls das also der Schlusspunkt der langen Eloy-Karriere sein sollte, dann ist es ein guter.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Eloy :-)
Veröffentlicht am: 29.12.2014
Letzte Änderung: 29.12.2014
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eloy

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Eloy 7.50 2
1973 Inside 10.75 4
1974 Floating 9.33 3
1975 Power and the Passion 8.60 5
1976 Dawn 9.00 5
1977 Ocean 11.71 7
1978 Live 12.67 3
1979 Silent Cries & Mighty Echoes 10.60 5
1980 Colours 10.00 2
1981 Planets 10.67 3
1982 Time to Turn 10.00 3
1983 Performance 8.67 3
1984 Metromania 8.67 3
1988 Ra 6.50 4
1991 Rarities - 1
1992 Destination 6.00 2
1993 Chronicles I 11.00 1
1994 The Tides Return Forever 9.20 5
1998 Ocean 2 - The Answer 10.50 4
2003 Timeless Passages 10.50 2
2009 Visionary 8.25 4
2010 The Legacy Box (Doppel-DVD) - 1
2017 The Vision, The Sword and The Pyre Part 1 10.33 3

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