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Jet Black Sea

The Path of Least Existence

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013
Besonderheiten/Stil: sonstiges
Label: Freia Music
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Adrian Jones Guitars,Bass,Guitar Synthesizers
Michel Simons Programming, Keys

Tracklist

Disc 1
1. The Path of Least Existence Part 1 8.32
2. Outnumbered 8.25
3. The Low of Diminishing Returns 6.30
4. Worst Case Scenario 6.11
5. Cage of Myself Part 1 3.30
6. Northern Exposure 4.19
7. Cage of Myself Part 2 1.46
8. The Jet Black Sea 7.30
9. The Path of Least Existence Part 2 10.36
Gesamtlaufzeit57:19


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Jeder, der schon mal in ein Nine-Stones-Close-Album reingehört hat, weiss, dass ihre Musik nicht unbedingt dazu gedacht war übermäßige Glücksgefühle auszulösen. Liest man die Meinungen zu dem Duo Projekt des Nine-Stones-Close-Gitarristen Adrian Jones, das er 2013 zusammen mit dem Keyboarder Michel Simons startete, so heißt es die Musik wäre experimentell und düster. Das Jet Black Sea genannte Duo-Projekt debütierte im November 2013 mit "The Path of Least Existence". Angeblich zählten Ulver, Nine Inch Nails, King Crimson, Pink Floyd und Massive Attack zu den wichtigsten Inspirationen.

Ob eine Klangwelt durchgehend und deprimierend finster ist, oder ob sie nur stellenweise ein wenig finster anmutet, dieses Urteil liegt schließlich bei jedem einzelnen Hörer. "The Path of Least Existence Part 1" entwickelt mittels wortlos-sphärischem Gesang und dank atmosphärischer Arbeit von Keyboards und elektrischen Gitarren eine eindringlich-geheimnisvolle Soundscapes-Dramatik, die gegen Ende zu einem Duo aus minimalistischem Klavier und noisigen Gitarren mutiert. Für mich ist das zwischen Ambient-Musik und Jam-Rock angesiedelte "Outnumbered" nicht wirklich finster, eher nur melancholisch angehaucht. Die schneidenden Gitarren, das voluminöse Schlagzeug und die Industrial-Keyboards von "The Low of Diminshing Returns" erzeugen eine druckvoll-aggressive Progmusik, die Kollegen wie Robert Fripp wahrscheinlich gefallen würde. "Worst Case Scenario" besteht am Anfang aus repetitiven Mustern, die entweder mit Gitarren-Synthies und Keyboard-Samples, oder - eher unwahrscheinlich - mit echten Marimbas erzeugt wurden. Das Stück entwickelt sich weiter zu einem Instrumental, das mal wieder glatt aus dem King Crimson-Umfeld kommen könnte. So entspannend wie "Cage of Myself Part 1" daherkommt, scheinen sich die Komponisten des Stückes mit den eigenen Einschränkungen gut arrangiert zu haben. Auch bei dem von sparsamem Klavier und den bedächtigen Gitarrentönen getragenen "Northern Exposure" würde keiner auf die Idee kommen an etwas Finsteres zu denken. "Cage of Myself Part 2" signalisiert mit beunruhigenden Gitarrenakkorden möglicherweise doch noch das Vorhandensein von finsteren Winkeln einer Persönlichkeit. Vor allem der des Gitarristen. "The Jet Black Sea" präsentiert intensive Post-Rock-Industrial-Improvisationen, während "The Path of Least Existence Part 2" nachvollziehbarerweise bei den wortlosen Gesängen und Soundscapes des ersten Teils anknüpft. Als wollte man in den letzten Minuten den bisher guten Gesamteindruck stören, bestehen diese aus vergleichsweise unoriginellen Gitarrensolos zur Pianobegleitung.

Insgesamt kann man "The Path of Least Existence" Freunden von eindringlicher Instrumentalmusik - darunter ganz besonders den Sympathisanten von King Crimson ProjeKcts - empfehlen, wenn sie einige schwächere Passagen hinnehmen können. Ganz so intensiv haben Pink Floyd nur sehr selten musiziert, aber der aufmerksame Hörer wird auch diese Inspiration auf dem vorliegenden Album stellenweise heraushören können

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.2.2014
Letzte Änderung: 1.2.2014
Wertung: 10/15

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2017 Absorption Lines 10.00 1

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