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['ramp]

nodular

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Manikin Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Frank Makowski Keyboards, Synthesizers, Hybrid Sequencing, Noise Loops
Steve Parsick Keyboards, Synthesizers, ARP Sequencing, Rhythm Programming, Stompboxes
Lambert Ringlage Keyboards, Synthesizers, Micro Composers, Tapes

Gastmusiker

Martina Fantar Voice

Tracklist

Disc 1
1. intrip 6:16
2. nodular

1. annular 6:49
2. nodular 15:23
3. angular 8:43

3. before the storm 17:05
4. phasenverzerrung 18:56
Gesamtlaufzeit73:12


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


['ramp] aus Ostwestfalen gibt es seit 1996 und die "Band" ist inzwischen ein Soloprojekt des aus Moers stammenden Elektroniktüftlers Stephen Parsick. Bis weit ins erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends gehörten meist mehrer Mitspieler zu ['ramp], insbesondere Frank Mankowski. Erst seit dem Jahre 2008 werden die ['ramp]-Sounds allein von Parsick erzeugt. Das 1998 auf Mario Schönwälders Manikin-Label erschienen Debütalbum (auf dem die Band noch RAMP geschrieben ist, ohne Apostroph und eckige Klammern) wurde gar von drei Musikern eingespielt. Dazu kommt noch im vorletzten Track "before the storm" die Stimme von Martina Fantar.

Eine sehr klangvolle und ausladende elektronische Musik gibt es auf "nodular" zu hören, dichte Klanggemenge, sphärisches Soundgewölk und tiefe Tonseen, die einerseits in der Tradition der Berliner Elektronikschule der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts stehen, andererseits aber auch düstere, fast industrielle Ambientgespinste (nicht von ungefähr nennt sich Parsicks eigenes Label Doombient.Music) und freiere, improvisierte Klangschöpfungen beinhalten. Die Musik kommt sehr dicht, druckvoll und farbig aus den Boxen (besser Kopfhörern), ist mitunter rhythmisch gefügt und pulsiert dann intensiv, fast hektisch aus den Boxen (man höre z.B. "phasenverzerrung" nach ca. 7 Minuten), strömt aber meist mächtig und kosmisch dahin. Besonders erwähnenswert sind die ätherischen Stimmeinlagen in "before the storm", die für eine sehr eigene, mysteriöse, seltsam unwirkliche Atmosphäre sorgen.

In klanglicher Hinsicht hat das Album einen sehr warmen und vollen Vintage-Sound, der sich mit seinen dicht verwobene Klangschichten tief in die Gehörgänge (und Gehirnwindungen) gräbt. Voluminöse Tonwogen gleiten hier dahin, bisweilen fast dissonant und schräg, in die sich immer wieder kernige Sequenzermuster einschneiden, die nach dem abklingen Raum für eindringliche, dabei oft luftig-hallende akustische Gespinste geben (man höre z.B. den Übergang vom Titelstück zu "angular").

['ramp] kreieren auf ihrem Erstling eine ausgesprochen überzeugende und tiefgründige Neuinterpretation klassischer Elektroniksounds, ergänzt um allerlei ambientartiges, düster-sakrales Schweben. Wer die experimentell-progressiven (Retro-)Elektronikformationen der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts schätzt - z.B. Radio Massacre International, ARC, Redshift, Node, Van Zyl - (und natürlich auch die Klassiker von Tangerine Dream und Schulze), der sollte "nodular" nicht verpassen. Die Westfalen bewegen sich hier durchaus auf einem ebenso hohen Niveau wie die Produktionen der eben genannten. Leider ist die CD nur noch schwer (und dann meist mit einem gewissen finanziellen Aufwand) zu bekommen. Suchen lohnt aber sehr!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.2.2014
Letzte Änderung: 19.2.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von ['ramp]

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 frozen radios 11.00 1
2005 Oughtibridge 11.00 1
2011 steel and steam 12.00 1
2017 synchronize or die 12.00 1
2018 no sleep 'till wilmersdorf 12.00 1

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