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23481 Rezensionen zu 16041 Alben von 6225 Bands.
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Mike Oldfield

Man on the Rocks

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Rock / Pop / Mainstream; sonstiges
Label: Virgin EMI
Durchschnittswertung: 6/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Mike Oldfield Electric guitars, Acoustic guitars, Bass guitar, Backing vocals, Keyboards
Luke Spiller Lead vocals
John Robinson Drums
Leland Sklar Bass guitar
Matt Rollings Piano & Hammond B-3
Michael Thompson Electric guitars & Acoustic guitars
Stephen Lipson Electric guitars & Acoustic guitars
Davy Spillane Whistles on "Moonshine"
Paul Dooley Violin on "Moonshine"
Bill Champlain Backing Vocals
Alfie Silas Durio Backing Vocals
Carmel Echols Backing Vocals
Rochelle Gilliard Backing Vocals
Judith Hill Backing Vocals
Kirsten Joy Backing Vocals
Jason Morales Backing Vocals
Louis Price Backing Vocals
Tiffany Smith Backing Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Sailing 4:46
2. Moonshine 5:49
3. Man On The Rocks 6:10
4. Castaway 6:34
5. Minutes 4:51
6. Dreaming In The Wind 5:28
7. Nuclear 5:03
8. Chariots 4:38
9. Following The Angels 7:04
10. Irene 3:59
11. I Give Myself Away   (William McDowell) 5:10
Gesamtlaufzeit59:32
Disc 2
1. Sailing (instrumental)   (Deluxe Edition) 4.46
2. Moonshine (instrumental) 5.49
3. Man on the Rocks (instrumental) 6.10
4. Castaway (instrumental) 6.34
5. Minutes (instrumental) 4.51
6. Dreaming in the Wind (instrumental) 5.28
7. Nuclear (instrumental) 5.03
8. Chariots (instrumental) 4.38
9. Following the Angels (instrumental) 7.04
10. Irene (instrumental) 3.59
11. I give myself away (instrumental) 5.10
Gesamtlaufzeit59:32
Disc 3
1. Sailing   (Limited Super Deluxe Edition) 4.15
2. Moonshine 5.25
3. Man on the Rocks 5.49
4. Castaway 6.25
5. Minutes 4.27
6. Dreaming in the Wind 5.26
7. Nuclear 4.53
8. Chariots 3.53
9. Following the Angels 6.24
10. Irene 4.00
11. I give myself away 5.08
12. Sailing 4.43
13. Dreaming in the Wind 5.27
14. Following the Angels 7.03
15. I Give myself away 5.09
Gesamtlaufzeit78:27


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 3)


Auf seinem 2014 aktuellen Album hat sich die Prog-Legende Mike Oldfield denkbar weit von seinen anspruchsvollsten Alben entfernt, die ihm seit 1973 viel Anerkennung einbrachten.

Oldfield knüpft vielmehr bei den Pop-Liedern an, die er für die Alben, wie "Crises", oder "Islands" komponierte. Durch die Lieder führt die unverbraucht wirkende Stimme von Luke Spiller, der eigentlich bei der Britpop-Truppe The Struts am Gesangmikro steht.

"Sailing" widmet sich textlich dem...Segeln, wahrscheinlich einer von Oldfields Lieblingsbeschäftigungen als Einwohner der Bahamas. Der unbeschwerte Pop-Song könnte genauso von einem wie Sir Paul McCartney stammen und signalisiert schon am Anfang, was einen auf "Man on the Rocks" erwartet: überwiegend harmlose und nett anzuhörende Popliedchen, die sich zum Mitsummen für die ganze Familie eignen. Wenn man sich allerdings den Texten widmet, so geht es dort nicht nur um die heile Welt, sondern um die unschönen Kindheitserinnerungen ("Castaway"), kaputte Beziehungen ("Chariots"), vernichtende Naturereignisse ("Irene") und um einen emotionalen Notstand ("Nuclear"). Dementsprechend können einige der Songs mit einem leicht dramatischen Unterton versehen sein. Die Texte von "Moonshine" handeln von irischen Bürgern, die nach USA auswanderten, daher werden in der Musik auch die Motive der irischen Folkmusik verwendet. Das episch angehauchte Titellied mit den unverkennbaren elektrischen Gitarren könnte mit etwas gutem Willen fast schon als ein Übergang von Artpop zum episch angehauchten Artrock durchgehen. Ähnliches gilt auch für das zumindest textlich dramatische "Nuclear“. Den Mainstream-Rock von „Irene“ mit bluesiger Gitarre und einer Bläsersektion hätte ich auf einer ansonsten poppigen Scheibe doch nicht erwartet. Die abschließende, von William McDowell geschriebene Ballade „I give myself away“ handelt möglicherweise von einem Menschen, der sich für die Liebe komplett aufgibt. Dass sowas furchtbar schief gehen kann, ist inzwischen wohlbekannt…

"Man on the Rocks" ist in folgenden drei CD-Versionen erschienen: Der "normalen" einfach-CD-Ausgabe, der "Deluxe Version" mit zwei CD's und der "Limited Super Deluxe Edition", die neben den drei CD's auch vier "Art cards" (mit Fotos und Artwork) beinhaltet.

Die zweite CD der "Deluxe Version" bietet dem Fan instrumentale Versionen aller Lieder. Es könnte sich eventuell die Frage stellen, welchen Sinn sowas bei einer Musik hat, die vorrangig von den Gesangsthemem lebt. Über weite Strecken halte ich derartige Instrumentals für langweilig. Man beginnt aber zu erkennen, wie perfekt die Stücke doch arrangiert und gespielt wurden und ist noch dankbarer für die seltenen Gitarrensolos des Meisters.

Die dritte CD der "Limited Super Deluxe Edition" beinhaltet die von Mike Oldfield alleine eingespielten und gesungenen Demo-Versionen der Lieder. Oldfields oft wackelig-unsicherer und damit auf mich exotisch und interessant wirkender Gesang kann eventuell für die lieblos aufgemachte 3-CD-Box entschädigen, für die die Bezeichnung "Super Deluxe Edition" eher wie ein schlechter Scherz anmutet. Auf die Demo-Versionen folgen noch vier Stücke mit alternativen Abmischungen und ich ertappe mich dabei, dass ich nach dem Gesang von Oldfield Luke Spiller doch dafür dankbar bin, dass er gut singen kann.

Wer nicht auf den Prog-Multiinstrumentalisten Mike Oldfield festgelegt ist, sondern sich auch für gut gemachte Popmusik von Oldfield interessiert, der hätte eigentlich keinen Grund bei "Man on the Rocks" die Nase zu rümpfen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.3.2014
Letzte Änderung: 23.3.2014
Wertung: 8/15

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Von: Henning Mangold @ (Rezension 2 von 3)


Dies ist nun also das neue Album von Mike Oldfield. Wer erinnert sich noch an das letzte vor diesem? Ich nur durch die Presse: „Tubular Beats“ erschien 2013 und allein die „Beats“ hielten mich vom sofortigen Kauf ab. Manchmal kaufe ich so was irgendwann doch noch, wenn es billig geworden ist, aber auch davon ließ ich mich abhalten – diesmal von Mike Oldfield persönlich: in einem Interview, das auf die „Beats“-Veröffentlichung folgte, äußerte er sich über den Prog und sagte, das sei altmodische Musik, die auf altmodischen Instrumenten gespielt werde. Das überzeugte mich restlos, weil gerade ER das von sich gab – hatte ER doch in seinem Leben garantiert jedes altmodische Instrument mal in den Händen gehabt. Wenn ER nun sagte, das sei doch nichts mehr, und wenn ich das Altmodische trotzdem mochte, dann war mein Geschmack nicht mehr relevant, dann musste ER, der MEISTER, zweifellos damit Recht haben, dass die moderne Musik heute eben am Computer erzeugt wird. Aber die musste ich als Ewiggestriger natürlich nicht hören.

Doch das ‚Moderne’ ist inzwischen auch schon Vergangenheit geworden, und nun ist alles wieder beim Alten. Das neue Album von IHM ist nämlich wieder so, dass es alt ist und dass alles anders bleibt (Herr Grönemeyer mag mir die Wort-Andeutung verzeihen). Und als ich dann die Presse-Werbung las, dass ER jetzt zu seinen Wurzeln zurückgekehrt sei und dass das „Rocks“ im Titel kein Zufall sei, da musste ich zugreifen: wie kann man DAS nicht gehört haben wollen??

Liebe Leser, ich sage Euch hiermit: die Werbung hatte völlig Recht!! ER rockt jetzt wirklich wieder! – Wenn man ein Gitarrensolo mitten in jedem Song als ‚rocken’ durchgehen lässt. Und ER ist wirklich wieder an seinen ‚Wurzeln’ angekommen! – Wenn man seine schmissigen Songs in der ersten Hälfte von „Heaven’s Open“ und in der zweiten Hälfte von „Islands“ als SEINE ‚Wurzeln’ akzeptieren will. Und dann handeln viele seiner neuen 11 Songs auch noch vom Segeln! – Und schon wieder lässt Herr Grönemeyer grüßen! Schon der erste Song des Albums trägt den Titel „Sailing“! Da kann man doch nicht anders als einen in die Segeltücher zu blasen (und man sollte überhören, dass die „Sailing“-Melodie dem Oldfield-Über-Hit „Moonlight Shadow ‚nachempfunden’ ist)…

Aber! Dieses Album hat wirklich seinen Moment des Ruhms, das meine ich ganz ohne Ironie. Es ist der Refrain-Text von „Moonshine“, man muss nur mal zwischendurch Luft holen und die Worte lesen, die zwischen den Rhythmen der Schlager-Stilistik stehen: „We drank moonshine in the rain and raised our glasses to the wind - the day that we dreamed we could be free, riding the winds of liberty. So here’s one more for our friends and here’s one for our children, feeling the cold rain on our fingertips and moonshine on our lips.”

Also ehrlich jetzt mal: das hat was! Vor allem der Schluss: „Feeling moonshine on our lips“! Wer schon mal so einen Abend am Wasser verbracht hat, weiß, wovon ich rede – besonders, wenn er sich dann auch der Illusion hingegeben hat, er könnte frei sein. Das ist einer der Verse, um den ich jeden beneide, der so was schreiben kann. Für solch einen Inhalt bräuchte ich mindestens eine ganze Seite, um ihn zu vermitteln.

Der dann folgende Titeltrack („Man on the Rocks“) zeigt den Sänger Luke Spiller in der Rolle, die er am besten ausfüllt, nämlich den Hardrock-Shouter. Was nicht heißen soll, dass dieser Song Hardrock darstellt, es wird nur ordentlich geshoutet. Rockiger gibt sich denn schon das folgende „Castaway“ mit der kantigen Gitarre – leider enthält der Song auch nicht viel mehr als diese und das ständig wiederholte Wort „Castaway“. Dann folgt mit „Minutes“ ein weiterer Schlager zum Schunkeln, da fehlt nicht mal der für dieses Genre typische Sprechgesang, während das Lied rhythmisch weiterplätschert.

Mit „Dreaming in the Wind“ wird es fast noch schlimmer: zur Blues-Gitarre (alias ‚Erich, klappt schon’) zieht der Rhythmus an, baut aber jegliche denkbare Spannung konsequent ab. Jetzt mal nicht lachen: Hätte ein Songschreiber wie Mike Batt das geschrieben, hätte er der Substanz mehr Substanz abgerungen, ganz sicher! Der Song wäre natürlich trotzdem im Kitsch versandet, er hätte dann aber vielleicht sogar einen richtigen Schluss anstelle von Gesäusel bekommen. Aber Liedermacher wie Mike Batt sind wohl entweder ausgestorben oder überaltert…

„Nuclear“ versucht danach, etwas Frust-Atmosphäre aufzubauen (was ja bei dem Titel nicht anders zu erwarten ist). Das klappt zwar nicht (Oldfield ist einfach zu gut drauf), aber wenn Bob Dylan diesen Song geschrieben hätte, hätte aus ihm was werden können. Und schon haben wir ihn wieder – den richtigen Song für den falschen Interpreten…

Nun geht’s aber ab: es folgt mit „Chariots“ ein weiterer radiotauglicher Song! Die Gitarre krächzt, der Rhythmus stampft, der Shouter shoutet – nur hat er außer ein paar Tonleitern nicht viel zum shouten. Junge, senk die Stimme! – Nicht einmal das könnte diesem Möchtegern-Abrocker schaden…

Kommen wir zu „Following the angels“: bei dem Titel muss es ja eine ruhige Ballade sein. Ist es auch, mit zurückhaltendem Einsatz der Band und viel Gefühl. Chris de Burgh hätte das gut zu Gesicht gestanden, sonst niemandem. Zu Mike Oldfield passt der Song nicht im Geringsten, nicht einmal, wenn man nichts Gutes mehr von diesem Album erwartet. Hier wird nur noch geschwoft, fast ohne Text, der über den Refrain hinausginge – das wäre am Ende sogar dem Chris peinlich geworden…

Nun kommt Sturm auf: „Irene“ war der Name eines Hurricanes. Da muss natürlich die Gitarre mal wieder rocken und das tut sie auch. Mehr nicht. Da aber auch so ein Song eine Song-Grundlage benötigt, übernehmen diesen Job einsetzende Bläser, und die tun nichts anderes als dieselbe Akkordfolge mehrfach zu wiederholen. Sind es überhaupt echte Bläser? – In den Credits werden sie jedenfalls nicht ausgewiesen. Aber egal – aus dieser Grundidee hätte ein Phil Collins wesentlich mehr gemacht.

Aus dem abschließenden „I give myself away“ auch. Das ist ein Coversong von William McDowell, der ein bisschen wie Collins’ „One more night“ klingt…

Fazit: außer dem wahrhaft prickelnden ‚Mondschein auf unseren Lippen’ bietet dieses Album rein gar nichts für jeden Hörer, der mehr erwartet als das, was gealterte Rockbands auf Altstadtfesten spielen oder was eine Schlager-Combo zum Jubiläum eines Möbelhauses bieten könnte. Hätte Mike Oldfield noch den Geschmack der (musikalischen) Freiheit in sich, die er auf „Moonshine“ textlich andeutet, hätte aus diesem Album wenigstens eine solide Song-Sammlung werden können, die auch der gealterte Prog-Fan früher Tage bei einem Glas Wein hätte genießen können – zumal der Mike angesichts der langen Dauer, in der er gar nichts Neues aufgenommen hat, genügend Zeit für ‚richtige’ Songs hätte haben müssen. Stattdessen fabriziert er nicht mal mehr Oldfield-Musik (‚Prog’ erwartet von ihm ja eh keiner mehr). Und nicht mal mehr richtige Songs. Naja, von dem einen („Moonshine“) natürlich abgesehen – und der hätte auch auf eine Single gepasst. Und als Download für einen symbolischen Preis hätte daraus vielleicht ein Evergreen werden können.

Anspieltipp(s): „Moonshine“! Das muss man hören (und das Glas Wein dabei trinken)! Mehr als das (und eine Erinnerungen an alte Zeiten) braucht man von diesem Album nicht. Dann schon eher noch ein Glas Wein.
Vergleichbar mit: Siehe oben. Andererseits: wer schreibt schon freiwillig so lasche Lieder?
Veröffentlicht am: 22.9.2014
Letzte Änderung: 22.9.2014
Wertung: 3/15

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Von: Günter Schote @ (Rezension 3 von 3)


Eigentlich versuche ich stets up-to-date zu sein, was Oldfield betrifft. „Man on the Rocks“ war das erste Album, dass ich mir durch die Lappen habe gehen lassen, denn auf Songs a la „Gimme Back“ oder „Make, Make“ hatte ich keinen Bock.

Vor einigen Tag hörte ich dann die orchestrale Version von „Hergest Ridge“ via YouTube. Das Stück endete und YouTube lud den seiner Meinung nach für den Konsumenten sinnvollen nächsten Song. Ich lauschte und traute meinen Ohren kaum: was für ein wirklich geiles Stück mit einem wirklich geilen, geilen Sänger! Aber wer zur Hölle ist das? Ich wollte nicht nachschauen, sondern erstmal zu Ende hören. Eines war mir aber sofort klar: diese Platte muss ich haben. Es war natürlich etwas aus Oldfields „Man on the Rocks“-Album und zwar der Titel „Nuclear“. Ein absoluter Kracher!

Die Super Deluxe Edition trudelte zwei Tage später bei mir ein und nun weiß ich, dass nicht alle Stücke ganz so geil sind. Der Opener „Sailing“ lässt das Album mit einer Gesangsmelodie beginnen, die offensichtlich aus einem Gottlieb Wendehals-Song entliehen wurde. Doch schon der zweite Song „Moonshine“ überzeugt schon wieder. Top Refrain, geiler Gesang! Auch das Titelstück bietet gelungenen Pop-Rock.

Aufgenommen wurde das Album vom alten Hitproduzenten Stephen Lipson. Mit einem etwas dreckigerem Sound hätte man die Songs durchaus in die Ecke „Britpop/Alternative“ rücken können, doch Oldfield wollte es sicherlich clean produziert haben. Mäßige, durchschnittliche und tolle Songs wechseln sich ab. Insgesamt ist es letztendlich ein überraschend passables „Rock"-Album geworden, das man aber ohne viel Aufwand noch besser hätte machen können. Wirklich überzeugen kann mich Sänger Luke Spiller, der ganz unverhohlen den Freddie Mercury mimt und der Star des Albums ist.

An wen richtet sich nun diese Songsammlung? Dass er damit bei seinen „alten Fans“ keinen Blumentopf gewinnen kann, war ihm sicherlich genauso klar, wie die Tatsache, dass kein Mainstream-Radiosender diese Songs spielen wird. „Man on the Rocks“ ist ein für Oldfield ungewöhnliches Album. Es ist nicht das Rock-Album, das Virgin großmäulig angekündigt hatte. Es ist ein teilweise unterhaltsames Pop/Rock-Album mit einem prima Sänger.

PS: Auf YouTube gibt es einige in der Karibik gedrehte Promovideos, die Spiller und Oldfield beim Musizieren zeigen. Spiller tritt dort in voller Montur auf: Glitzer, Brokat, Eye-Liner und große Gesten. Oldfield sitz daneben im ausgeleiertem grauem T-Shirt mit Soßenflecken. Ich bin mir fast sicher, dass Spiller sich zunächst nicht traute nachzufragen, aber sich im Anschluss an den Dreh dann doch ein Herz fasste: „Mr. Oldfield, Mike, warum tragen Sie dieses alte, ausgeleierte T-Shirt für die Videoaufnahmen?“ Oldfield schaute sicherlich nicht einmal zu Spiller rüber, als er antwortet: „Ich bin Mike Oldfield, ich lebe in einer Villa auf den Bahamas.“

Anspieltipp(s): Nuclear
Vergleichbar mit: Oldfield goes Britpop/Alternative, dreht aber auf halbem Wege leider wieder um.
Veröffentlicht am: 18.8.2016
Letzte Änderung: 18.8.2016
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mike Oldfield

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Tubular Bells 13.00 7
1974 Hergest Ridge 12.50 6
1975 Ommadawn 13.00 5
1975 The Orchestral Tubular Bells 6.00 2
1978 Incantations 13.00 6
1979 Platinum 7.00 4
1979 Exposed 12.00 2
1980 QE2 9.33 3
1981 Music Wonderland - 2
1982 Five Miles Out 9.83 6
1983 Crises 6.17 6
1984 Discovery 6.75 4
1984 The Killing Fields - Soundtrack 11.00 2
1985 The Complete Mike Oldfield 11.00 2
1987 Islands 2.00 3
1989 Earth Moving 3.75 5
1990 Amarok 11.08 12
1991 Heaven's Open 7.25 4
1992 Tubular Bells II 10.33 3
1993 The Best of Mike Oldfield Elements - 1
1993 Elements - 1
1994 The Songs Of Distant Earth 7.25 4
1996 Voyager 9.00 3
1998 Tubular Bells III 2.00 3
1999 The Millennium Bell 1.00 4
1999 Guitars 5.67 3
2002 Tres Lunas 1.00 2
2003 Tubular Bells 2003 11.50 6
2005 Exposed (DVD) 12.50 2
2005 Light + Shade 1.50 2
2006 Live at Montreux 1981 (DVD) 11.00 1
2008 Music of the Spheres 8.33 3
2015 The Best of: 1992-2003 8.00 1
2017 Return to Ommadawn 11.00 2

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