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Crippled Black Phoenix

White Light Generator

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Moderne Electronica; New Artrock; Postrock; sonstiges
Label: Cool Green Recordings
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Justin Greaves drums, electric guitar, fuzzbass, kaospad, ebow, percussion, black light guitar, bass, drone, samples, effects
Daniel Änghede vocals
Mark Furnevall synth, effects, organ, backing vocals, slave vocals, hammond
Christian Heilmann bass, flute
Karl Demata slide guitar, electric guitar, waaaah guitar, acoustic guitar
Ben Wilsker drums, percussion
Daisy Chapman piano, vocals, backing vocals
Belinda Kordic vocals
Chrissie Caulfield electric violin

Gastmusiker

Martin Horsfall brass attack (11), trumpet (12,13)
Ewan Davies flight case & metal pipe (4), drone (7)
Billy Clarke voice (7)

Tracklist

Disc 1
1. Sweeter Than You   ("Black Side") 2:13
2. No! Part 1 3:51
3. No! Part 2 9:45
4. Let's Have An Apocalypse Now! 5:47
5. Black Light Generator 5:47
6. Parasites 5:23
7. _____________________ 1:46
8. Northern Comfort   ("White Side") 6:05
9. Wake Me Up When It's Time To Sleep 5:22
10. Caring Breeds The Horror 4:15
11. You'll Be Murdered 5:08
12. We Remember You 8:58
13. A Brighter Tomorrow 6:33
Gesamtlaufzeit70:53


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Crippled Black Phoenix sind mit einem neuen Album zurück. Beim Blick auf die Besetzungsliste von „White Light Generator“ fallen allerlei bekannte Namen auf, Musiker, die sich schon auf den letzten Alben dieser Band herumgetrieben haben. Und auch schon fast wie immer, bei „Vocals“ steht ein neuer Name, diesmal Daniel Änghede. Der Schwede ist schon der dritte Nachfolger (meiner Zählung nach), der nach dem Ausstieg von Original-Sänger Joe Volk in dessen Fußstapfen treten will.

„White Light Generator“ beginnt mit langweiligem Geschrammel. Ein alter Ricky Nelson-Song, der hier gecovert wird, macht eine denkbar schlechte Figur als Opener. Aber dann legt das Album richtig los. Der erste Teil von „No!“ ist noch ein bisschen schaumgebremst, aber spätestens mit dem zweiten Teil laufen Crippled Black Phoenix zu großer Form auf. Dröhnende Gitarren bauen bizarre Klangwälle auf, schleppende Rhythmen treiben die Songs intensiv und markerschütternd voran und dazu werden düstere Stimmungen, melancholische Melodien und Momente dunkler Schönheit aufgeblättert. Typische Crippled Black Phoenix-Musik mit elegischen Gitarrenmotiven, behäbigen Soli, perlenden Piano-Läufen, sanften Keyboard-Tupfer, elektronischem Geflirre und moderat vertrackter Rhythmusarbeit breitet sich aus. All der Weltschmerz, all die Düsternis, all die Melancholie, die der Musik von Crippled Black Phoenix innewohnt verdichtet sich zu majestätisch-erhaben dahinschreitenden Klangkonstrukten, die vor innerer Spannung teils zu bersten drohen... Doom-Post-New Artrock.

Dabei setzen Crippled Black Phoenix keineswegs nur auf Atmosphäre. „Let's Have An Apocalypse Now!“ wird seinem Titel durchaus gerecht und rockt kraftvoll. Ebenso wie „Black Light Generator“ (das Gegenstück, den „White Light Generator“ sucht man vergebens in der Titelliste) und „Parasites“.

Nach der seltsamen titellosen Spracheinlage (die so packend gesprochen ist, dass sie nicht mal richtig nervt) kommt mit „Northern Comfort“ der experimentellste Song des Albums. Hier werden Ethno-Gesänge, elektronische Klänge und eben der typische CBP-Düster-Rock zu einem seltsamen Mix verbunden. Ein fesselnder Song.

Danach wird das Album doch deutlich ruhiger, leider vielleicht etwas zu ruhig. Aber die balladesken Songs werden auch zunehmend freundlicher und heller. Das passt zum Untertitel der zweiten CD-Hälfte „White Side“ (während die düstere erste Hälfte ebenso passend „Black Side“ heißt). Crippled Black Phoenix schwelgen in schönen Melodien und sanft dahin pulsierenden Songs, ohne in die Belanglosigkeit abzugleiten. Trotzdem wünscht man sich noch den einen oder anderen Ausbruch, der aber ausbleibt. Besonders wertvoll sind aber die wunderschönen melancholischen Trompeten-Passagen von Gastmusiker Martin Horsfall in den abschließenden Tracks.

Irgendein schlauer Mensch hat mal gesagt „Vergleichen macht unglücklich“, also lassen wir mal den Vergleich mit dem Über-Werk „(Mankind) The Crafty Ape“, weil nicht jedes Mal ein Meisterwerk anstehen muss. Und es muss auch nicht immer ein Meisterwerk sein, um gut unterhalten zu werden. Die Songs im Mittelteil von „White Light Generator“ sind teils herausragend, der Rest ist immer noch gut und so ist „White Light Generator“ ein gelungenes Album geworden, welches mindestens CBP-Fans begeistern sollte.

Ach ja, Daniel Änghede: Der Schwede erweist sich als Glücksgriff und intoniert mit sanfter, aber kraftvoller dunkler Stimme souverän die Songs. Manchmal erinnert er glatt auch an Joe Volk, was sicherlich kein Fehler ist. Er harmoniert auch gut mit den weiblichen CBP-Stimmen wie Belinda Kordic oder Daisy Chapman. Also auch hier: Daumen nach oben.

Anspieltipp(s): Black Light Generator, Northern Comfort
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.3.2014
Letzte Änderung: 25.3.2014
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Crippled Black Phoenix

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 200 tons of bad luck 11.00 1
2010 I, Vigilante 10.50 2
2012 (Mankind) The Crafty Ape 10.33 3
2012 No Sadness Or Farewell 11.00 1
2013 Live Poznan 12.00 1
2015 New Dark Age 9.00 1
2016 Bronze 9.00 2

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