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Renaissance

Symphony of Light

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Folk; Klassischer Prog
Label: Red River
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michael Dunford Gitarre
Annie Haslam Gesang
Rave Tesar Keyboards
David J. Keyes Bass, Gesang
Jason Hart Keyboards
Frank Pagano Schlagzeug
Tom Brislin keyboards, vocals (8, 9, 10)

Gastmusiker

Ian Anderson Flöte (5)
John Wetton Gesang (7)

Tracklist

Disc 1
1. Symphony of Light 12:09
2. Waterfall 4:45
3. Grandine il Vento 6:30
4. Porcelain 6:42
5. Cry to the World 5:45
6. Air of Drama 5:21
7. Blood Silver Like Moonlight 5:16
8. The Mystic and the Muse 7:48
9. Tonight 4:23
10. Immortal Beloved 5:48
11. Renaissance Man 3:27
Gesamtlaufzeit67:54


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Weil Renaissance ihre letzten beiden Veröffentlichungen, die EP "The Mystic and the Muse" und das Album "Grandine il Vento", in Eigenregie herausbringen mussten, haben vielleicht nicht alle mitbekommen, dass eine der bedeutendsten Progressive-Rock-Bands der 70er Jahre wieder aktiv ist. Nun hat man einen Vertriebsdeal mit Red River Entertainment abgeschlossen, der es ermöglicht, dass diese Musik ab sofort weltweit gehört werden kann. "Grandine il Vento" wurde durch die beiden EP-Tracks "Immortal Beloved" und "Tonight" ergänzt, und konsequenterweise in "Symphony of Light" umbenannt. Ein neues Artwork, wieder von Annie Haslam selbst, zeigt, dass man diese Veröffentlichung als die eigentliche ansieht.

Die Rückkehr der Band in den aktiven Dienst mit "The Mystic and the Muse" geschah 2010 nahezu unbemerkt. Selbst wir von den BBS, die wir normalerweise in Sachen Prog das Gras wachsen hören, hatten viel zu spät davon Wind bekommen. Umso schader, denn die Musik, die Renaissance im Programm hatten, war absolut auf Augenhöhe mit dem, was die Band in den 70ern ausgemacht hatte: Der klassische Sound war wieder da und ließ dem Fan die alten und lange vermissten Schauer über den Rücken laufen: "The Mystic and the Muse" war Renaissance von Feinsten, ein wenig operettenhafter sogar, als man es gewohnt war - kurz: genau das, was die Fans dreißig lange Jahre vermissen mussten. Die anderen beiden Tracks zeigten die folkige Seite der Band und enttäuschten im Vergleich zu ihren frühen Vorgängern ebenfalls nicht.

Würde die Band dieses Niveau über ein gesamtes Album hinweg halten können? Zu oft wurden wir in den letzten Jahren, ja Jahrzehnten von altgedienten Progbands enttäuscht. Nicht von dieser! "Grandine il Vento" war ein tolles Album, dass nahtlos an die Phase der Band anschloss, in der sie “A Song for all Seasons“ und „Azure d‘Or“ aufnahm. Da waren sie wieder, die typischen Harmonien, die typischen Melodien, ganz so, als hätte es die Zeit nach „Azure d‘Or“ nicht gegeben. Und auch wenn man dem Album sein Budget anhörte, es hielt sämtlichen ehemaligen Proglegenden den Spiegel vor, die seit Jahren ihrem Publikum einreden, es sei für sie das Größte, mittelmäßige AOR-Scheibletten zu produzieren. Renaissance zeigten: Es geht auch anders. Man kann auch in seiner Spätphase noch ganz hervorragende Musik machen.

Die Rückkehr dieser Band wurde tragischerweise überschattet vom plötzlichen Tod ihres Hauptsongwriters Michael Dunford am 20. 12. 2012. Ihm zu Ehren enthält diese Veröffentlichung einen stillen Song, den Annie Haslam und Rave Tesar passend "Renaissance Man" genannt haben. Ein wunderbarer Abschied für einen Mann, der diese Band vierzig Jahre lang geprägt hat - und damit viel zu kurz.

Mit "Symphony of Light" kehrt die Band nun hoffentlich endgültig ins Zentrum der Aufmerksamkeit unserer Szene zurück. Verdient hätte sie es schon seit "The Mystic and the Muse". Und wir hoffen weiter, sie irgendwann doch noch in Deutschland sehen zu können - bevor es zu spät ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: den Klassikern der Band
Veröffentlicht am: 17.4.2014
Letzte Änderung: 17.4.2014
Wertung: 11/15
Zusammenfassung eines bemerkenswerten Comebacks.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Renaissance

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Renaissance 10.50 2
1971 Illusion 9.67 3
1972 Prologue 12.00 1
1973 Ashes are burning 10.50 2
1974 Turn of the Cards 11.00 2
1975 Scheherazade And Other Stories 11.67 3
1976 Live at Carnegie Hall 11.50 2
1977 Novella 10.50 4
1978 A Song For All Seasons 10.00 1
1979 Azure d'or 7.67 3
1982 Camera Camera 3.67 3
1983 Time Line 2.33 3
1994 The Other Woman 7.00 1
1995 Da Capo - 1
1997 At The Royal Albert Hall With The Royal Philharmonic Orchestra, Part 1 11.00 1
1997 At The Royal Albert Hall With The Royal Philharmonic Orchestra, Part 2 11.00 1
1997 Songs from the Renaissance Days 1.00 1
2000 'Unplugged' - 'Live' at The Academy of Music, Philadelphia USA 7.00 1
2001 Tuscany 7.00 2
2002 In the land of the rising sun 9.00 1
2006 British Tour '76 11.00 1
2008 Song of Scheherezade (DVD) 11.00 1
2010 Kings & Queens 10.00 1
2010 The Mystic and the Muse 11.00 2
2013 Grandine il Vento 10.33 3
2015 DeLane Lea Studios 1973 9.00 1
2016 Live at the Union Chapel 12.00 1

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