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Animals As Leaders

The Joy Of Motion

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Mathrock; Progmetal
Label: Sumerian Records
Durchschnittswertung: 13/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Tosin Abasi lead guitar
Javier Reyes rhythm guitar
Matt Garstka drums

Tracklist

Disc 1
1. Kascade 5:24
2. Lippincott 4:22
3. Air Chrysalis 5:06
4. Another Year 3:51
5. Physical Education 4:41
6. Tooth and Claw 4:23
7. Crescent 4:24
8. The Future That Awaited Me 4:33
9. Para Mexer 4:30
10. The Woven Web 4:08
11. Mind-Spun 4:36
12. Nephele 4:31
Gesamtlaufzeit54:29


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 3)


Animals As Leaders zum Dritten und es tobt erneut die Tosin Abasi-Show. Auf „The Joy Of Motion“ spielt wieder sein inzwischen bewährter Sidekick Javier Reyes (allerdings diesmal mit klarer Regieanweisung 'rhythm guitar') sowie neu an Bord Drummer Matt Garstka.

Für die Musik bedeutet das ein „Weiter so“ auf extrem hohem Niveau. Ganz dem Albumtitel folgend geht es es recht bewegt zu. Stakkato-Riffing, giftige, blitzartige Soli, pumpende Rhythmus-Gitarre, die einen Bass vergessen machen lässt, und wirbeliges Highspeed-Drumming (Garstka ist ein Tier) im Untergrund. Aber wie immer bei Animals As Leaders wirkt das alles weder konstruiert noch besonders angespannt, das Trio schüttelt seine Musik mit einer beeindruckend Lockerheit aus dem Ärmel. Alles federt, wippt, schwingt und hat teils auch noch richtiggehend Melodie. Dieses federleichte Extrem-Rocken ist ganz klar das Alleinstellungsmerkmal dieser Combo. Und vor allem bleibt bei aller instrumentalen Pyrotechnik der Kern erhalten, es ist Musik.

Geschickt werden auch noch ein paar ruhige Momente als Atemhol-Inseln platziert. Eingewobene elektronische Klänge lockern das Ganze etwas auf und sorgen für unterschwellige Hintergrund-Orchestrierung. Da wirkt ein fast schon ruhiger, melodischer Songeinstieg wie bei „The Future Awaited Me“ fast schon etwas exotisch (wobei das allerdings ohnehin das verträumteste Stück auf dem Album ist). Hochmelodisch geht’s auch bei „Air Chrysalis“ zu, die Gegenpole sind dann „Physical Education“ oder „Mind-Spun“, Ohr-Verknotungen nur beim Lauschen gefällig. Aber letztlich geht es durchweg auf die 12, wird technisch-kraftvoll Abgerockt, immer auf der Linie jazzig-fundierten Progmetals, im Neusprech auch gerne 'djent' getauft.

Ein weiteres Mal großes Ohrenkino einer höchst außergewöhnlichen Formation. Tosin Abasi hat seinen Klangkosmos sowohl ausgebaut, wie auch verfeinert... man fragt sich wohin soll das führen? Wo ist das Limit?

Anspieltipp(s): Air Chrysalis, Physical Education
Vergleichbar mit: so die Ecke Canvas Solaris, Exivious, Scale the summit, aber Animals As Leaders sind schon eine ganz eigene Nummer
Veröffentlicht am: 20.4.2014
Letzte Änderung: 20.4.2014
Wertung: 13/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 3)


Animals as leaders: The Joy Of Motion. Das passt! Bei Polymetrik habe ich immer das Bild hintereinander mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten sich verschiebender Muster im Kopf, die in ihren Kombinationen immer neue Eindrücke ergeben. Extreme, geile, extrem geile, polymetrische Gewitterriffs eröffnen das Album. Tech Tech Tech! Das hier ist ohne Zweifel Musik auf allerhöchstem technischen Niveau. Hier wird die Qualität an der Präzision und an der Konzentrationsfähigkeit der Musiker gemessen.

Oder?

Denn Abasi und seine Mitstreiter lassen ihre Kompositionen nie zur reinen Angeberei verkommen. Das hier ist zu jeder Zeit Musik. Musik strömt aus allen Poren. Der Wahnsinn hat Methode, er hat aber auch Melodie, Seele, Schönheit. Und er hat Jazz. "Another Year" ist Jazz. Tech-Jazz.

Aber es gibt mehr als Jazz und Tech-Metal. "Physical Education" ist extrem harter Funk. Hart, aber nicht jene für den Metal typische Härte, die aus dem Sound heraus erzeugt wird, die Härte hier entsteht aus dem Spiel, vor allem dem von Javier Reyes. Die Basslinie ist hier das, was sie immer ist, wenn sie am Besten ist: Ein Schlachtermesser.

"Tooth and Claw"! Knallharte Stop-and-Go-Riffs. Musikalisches Stroboskop. "Die Zukunft des Prog" liest man oft, lustigerweise meist über vollkommen generische Retroprogbands. Glaubt es nicht. Hier ist progressiv! Und doch hat auch diese Musik ihre Quellen: Man hört (neben dem offensichtlichen Tech-Metal) aus "The Future That Awaited Me" King Crimson heraus, aus dem lateinischen "Petra Mexer" virtousen Jazzrock. Tatsächlich wird mit diesen beiden Songs der Metal-Anteil ein wenig herausgenommen, bevor es dann bei den letzten drei Stücken noch mal so richtig zur Sache geht.

Animals As Leaders ist Thinking Man's Tech-Metal – also eine potenzierte Potenz. Wen Intelligenz antörnt, der kann hier so richtig geil werden. Viagrakonzentrat fürs musikalische Nervenzentrum.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.10.2014
Letzte Änderung: 22.10.2014
Wertung: 13/15
Intelligenz ist sexy!

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 3 von 3)


"Warning: Life without great music is not cool. Thank you for helping keep it alive".

Wenn man so einen Satz auf die CD-Hülle druckt, dann muss man sich seiner Sache schon ziemlich sicher sein und viel Vertrauen in die Qualität der eigenen Musik haben. Oder einfach einen gewieften Marketing-Manager mit einer gesunden Portion Chutzpe. Bei AAL trifft Ersteres zu. Mit ihrem nach dem Bandnamen betitelten Debutalbum und dem Nachfolger Weightless haben sie zwei tiefe Fussabdrücke auf dem Walk of Fame des Mathrock/Progmetals hinterlassen, so dass sie sich obige Aussage ohne rot zu werden leisten können.

Als ich "The Joy of Motion" zum ersten Mal hörte, dachte ich: super cool, aber irgendwie kenne ich das alles schon. Die machen geile Musik, aber sie machen wieder dasselbe wie auf Weightless. Das Album brauchte seine Zeit (oder ich meine), um zu zeigen (zu realisieren), dass AAL nochmal ein Pfund draufgesetzt hatten.

Sie haben ihre Plektren geschärft, die Felle härter gespannt, die Saiten gestrafft. Haben die Perfektion des Zusammenspiels auf die Spitze getrieben und die Kompositionen noch um eine Nuance spannender gestaltet. Zudem klingt das Album noch fetter und knackiger, als die beiden Vorgänger. AAL gehören zusammen mit Spastic Ink zu den ungekrönten Königen des Mathrock.

Anspieltipp(s): Physical Education, Tooth and Claw
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.10.2016
Letzte Änderung: 11.10.2016
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Animals As Leaders

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 Animals As Leaders 11.00 3
2011 Weightless 12.33 3
2016 The Madness of Many 13.00 2

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