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Steve Hackett

Genesis Revisited: Live At The Royal Albert Hall

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: live; DVD; Klassischer Prog
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: keine Wertung (2 Rezensionen)

Besetzung

Steve Hackett Guitars
Roger King Keyboards
Nad Sylvan Vocals
Lee Pomeroy Bass, Twelve String
Rob Townsend Saxophone, Woodwind
Gary O'Toole drums, percussion, vocals

Gastmusiker

Ray Wilson Vocals (I Know What I Like und The Carpet Crawlers)
John Wetton Vocals (Firth Of Fifth)
Amanda Lehman Vocals (Ripples)
Roine Stolt Guitar (The Return Of The Giant Hogweed)

Tracklist

Disc 1
1. Dance On A Volcano 6:39
2. Dancing With The Moonlit Knight 7:53
3. Fly On A Windshield 3:39
4. Broadway Melody Of 1974 2:54
5. Carpet Crawlers 6:09
6. Return Of The Giant Hogweed 8:38
7. The Musical Box 11:25
8. Horizons 2:01
9. Unquiet Slumbers For The Sleepers 2:13
10. In That Quiet Earth 4:59
11. Afterglow 4:12
12. I Know What I Like 6:36
Gesamtlaufzeit67:18
Disc 2
1. Firth Of Fifth 10:15
2. Ripples 5:28
3. The Fountain Of Salmacis 8:00
4. Supper's Ready 26:15
5. Watcher Of The Skies 9:07
6. Los Endos 8:55
Gesamtlaufzeit68:00
Disc 3
1. DVD mit dem gleichen Programm


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 2)


Genesis ist eine Band, deren Status als sagenhaft wohlhabende englische Landjunker es ihnen ermöglicht, Klassikalben zu veröffentlichen, die keiner hört (Banks), zu den weltweit engagiertesten Sammlern von Devotionalien der Alamo-Belagerung zu gehören (Collins) oder mit der unbekanntesten Rockband der Welt immer noch vorzugeben, ein Rockstar zu sein (Rutherford) - während Peter Gabriel, längst zum Versorger mit dem immer gleichen Edelpopvergnügen mutiert, sich weiterhin in der Pose der ernsthaften, aber verpeilten artistes übt, und der arme Steve Hackett immer noch wartet, dass ihn die anderen noch anrufen, um ein letztes Mal die alte Band zusammenzubringen.

Damit er dabei nicht versauert, hat er nun vor ein paar Jahren beschlossen, eben gleich selbst zu Genesis zu werden, wenn die andern schon nicht mitmachen wollen. Und mit Erfolg: Wenn ich richtig zähle, hat er seither zwei Studioalben damit zustandegebracht, davon ein Doppelalbum, dazu ein Doppel-Live-Album und eine Fünf-Scheiben-Live-Box. Wenn ich richtig rechne, sind das zehn Silberscheiben bisher. Wird Zeit, mal wieder was nachzulegen! Und so erscheint dieser Tage "Live at the Albert Hall" – ein weiterer Triplescheibling mit noch mal den gleichen Liedern.

Liegt es an mir oder ist das wirklich etwas übertrieben?

Ich meine, sonst machen so was doch nur Transatlantic: Vier Studioalben, aber siemerzwanzg Stunden käuflichen Output.

Ah! Stimmt ja! Gleiche Plattenfirma.

Oh shit! Ich hab die sinnloseste Compilation der Musikgeschichte vergessen: "Genesis Revisited II: Selection". Wir sind also nun schon bei 14 Scheiben wiederbesuchten Genesis. Das sind mehr Scheiben als Genesis... - aber lassen wir das.

Kann Hackett nicht mal jemand anderen besuchen?

Also, den Studioalben stand ich ja recht kritisch gegenüber, zumal dem zweiten. Welcher künstlerische Mehrwert besteht darin, die alten Songs noch mal vollkommen identisch aufzunehmen?

Oh, sag bloß, bei Rockmusik ginge es gar nicht um Kunst?!?

Live ist das ein wenig anders. Was spricht dagegen, mit den besten Songs der eigenen Karriere auf Tour zu gehen? Bevor man irgendeinen Scheiß spielt…

Nostalgie ist der Erzfeind jeder Kunst, insbesondere des Rock'n'Roll. Denn Rock'nRoll ist, wenn er am Besten ist, eine Feier der Gegenwart. Dennoch: Was spricht dagegen, mit den besten Songs der eigenen Karriere auf Tour zu gehen?

Yes veröffentlichen demnächst ein neues Album, das absolut beschissene Kinderliedchen enthält. Was spricht also dagegen, mit den besten Songs der eigenen Karriere auf Tour zu gehen?

Nun, Nostalgie ist der Erzfeind jeder Kunst, insbesondere des Rock'n'Roll. Denn Rock'nRoll ist, wenn er am Besten ist, eine Feier der Gegenwart.

Ich wiederhole mich? Echt? Na, wenn Hackett das darf…

Play me my song, here it comes again.

Also, wiexakt, live ist das ein bisschen was anderes. Schließlich geht es in der Rockmusik nicht um Kunst, das ist Hacketts Beruf, und ein Beruf ist nun mal dazu da, Geld damit zu verdienen. Und wenn's den Leuten gefällt!

Dann bringt man das Gleiche eben noch zum zehnten oder zwölften Mal heraus. Ist ja nicht so als hätten Genesis diese Songs nicht auch schon ein paar Mal (wieder)veröffentlicht.

Ich krieg's irgendwie nicht hin. Eigentlich wollte ich doch was Positives schreiben! Denn wiexakt, es spricht nichts dagegen, die besten Songs der eigenen Karriere nochmal live zu spielen, und, wenn's denn sein muss und Geld bringt, davon ein Live-Album rauszubringen.

Also gut. Denn es funktioniert ja auch: Die Band ist hervorragend eingespielt, und die Musik kommt extrem smooth rüber. Hier stimmt alles: Performance, Ensemblespiel, Sound. Im Vergleich zu den Live-Versionen von Genesis, die ich kenne, klingt das Ganze natürlich deutlich klarer und präsenter, und gespielt ist es mit mehr - wage ich es bei Genesis-Musik zu sagen – mit mehr Rock. Gut so, die 70er-Alben dieser Band waren mir im Klang immer ein bisschen zu harmlos. Da irritiert es nur wenig, dass alles superhochglanzperfekt und bis auf die Note exakt ist, und der Sänger klingt, als wäre er, wie einst Tuvix, durch einen Transporterunfall entstanden.

Und Philter Gablins macht seine Sache wirklich gut, das muss man ihm lassen. Ist halt nur so, dass man ihn irgendwie nicht als eigenständige Sängerpersönlichkeit wahrnimmt. So wie man die ganze Band irgendwie nicht als wirklich eigenständige Band wahrnimmt. Das hier ist eben Steve Hackett, der nicht mehr warten wollte, dass ihn die anderen noch anrufen, um ein letztes Mal die alte Band zusammenzubringen.

Was soll's, ich mag's! Die schönen Lieder! Und wenn nur wegen der klitzklitzekleinen Selbständigkeiten, die sich Hackett herausnimmt, in "Firth of Fifth", "Los Endos" und so. Die kleinen Freiheiten der Gäste: Stolts raues Solo in "Return Of The Giant Hogweed". Wie gern hätte ich in den Neunz'gern Wetton als neuen Genesis-Frontmann gesehen. "Ripples" singt ne Frau, ich mag's. Glaubich. Mann, selbst Starbuck ist ne Frau.

Am Ende hängt's an der Frage, ob man Steve Hackett beim Genesis-Channeln zuhören möchte. Die immer gleichen Songs nochmal hören will. Und nochmal. Und nochmal. Play me my song, here it comes again. Ein bisschen rauer vielleicht, mit 'nem längeren Gitarrensolo, 'nem anderen Sänger, der aber eigentlich gar kein anderer Sänger ist. Es soll Leute geben, die sich Live-Aufnahmen besorgen, um herauszufinden, ob sich die Ansagen im Vergleich zum Auftritt vom Vorabend verändert haben. Und in jeder Rezension, die ich zu „Live At The Royal Albert Hall“ gelesen habe, wurde prompt eine der Ansagen Hacketts zitiert.

Ganz so, als gebe es über die Musik im Grunde nichts mehr zu sagen.

Und so ist es auch.

Aber Ihr könnt nicht sagen, ich hätte es nicht versucht. Und doch: Anderswo steht mehr zu diesen Liedern. Aus gutem Grund.

Was soll's. Ich mag's. Nett.

Das Ganze erscheint in zwei Versionen: Einer 3-Scheiben-Box, mit einer DVD vom gleichen Konzert, und als 5-Scheiben-Special-Edition, mit zusätzlicher Bonus-DVD und Blue-Ray.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: 'ner Séance bzw. 'nem Kopiergerät.
Veröffentlicht am: 30.6.2014
Letzte Änderung: 12.2.2015
Wertung: keine Nettes Album!

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Also über die Musik von "Hackesis" kann man ja nun wirklich nichts Neues mehr berichten. Also lass ich es. Ich könnte aber ein wenig über paramusikalische Dinge schwadronieren. Über die Tatsache zum Beispiel, dass die frühen Platten der Band zum Fundament des Progrock gehören und man sie sich immer wieder anhören kann. Warum nicht in immer neuen Versionen? Oder darüber, dass ein Steve Hackett offenbar viel Spass daran hat, diese Klassiker wieder und wieder auf der Bühne zu spielen.

Was kann er denn dafür, dass seine Plattenfirma das anschliessend noch auf Silberlingen unters Volk bringen will und es auf diesem Wege auf den Schreibtischen der Rezensenten landet? Die sich dann fragen, was das soll und ob es das nochmals braucht? Antwort siehe oben. Immerhin kriegt die Musik so wieder etwas Werbung, vielleicht gar Airplay, und jüngere Semester lernen die Band kennen. Was ja auch nicht schlecht ist. Für die Musik und den Prog. Soundtechnisch ist diese Aufnahme erster Güte. Fett die Bässe, glasklar die Höhen, alles sauber und schön gestaffelt. Wer sich gerne die alten Genesisklassiker anhört, kann das ohne zu zögern hier tun.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Genesis und Hackett
Veröffentlicht am: 8.10.2014
Letzte Änderung: 8.10.2014
Wertung: keine Bewerten muss und will ich das nicht mehr

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Steve Hackett

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Voyage Of The Acolyte 9.80 5
1978 Please Don't Touch 10.33 3
1979 Spectral Mornings 7.33 3
1980 Defector 9.33 3
1981 Cured 6.00 2
1983 Bay of Kings 7.50 2
1983 Highly Strung 7.00 2
1984 Till We Have Faces 5.67 3
1988 Momentum 10.50 2
1992 Time Lapse 10.00 2
1992 The Unauthorised Biography - 1
1993 Guitar Noir 11.50 2
1993 There Are Many Sides To The Night 14.00 1
1994 Timeless (MCD) 9.00 1
1995 Blues with a Feeling 1.00 2
1996 Genesis Revisited 10.50 2
1996 The Tokyo Tapes (DVD) 9.00 1
1997 A Midsummer Night's Dream - 1
1998 The Tokyo Tapes 9.00 2
1999 Darktown 10.67 3
2000 Feedback '86 2.33 4
2001 Live Archive 70,80,90s 11.00 1
2001 Live Archive 70's Newcastle 9.00 1
2002 Genesis Files - 2
2003 Live Archive - NEARfest 11.00 1
2003 To Watch The Storms 11.00 4
2003 Somewhere in South America... Live in Buenos Aires 13.00 2
2003 Hungarian Horizons (Live in Budapest) 11.00 1
2004 Live Archive 04 10.00 1
2004 Once above a time (DVD) 10.00 1
2004 Live Archive 03 11.00 1
2005 Metamorpheus 9.50 2
2005 Live Archive 05 9.00 1
2005 Spectral Mornings ('Musikladen' show) (DVD) 11.00 1
2006 Live Archive 83 8.00 1
2006 Wild Orchids 10.33 3
2009 Out Of The Tunnel's Mouth 11.50 2
2011 Live Rails 10.00 2
2011 Beyond the Shrouded Horizon 10.50 2
2012 Genesis Revisited II 13.00 3
2013 Genesis Revisited: Live At Hammersmith 15.00 1
2013 The Bremen Broadcast - Musikladen 8th November 1978 13.00 1
2015 Wolflight 11.00 1
2015 The Man, The Music 11.00 1
2016 The Total Experience Live In Liverpool 11.00 1
2017 The Night Siren 12.00 2

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