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Neal Morse

Songs From November

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream
Label: InsideOut Music
Durchschnittswertung: keine Wertung (2 Rezensionen)

Besetzung

Neal Morse Vocals, Keyboards, Percussion, Guitars, Bass, Percussion, Drums

Gastmusiker

Alfreda McCrary-Lee Background Vocals
Wil Morse Vocals
Eric Gillette Vocals
Gabe Klein Drums, Piano
Chris Carmichael Strings
Jim Hoke Saxophone, Pedal Steel Guitar
Steve Herrmann Trumpet
Eric Darken Percussion
Regina McCrary Background Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Whatever Days 4:46
2. Heaven Smiled 4:15
3. Flowers In A Vase 4:16
4. Love Shot An Arrow 4:19
5. Song For The Free 4:27
6. Tell Me Annabelle 4:22
7. My Time Of Dying 4:36
8. When Things Slow Down 3:25
9. Daddy's Daughter 4:44
10. Wear The Chains 4:04
11. The Way Of Love 4:31
Gesamtlaufzeit47:45


Rezensionen


Von: Harald Schmidt @ (Rezension 1 von 2)


Neal Morse ist ein toller Typ. Er strahlt eine Energie und Lebensfreude aus, die mitreißt. Und er geht auf eine so offene und menschliche Art mit seinen Gefühlen und Gedanken um, dass man sich sicher sein kann, dass sein Auftreten authentisch ist. Die Male, die ich ihn treffen konnte war es für mich stets eine Freude, mit diesem Mann zu kommunizieren. Seine Lebenseinstellung und Emotionen spiegeln sich 1:1 in seiner Musik wider. Ob nun früher bei Spock’s Beard, bei Transatlantic oder auf seinen Solo-Alben – immer schwingt der Morse’sche Code mit. Auch – oder besonders - wenn es einmal kein Prog-Album ist.

Songs From November ist ein solches Nicht-Prog-Album. Seine formidablen Songs mit Texten mitten aus dem Leben transportiert Morse mit seiner breiten musikalischen Palette: Treibender Gitarren-Pop steht neben Country-Schmonzetten, ein funkiger Pop-Song trifft auf eine üppige Soul-Ballade – nein, das ist kein Prog, aber diese musikalische Vielfalt zeigt dennoch, weshalb Morse ein so versierter Progger ist, nämlich weil er die unterschiedlichsten Stilarten lebt und versteht, die dann auf seinen anderen Alben ineinander fließen. In der Tat: Viele Melodien oder Songabschnitte kann man sich jederzeit als Teil eines Neal-Morse-Prog-Epics vorstellen.

Dass er hier auf instrumentale Abfahrten, verschachtelte Aufbauten, Gitarren- oder Keyboardsoli komplett verzichtet führt zu unverkrampften, lockeren Songs, die mehr als einmal wehmütig werden können, die aber genauso die positiven Seiten des Lebens feiern. Hier finden sich all die Emotionen, die einen Mann im etwas fortgeschrittenen Alter bewegen. Bestes Beispiel ist der Song Daddy’s Daughter: Ja, das ist teils plakativ oder sogar kitschig. Aber jedes Mal, wenn ich dieses Stück höre, steht mir das Wasser in den Augen. Zu schön. Bittersüß zuweilen, denn oft besingt Morse Themen, die mit unserer Vergänglichkeit zu tun haben.

Der Mann hat ein Gespür dafür, was außer ihm noch andere Menschen bewegt: Textzeilen wie „Light up the fireplace, let’s slow down the human race“ oder „When things slow down, all we’ve lost will then be found“ sprechen Bände. Wohltuend verpackt Morse ein paar nette Tipps und Botschaften in gehaltvolle, aber unkomplizierte Stücke. Offensichtlich hat Morse besonders intensiv am Piano, teils auch an der akustischen Gitarre, seine Songs geschrieben und entsprechend prominent treten beide auf diesem Album auf.

Morse liefert kein Prog-Album, aber er kann und lebt hier genau das aus, was man bei Prog-Veröffentlichungen durchaus vermissen kann: Er übermittelt Gefühle und schreibt großartige Melodien. Und so bekommt man eine kurzweilige, bewegende Songsammlung eines Künstlers, der etwas zu sagen hat und dies auch tut. Ein Album, bei dem man wegen des Verzichts auf musikalische Kapriolen richtig runterfahren kann – ein Kleinod für offene Ohren und Herzen.

Anspieltipp(s): Flowers In A Vase, Song For The Free, Daddy's Daughter
Vergleichbar mit: Vielleicht ähnlich biografisch wie 1981 Phil Collins' Face Value
Veröffentlicht am: 31.8.2014
Letzte Änderung: 31.8.2014
Wertung: keine Ohne Wertung für den Prog-Puristen, für ein Pop-Album traue ich mich hier locker die 12 aufzurufen

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


Erinnert ihr Euch noch? „Morse of the same"! Der Ausdruck ging vor ein paar Jahren rum. Damit hat man versucht, Neal Morse vorzuwerfen, immer das Gleiche zu machen, was dann als Rechtfertigung dafür herhalten musste, bei Neal-Morse-Alben weitaus häufiger zu betonen, dass er seine Musik macht, als das bei anderen Bands der Fall war. Dabei sind die Alben anderer Musiker und Bands einander nicht weniger ähnlich als die Neal Morses.

Ich hab damals nicht verstanden, warum alle Welt sich darüber beschwerte, dass Neal Morses Retroprogalben Neal Morses Retroprog enthalten, und ich tue es heute noch nicht. Umso weniger, als ich den Verdacht hegte, und noch hege, dass diejenigen, die das Wort vom immer Gleichen im Munde führten, Alben wie „Neal Morse“, „It’s not too late“, „Lead Me Lord“, „God Won't Give Up“, „Sing it High“ oder “Mighty to Save” gar nicht kennen. Nun legt Morse ein weiteres seiner Singer-Songwriter-Alben vor, und ich frage mich, ob diejenigen, die sich über das angeblich immer Gleiche bei Neal Morse beschweren, mit Begeisterung "Songs from November" kaufen. Vielleicht mit noch größerer Begeisterung - weil dieses Album endlich mal keinen Neal-Morse-Retroprog enthält?

Zweifel sind erlaubt.

Ob sie bemerken, dass es nicht um Jesus geht? Es geht nämlich nicht um Jesus. Keine Ahnung, worum es geht, aber Jesus ist es nicht. Vielleicht sollte es mir nicht egal sein, worüber Morse hier singt, denn Texte sind wichtig, aber ich bin nun einmal Progfan, und höre deshalb Prog, und beim Prog interessiere ich mich dann auch für die Texte. Naja, manchmal. Und ich beschwere mich nicht, wenn Progalben Prog enthalten.

Ebensowenig beschwere ich mich, wenn Nonprog-Alben Nonprog enthalten. Das hier ist ein Nonprog-Album. Neal-Morse-Musik ist es trotzdem, unverkennbar. Harald schreibt ganz richtig: Viele Melodien oder Songabschnitte kann man sich jederzeit als Teil eines Neal-Morse-Prog-Epics vorstellen. Warum? Weil Prog am Ende eben doch Rock ist, weil Morses Prog meist nicht allzu komplex ist, und weil Morse in den Genres, die er bedient, insofern immer er selbst bleibt, als er mit den je verschiedenen Stilmitteln eigentlich immer das Gleiche tut: Er übermittelt Gefühle und verpackt sie großartige Melodien. Auch darin hat Harald Recht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.9.2014
Letzte Änderung: 22.9.2014
Wertung: keine stinklangweilig

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Neal Morse

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Neal Morse 6.67 3
2000 Merry Christmas From The Morse Family 10.00 1
2001 It's Not Too Late 6.33 3
2003 The Transatlantic Demos 10.00 2
2003 Testimony 9.00 6
2004 One 10.80 6
2004 Testimony Live (DVD) 11.00 1
2005 ? 10.75 4
2006 Cover To Cover - 1
2006 Send the Fire - 1
2007 Sola Scriptura 7.33 7
2007 Songs From The Highway - 1
2007 ? Live 6.33 3
2008 Lifeline 7.40 5
2008 Sola Scriptura And Beyond (2DVD) 12.50 2
2009 So Many Roads (Live In Europe) 10.00 2
2011 Testimony two 10.33 3
2012 Momentum 11.33 3
2013 LIVE Momentum 11.00 1
2015 Morsefest 2014 10.50 2
2015 The Grand Experiment 9.67 3
2016 Alive Again 10.00 2
2016 The Similitude Of A Dream 10.75 4
2017 Morsefest 2015 12.00 2
2018 Life & Times - 1

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