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7 Ocean

Diapause

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014 (Aufgenommen 2013, offiziell 2014 veröffentlicht)
Besonderheiten/Stil: Neoprog; RetroProg
Label: Mals
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alexander Eletsky keyboards, voices
Sergey Starosotsky voices
Alexander Sophiex drums
Oleg Grinevich electric guitar, bass, voices
Alexander Chugaev acoustic guitar, voices
Vladimir Stoljarov bass

Tracklist

Disc 1
1. Song of Darkness 11:48
2. Song of Light 8:48
3. The Seventh Ocean 6:25
4. Song of the First Lake 3:08
5. Song of the Rain 6:43
6. Second Song of Darkness 3:38
7. Diapause 6:40
8. Sometime 3:34
9. Song of the Second Lake 11:01
10. Philosophy of nests 5:42
Gesamtlaufzeit67:27


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


'Diapause' ist bereits das siebte Album der Weißrussen (allerdings sind wohl nur die neueren Alben seit 2008 noch erhältlich). Die Band wurde schon Ende der 80er Jahre gegründet. Allerdings liegt zwischen den ersten drei Werken und diesem aktuellen Album eine lange Ruhephase, da die Band, die ursprünglich als Quartett agierte, sich auflöste, als der Original-Drummer überraschend verstarb. Keyboarder, Sänger, Komponist und Band-Leader Alexander Eletsky hatte allerdings um 2004 herum wieder Lust die Band aufleben zu lassen und kamen 7 Ocean wieder zurück ins Business. Eletsky ist allerdings das einzige Original-Mitglied, lediglich Drummer Sophiex war schon als Aushilfe am dritten Album beteiligt.

'Diapause' bietet überwiegend sinfonischen Retroprog, der von Tastenflächen, hymnischen Keyboards und eleganten Pianoläufen dominiert wird. Das wundert kaum angesichts der Tatsache, dass eben alle Kompositionen aus der Feder von Keyboarder Eletsky stammen. Manchmal wird es recht sanft und allzu wohlklangig, dann gleitet die Musik sanft in Neoprog-Gefilde. Die Gitarre darf hin und wieder mal dazwischen bratzeln, gerade in den Passagen in denen die Band etwas flotter und rockiger zugange ist. Im 'Song Of Rain' klingt es, wie wenn Mike Oldfield ein Gastspiel geben würde. Ansonsten bewegen sich die Stücke oft eher im getragenen Midtempo und schleichen eher gemächlich voran. Das tut aber aber dem Hörerlebnis wenig Abbruch, zumal die vorgetragenen Melodien hübsch und relativ abnutzungsfrei anzuhören sind. Vielleicht wäre die Einbindung ein paar folkloristischer Klänge, jazziger Passagen oder orientalischer Melodiefolgen eine gute Idee gewesen. Aber das machen die Weißrussen nicht und so könnte 'Diapause' auch gut das Werk einer zeitgenössischen britischen oder polnischen Neo- oder Retroprog-Combo sein.

Der Exoten-Faktor kommt allerdings beim Gesang zum tragen. Eletsky – wohl der Hauptsänger (oder doch Starosotsky? So genau geht das aus dem Booklet, welches noch dazu größtenteils in kyrillisch abgefasst ist, nicht hervor) - hat keine allzu gewaltige Stimme, aber sein Gesang ist angenehm anzuhören (die anderen Sänger, die mal als Chor, mal als Hintergrund agieren, sind alledings auch nicht besonders spektakulär). Da er aber in seiner Landessprache singt, klingt das für westeuropäische Ohren natürlich doch recht seltsam. Die doch recht raue Sprache harmoniert auch nicht immer mit der melodischen Musik. Andrerseits setzt das auch ein paar klangliche Widerhaken, die man sonst vielleicht vermissen würde. Zwischendurch übernimmt auch mal ein anderer Sänger die Führung. Zum Beispiel beim 'Second Song Of Darkness' klingt die Stimme plötzlich deutlich rauer und fast etwas aggressiv. Allerdings ist der Song überhaupt etwas bewegter als der Rest.

'Diapause' ist ein durchaus schönes Album. In liebenswerter Weise traditionell und vielleicht gerade das Richtige für Genre-Fans, die bei vielen modernen Veröffentlichungen das „echte Progfeeling“ etwas vermissen. Eventuell eine Idee zu ruhig, zu unspektakulär, aber einfach in melodischem, sinfonischem Prog zu schwelgen ist ja auch mal schön.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Pendragon, Satellite, Collage, (frühere) Quidam
Veröffentlicht am: 3.9.2014
Letzte Änderung: 4.9.2014
Wertung: 9/15
...Genre-Freunde dürfen gerne geistig ein paar Pünktchen draufschlagen...

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