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District 97

One More Red Night - Live in Chicago with John Wetton

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog
Label: Primary Purpose via Cherry Red Records
Durchschnittswertung: 11/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Leslie Hunt lead & backing vocals
Rob Clearfield keyboards, guitar
Jim Tashjian guitar, backing vocals
Patrick Mulcahy bass
Jonathan Schang drums, percussion

Gastmusiker

John Wetton vocals

Tracklist

Disc 1
1. One More Red Nightmare 4:41
2. The Great Deceiver 3:38
3. Lament 4:19
4. The Night Watch 5:31
5. Fallen Angel 5:47
6. Book of Saturday 3:07
7. 21st Century Schizoid Man 5:25
8. Starless 4:47
9. Easy Money 5:27
Gesamtlaufzeit42:42


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 3)


John Wetton ist so ne Art Held. Der Mann spielt 30 Jahre lang bei einigen der wichtigsten Bands aus Rock und Prog - Renaissance, King Crimson, UK, Family, Roxy Music, Asia - und ist genauso lang alkoholkrank. Er fliegt mindestens so oft aus Bands wie er sich ihnen anschließt, in den 90ern war er ganz unten, fiel betrunken von Bühnen, das ganze Programm. Dann, so um 2000 herum, fängt er sich, lässt die Finger von der Flasche und versucht, seine Karriere wieder auf Kurs zu bringen. Und es klappt! Er versöhnt sich mit Geoff Downes, später mit Carl Palmer und Steve Howe, gründet Asia wieder, und hat Erfolg mit der Band. Nach zwei sehr holprigen Alben sogar künstlerischen. Und egal wie man zu der Band steht, für ihn freuen kann man sich darüber allemal. Auch jenseits von Asia scheint er seine Vergangenheit aufarbeiten zu wollen: Er versöhnt sich mit Eddie Jobson und tourt mit ihn als UK.

Daran sollte sich manch anderer mal ein Beispiel nehmen.

King Crimson, an denen Wetton ganz offenbar immer noch hängt (seit Jahr und Tag hat er den Song "Book of Saturday" im Programm), haben sich als Band zu weit wegentwickelt; dennoch scheint Wetton auch diesen Teil seiner Geschichte aufarbeiten zu wollen: 2013 mit der grandiosen Nachwuchsband District 97 unterwegs (unter anderem auch mit großartigen Konzerten in Deutschland) spielen er und die Band neben dem Duett "The perfect young man" ein Programm mit King-Crimson-Stücken.

Beim Auftritt am 17. Oktober in Chicago war dieses Programm besonders umfangreich: District 97 und John Wetton spielten fast jeden relevanten Song der drei Alben umfassenden Ära, in der Wetton neben Bill Bruford, David Cross und Robert Fripp Mitglied King Crimsons war. Und was soll ich sagen: Es geht auf. Hat man sich mal an den etwas anderen Sound gewöhnt, muss man anerkennen, dass District 97 King Crimson anno '73/'74 perfekt draufhaben: Jede Note ist wiederzuerkennen, und die Band ist hervorragend eingespielt (wenn man von einer kurzen Passage in "Schizoid Man" absieht). John Wetton ist immer noch hervorragend bei Stimme, allenfalls hier und da muss er sich hörbar anstrengen. Im Gegensatz zu vielen anderen seiner Kollegen (Jon und Ian Anderson, Annie Haslam, Steve Walsh, Geddy Lee, Fish) trifft er die Töne aber immer noch genau – und die zweite Stimme, die die fantastische Leslie Hunt beisteuert, tut ein Übriges. Sie verleiht den Gesangspassagen neben ihrer unverkennbaren Klangfarbe (die übrigens hervorragend zu Wettons passt) eine zweite Ebene und die Fülle, die bis dato nur die Studioaufnahmen hatten.

Einziges Manko dieses Albums ist die Tatsache, dass "Starless" nur in einer Kurzfassung vertreten ist, gekürzt um genau den Instrumentalteil, der das Stück so faszinierend macht. Stattdessen hat man es mit "Easy Money" zusammengepackt, was für sich genommen eine funktionierende Idee ist, aber über das Fehlen einiger der spannendsten Minuten des Progressive Rock nicht hinwegtrösten kann.

District 97 setzen mit diesem Album eine weitere Duftmarke: Schon vor einigen Jahren von Bill Bruford endorset, ist es jetzt John Wetton, der der Welt hilft, auf diese großartige Band aufmerksam zu werden. Darüber hinaus spielt das Live-Album hoffentlich genügend Geld ein, um bei der Finanzierung des nächsten Studioalbums der Band zu helfen. Für Wetton wiederum waren die Auftritte mit District 97 eine tolle Gelegenheit, die Songs dieser großen Jahre noch einmal zu spielen. Dass er es mit jungen, hungrigen Leuten tun konnte, tat sicherlich ein Übriges. Und was King Crimson angeht – so ist dieses Live-Album eine weitere Umdrehung an der Spannungs-Schraube, vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums…

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.10.2014
Letzte Änderung: 27.10.2014
Wertung: 12/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 3)


Dieses Album war Teil der Crowdfunding-Kampagne für das dritte Studio-Album von District 97 (ist aber natürlich auch einzeln zu erwerben). Eines der buchbaren Pakete umfasste das Studio-Album, eben dieses Live-Album und ein paar Goodies, wie Live-Berichte aus dem Studio und so weiter. Dieses Paket hatte ich genommen und bin nun daher auch in den Besitz dieses Live-Albums gekommen. Und um Kollege Nik gleich zu beruhigen: Die Crowdfunding-Kampagne war außerordentlich erfolgreich und hat mehr Geld eingebracht, als die Band ursprünglich als Ziel angestrebt hatte. Ich glaube, nur das Paket mit dem exklusiven Live-Konzert von Disctrict 97 im nordamerikanischen Raum für 5.000 $ oder so, ist nicht weggegangen. Somit hat dieses Live-Album also seine Pflicht schon erfüllt und wir können uns auf ein drittes Studiowerk von District 97 freuen.

Bis dahin erfreuen wir uns an diesem gelungenen Live-Mitschnitt. Nik hat alles wesentliche gesagt. Die Band spielt brillant, Wetton ist sehr gut bei Stimme, die Chemie passt sowieso und so laufen alle zur Höchstform auf. Neben dem Gitarristen begeistert mich vor allem Schlagzeuger Schang, der wahrhaft ein Feuerwerk abbrennt und sein Set virtuos bedient. Die Duo-Passagen von Wetton und Leslie Hunt dürften häufiger sein, denn stimmlich passt das perfekt.

John Wetton und District 97, da haben sich zwei gefunden. Altmeister trifft auf Jungspunde und sie musizieren auf Augenhöhe. Als Crimson-Coverband macht District 97 so schnell keiner was vor. Aber bei aller Begeisterung stellt sich schon die Frage, wer diesen Live-Mitschnitt nun wirklich braucht. Okay, für Fans eine feine Sache und seinen Zweck hat das Ganze ja auch erfüllt. Sind wir also fröhlich und lauschen.

Anspieltipp(s): geht alles
Vergleichbar mit: King Crimson :-)
Veröffentlicht am: 29.10.2014
Letzte Änderung: 29.10.2014
Wertung: keine

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 3)


District 97 & John Wetton? Naja, eigentlich müsste es wohl heißen: John Wetton plays King Crimson with District 97... denn es wird ein Live-Programm geboten, das ausschließlich aus Crimson-Stücken besteht, die fast alle aus der Crimson-Wetton-Phase 1973/74 stammen, plus die Crimson-Hymne 21st Century Schizoid Man, die aber auch schon damals von Wetton intoniert wurde.

Was District 97 bieten, ist eine moderat modernisierte, gestraffte Form der Crimson-Klassiker, die alle auf Anhieb erkennbar sind. Eine weitere Änderung beim Sound besteht darin, dass Wetton mit Leslie Hunt im Duett singt, was zumindest dafür sorgt, dass der District 97-Anteil am Album steigt. Der Gesang von Wetton gefällt mir nicht zu 100%. Er wirkt auf mich nicht mehr so vital wie früher, aber schlecht ist er auch nicht.

Was die Aufnahme für mich in den positiven Bereich bringt, ist neben der Gradlinigkeit und Präzision der Interpretation v.a. die Schlüssigkeit in der Zusammenstellung der Songs. Hier wird auf knapp über 40 Minuten ein Live-Programm geboten, dass für den Wetton-Fan, der sich nach einer überblicksartigen, rasanten Werkschau der Crimson-Phase des Sängers sehnt, kaum Wünsche offen lässt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: King Crimson
Veröffentlicht am: 18.1.2015
Letzte Änderung: 19.1.2015
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von District 97

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Hybrid Child 11.33 3
2010 Live at CalProg 11.00 1
2012 Trouble With Machines 11.50 4
2012 Live from WFPK 11.00 1
2015 In Vaults 12.00 4

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