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Pain of Salvation

Falling Home

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Folk; Jazz; Rock / Pop / Mainstream
Label: Inside Out Music
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Daniel Gildenlöw vocals, guitar
Ragnar Zolberg guitar, vocals
Léo Margarit drums, vocals
Daniel D2 Karlson keyboards, vocals
Gustaf Hielm bass, vocals

Tracklist

Disc 1
1. Stress 5:32
2. Linoleum 4:57
3. To the Shoreline 3:05
4. Holy Diver 4:34
5. 1979 2:50
6. Chain Sling 4:07
7. Perfect Day 4:51
8. Mrs. Modern Mother Mary 4:23
9. Flame to the Moth 4:30
10. Spitfall 6:42
11. Falling Home 3:05
Gesamtlaufzeit48:36


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


An der musikalischen Qualität von „Falling Home“ gibt es nichts zu mäkeln. Allerdings dürfte Daniel Gildenlöw mit diesem Album seine letzten alten Fans vergrault haben. War da mal was mit Progmetal? War da mal was mit Prog? Dabei fällt das Album gleich mit seinem stärksten und proggisten Song ins Haus, der wie Gentle Giant auf Rock'n'Roll klingt. Was auf diesem akustischen, aber gleichwohl dampfvollen Album folgt, ist ein Ritt querbeet durch Singer-Songwriter-Folk, skandinavische Folklore, Swing und, mh, Hiphop. Daniel Gildenlöw singt einfach beeindruckend, vollkommen auf der Höhe seiner Kunst. Einer der besten Sänger seiner Zunft. Dazu mehrstimmiger Harmoniegesang und der Hörer schwebt im Himmel. All die gegensätzlichen Elemente, die funkensprühenden Ideen, werden durch das akustische Band lose geeint.

Material dieser Songsammlung sind vorwiegend eigene Kompositionen von früheren Alben, aber auch eine Neukomposition sowie eine kuriose Reggae-Swing-Version von Dios „Holy Diver“, bei der Metal nicht mal mehr von Ferne her grüßen lässt, sowie Lou Reeds „Perfect Day“. Das Album funktioniert sowohl als Cover-Album als auch als vollkommen eigenständiges Hörerlebnis. „Falling Home“ ist so musikalisch zwar absolut eigenständig, aber doch nicht wirklich ein reguläres Album geworden. Aber was ist heute noch ein „reguläres“ Pain of Salvation Album...?

Was Gildenlöw mit seinen neuen Mitstreitern (allein Drummer Leo Margarit ist von „Road Salt“ übrig geblieben) auftischt, ist absolut hochkarätig, was die Ideen für die Arrangements und das Zusammenspiel anbelangt. Allein der Proggie, zumal der PoS-Altfan wird dem Gebotenen mit, mh, gemischten Gefühlen begegnen, da Gildenlöw wieder reichlich Erwartungen enttäuscht. Für mich klingen Pain of Salvation auf „Falling Home“ eher wie eine Singer-Songwriter-Version von Ritual als wie Pain of Salvation. Vermutlich ist „Falling Home“ aber nichts weiter als eine weitere Zwischenstation auf dem langen Weg Gildenlöws. Wer es goutieren kann, goutiere es: er wird köstlich verköstigt!

Anspieltipp(s): Stress, To the Shoreline, Holy Diver
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.11.2014
Letzte Änderung: 14.11.2014
Wertung: 11/15

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Von: Piotre Walter @ (Rezension 2 von 2)


„Falling Home“ von Pain of Salvation ist ein Akustikalbum, dass auf Songs der letzten 3 regulären POS-Alben zurückgreift sowie zwei Coverversionen und einen neuen Song bietet.

„Falling Home“ ist vermutlich einfach ein Lebenszeichen der Band oder besser von Gildenlöw - da „Road Salt 1 + 2" auch schon ein wenig zurückliegen, der insolvenzbedingte Wechsel der Plattenfirma sowie Umbesetzungen zu verarbeiten waren. „Falling Home“ ist ein kein typisches POS-Album, hat aber einfach eine relaxte Superklasse und dreht sich gerade in meinem Player im Dauerbetrieb. Von Reggae, Jazz, Folk, Rock, Pop über Rock 'n' Roll bis Prog wird hier eigentlich alles geboten. Vielleicht ist das Album auch ein Hinweis, sich noch einmal mit den Vorgängeralben zu beschäftigen, für mich ist es jedenfalls so.

Das kontroverse „Be“ hatte mich damals ziemlich begeistert. Auch „Road Salt 1 + 2" fand ich interessant, verschwanden aber recht schnell im Regal. Das liegt aber nicht unbedingt an der Qualität der Alben, dies geht aus Zeitmangel und der Häufung von Musikkonserven leider dem ein oder anderen Album so. Ich persönlich finde die Schweden eine der spannenderen progressive Rockbands der neuen Ära. Gerade weil Sie die klassischen Klischees des Progmetals (ala Dream Theater) verlassen haben und einen eigenen Stil entwickeln. (Dream Theater z.B. klonen sich inwzischen selbst und haben ein ziemlich blutarmes letztes Album vorgelegt. Wünscht man sich dies – ich meine nein!) Dieser Stil (der aktuelle von POS) ist ein spannender Mix aus klassischen Musikrichtungen wie Folk, Blues, Metal, HardRock und Progressive-Rock-Elementen gepaart mit Gildenlöws genialer Stimme. Progressiv sind eher die verqueren Stilmischungen, die eigentümliche oft beklemmende Stimmung der Musik sowie unhomogene Rhythmuswechsel und der Hang zu Konzeptalben bzw. der Beschäftigung mit tiefgehenderen textlichen Inhalten. Alben von POS sind eigentümlich, vielschichtig, brauchen Zeit und befinden sich abseits der ausgetretenen Progressive-Rockpfade. Wer sagt eigentlich, dass Progalben immer Fantasy-Cover besitzen und nach Dream Theater, Genesis oder Yes klingen müssen? King Crimson und Gentle Giant habe ich mal rausgelassen, weil dies bekommt sowieso keiner überzeugend geklont hin...

Zurück zu „Falling Home“: Die Akkustikversionen der POS-Songs finde ich alle mindestens gleichwertig, wenn nicht gar besser als die Urversionen und gewinnen den Rocksongs neue und teils ungewöhnlich groovige, beschwingte oder jazzige Seiten ab. Dem Fass den Boden aus schlägt aber das jazzige Cover des DIO-Songs: „Holy Diver“, während die Coverversion von Lou Reeds „Perfect Day“ recht konventionell ausfällt.

„Stress“ und „Chain Sling“ sind meine Lieblinge und dann doch die „progressivsten“ Titel des Albums - bestechend durch den mehrstimmigen Gesang. Die gesangliche Qualität des Albums ist generell beeindruckend, was die Harmoniegesänge angeht und das Sangestalent des exquisiten Herrn Gildenlöw. Mit „Spitfall“ findet man gar einen Drama-Rap-Titel auf dem Album, der mich erstaunlicherweise zu begeistern weiß.

Der Hinweis auf die Band Ritual ist völlig richtig. Wer das Debutalbum dieser Band mag, wird vermutlich auch „Falling Home“ mögen. Hingewiesen sei auch noch einmal darauf, dass „Falling Home“ ein Akustikalbum mit hohen Folkanteilen ist und keinesfalls Progmetal! Insgesamt ist es ein leicht zugängliches Werk der Band mit hohem Spaßfaktor.

Anspieltipp(s): Stress, Chain Sling, Spitfall
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.12.2014
Letzte Änderung: 26.12.2014
Wertung: 12/15
Pain of Salvation goes Folk

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pain of Salvation

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Entropia 10.33 3
1998 One Hour By The Concrete Lake 11.33 3
2000 The Perfect Element I 9.50 2
2002 Remedy Lane 10.50 2
2004 12:5 11.00 1
2004 BE (ChinassiaH) 10.50 2
2005 BE (Chinassiah) DVD/CD 12.00 1
2007 Scarsick 12.00 3
2009 Ending Themes - On The Two Deaths Of (2DVD) 11.00 1
2009 Linoleum E.P. 11.00 1
2010 Road Salt One 12.33 4
2011 Road Salt Two 11.67 3
2017 In The Passing Light Of Day 12.25 4

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