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Martin Barre

Order of Play

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: live; Blues; Klassischer Prog
Label: Edifying Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Martin Barre Gitarre, Mandoline
Dan Crisp Gesang, Gitarre
Alan Bray Bass
George Lindsay Schlagzeug
Richard Beesley Saxophon, Klarinette

Tracklist

Disc 1
1. New Day Yesterday 5:15
2. Fatman 3:20
3. Watch Your Step 4:17
4. Crossroads 3:46
5. Minstrel in the Gallery 4:36
6. To Cry You a Song 4:49
7. Steal Your Heart Away 4:21
8. Thick as a Brick (Excerpt) 8:50
9. Sweet Dream 3:41
10. Song For Jeffrey 3:29
11. Rock Me Baby 4:43
12. Teacher 4:44
13. Still Loving You Tonight 4:59
14. Locomotive Breath 5:20
Gesamtlaufzeit66:10


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Anfang 2013 spielte Martin Barre mit seiner Band als Headliner bei einem Festival im südwestenglischen Somerset. Da aus Kreisen der Fans immer wieder der Wunsch nach einer Live-CD der aktuellen Band geäußert wurde, beschloss man... nicht etwa den Auftritt bei besagtem Festival oder ein anderes Konzert der Band aufzunehmen, sondern am folgenden Tag ins Studio zu gehen und die Songs dort noch einmal live aufzunehmen. Warum so und nicht ein richtiges Konzert? Die Jungs sind eine tolle Liveband, Martin Barres launische Ansagen tragen ebenfalls zum Unterhaltungswert bei, warum also muss das live im Studio sein? Wer weiß. Alles Lamentieren hilft nicht, wir müssen die CD so nehmen, wie sie ist.

Order of Play enthält also eine Reihe von Songs, die im Original von Jethro Tull stammen, dazu ein paar Blues-Klassiker. Wobei viele der hier interpretierten Tull-Songs im Original auch schon einen mehr oder weniger starken Blues-Einschlag haben. Eigenkompositionen sind jedenfalls diesmal keine dabei. Und während auf dem Vorgänger Away With Words noch filigran gezupfte Akustik-Klänge dominierten, wird hier nun ordentlich gerockt. Und natürlich auch gebluest, oder besser: gebluesrockt. Der gute Martin, der auch schon strammen Schrittes auf die 70 zugeht, steckt noch voller Energie, lässt die E-Klampfe mächtig röhren und krachen, ob nun in kernigen Riffs oder schneidenden Soli. Einfach ein Genuss.

Bei den Tull-Songs hat Martin Barre neben unvermeidlichen „Gassenhauern“ wie Locomotive Breath auch wieder einige weniger bekannte im Programm. Manche, wie To Cry You A Song (von 1970) sind weitgehend im Original belassen, während manche stark verändert wurden und in ersten Moment kaum zu erkennen sind. So etwa Fatman, ein im Original akustisches und leicht indisch inspiriertes Stück, das ursprünglich 1969 auf Stand Up, dem zweiten Album von Jethro Tull (und dem ersten mit Barre als Gitarrist) erschien, und das hier zu einem kernigen Rocker mutiert ist.

Zu Thick As A Brick, von dem hier eine knapp neunminütige Kurzfassung gespielt wird, schriebt Barre im Booklet, es sei damals (also 1972) für alle Beteiligten ein „life changing piece of music“ gewesen, bei dem auch die Band zahlreiche Ideen eingebracht habe. In dieser Version präsentiert er seine Lieblingsstellen des Stücks. Das wirkt nun etwas stückwerkartig, zumal es mittendrin beginnt (mit dem Instrumentalteil, der in die Textteile „The poet and the painter casting shadows on the water…“ übergeht). Trotzdem interessant, das Stück - oder zumindest Teile davon - auch einmal in dieser Besetzung zu hören, nachdem Ian Anderson vor einiger Zeit das komplette Stück auf die Bühne brachte. Apropos Anderson, an dessen Stelle singt wieder Dan Crisp, der im Gegensatz zum vorigen Album auf jedem Stück zu hören ist. In diesem rockigen Kontext passt seine Stimme wesentlich besser.

Wie erwähnt, finden sich zu den Tull-Songs auch noch einige Blues-Klassiker hier. Auch wenn ich nicht so der Blues-Fan bin, sagt mir manches davon durchaus zu, etwa Crossroads von Robert Johnson, bei dem Martin Barre öfters zur Mandoline wechselt.

Insgesamt ist Order to Play ein nettes Album für Leute, die auch eine Portion Blues vertragen können, aber ich bin nach wie vor der Ansicht, ein richtiges Livealbum mit Publikum und Ansagen hätte mehr Atmosphäre. Denn ehrlich gesagt, solche Coverbands (als solche agieren sie hier ja letzten Endes) sind eher etwas, was ich mir live anschaue und dann hinterher eine Live-CD als Erinnerung erwerbe, als dass ich mir Studioversionen davon anhöre, auch wenn diese live im Studio entstanden. Konzerte von Martin Barre kann ich jedenfalls sehr empfehlen, die machen mächtig Spaß. Diese CD bringt nur einen Teil davon rüber.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.11.2014
Letzte Änderung: 23.11.2014
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Martin Barre

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 A Trick of Memory 8.00 1
2003 Stage Left 9.00 1
2013 Away With Words 9.00 1
2015 Back to Steel 9.00 1

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