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Magma

Mythes et légendes - Epok V

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013 (Aufnahmen vom 30. Juni/2. Juli 2011)
Besonderheiten/Stil: live; DVD; Zeuhl
Label: Seventh Records
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Stella Vander vocals, percussions
Isabelle Feuillebois vocals, percussions
Hervé Aknin vocals, percussions
Benoit Alziary vibraphone, theremin
Bruno Ruder piano, Fender Rhodes
James Mac Gaw guitar
Philippe Bussonnet bass
Christian Vander drums, vocals

Tracklist

Disc 1
1. Attahk (Rétrovision) 20:27
2. Rïah Sahïltaahk 23:19
3. Dondaï 9:08
4. Félicité Thösz 30:52
5. Šlag Tanz 17:15
6. Maahnt 8:44
Gesamtlaufzeit109:45


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 2)


Epok V? Wieso Epok V?

Die Epok-DVDs, erschienen unter dem Titel "Mythes et légendes", waren vier Live-Scheiben, die eine 4-wöchige Konzertreihe aus dem Jahr 2005 dokumentierten, in der Magma ihre damals 35-jährige Bandgeschichte aufarbeiteten. Vol. I blickte auf die ersten beiden Alben und den ersten Teil der berühmten "Theusz Hamtaahk"-Trilogie zurück, Vol. II auf die großen Jahre zwischen "Würdah Itah", "Mekanik Destruktiw Kommandöh" und "Üdü Wüdü", Vol. III, das mit einer Rekonstruktion von "Emëhntëht-Rê" aufwartete, umfasste die Alben von "Köhntarkösz" bis "Attahk", und Vol. IV arbeitete die Jahre von "Merci" bis K.A auf, ergänzt durch "Zëss", das aus dem Jahr 1979 stammt.

Die Reihe, zwischen 2006 und 2008 erschienen, war damit abgeschlossen. Warum also gibt es jetzt eine Epok-V-DVD? Christian Vander erklärt das so: "There was some material from the past, like for example " Rïah Sahïltaahk", that was not on the "Epok"-DVDs and I thought it was part of Magma’s major material as well. So we had to make "Epok 5". It was also a good opportunity to make a different version of "Rïah Sahïltaahk", much closer to the original composition than the version on the album "1001° Centigrades."

Oder so. Ist ja auch egal. Denn mir ist der Grund, warum Magma hier einige ihrer selten gespielten Stücke versammeln, eigentlich egal. Das Material rekrutiert sich aus den Alben "1001° Centigrades" ("Rïah Sahïltaahk", 1971), "Attahk" ("Dondaï" und "Maahnt", 1977), hinzu tritt "Attahk (Rétrovision)", das als "Rétrovision (Attahk)" bereits auf auf "Retrospektïw 3" und "Concert Bobino 1981" zu hören war. Diese Stücke gruppieren sich um die zentralen Werke des Abends, das neue "Félicité Thösz" (2012) und "Šlağ Tanz", das bis heute nicht in einer Studioversion erschienen ist.

"Félicité Thösz" und "Šlağ Tanz" wurden in den letzten Jahren häufig gespielt und dabei immer weiterentwickelt. Ich erinnere mich an frühe Versionen ("Wöst Klameuhn", irgendjemand?), mittlerweile haben beide klar erkennbare Strukturen, "Félicité Thösz" sowieso, das ist ja sozusagen bereits in Stein gehauen. Die Stücke sind ein bisschen wie Wasser und Feuer: "Félicité Thösz" ruhig, gelassen, fast positiv, "Šlağ Tanz" dagegen spannungsreich, dissonant, typischer vielleicht für Magma. Die Version hier glüht, und man darf gespannt sein, denn das Stück wird nun endlich auf der fürs neue Jahr angekündigten neuen Studio-CD sein. Dann vielleicht mit kobaianischen Lyrics, jenseits von "hey" und "oooh"?

"Attahk (Rétrovision)" ist das lockere, entspannte Stück, das es schon um 1980 herum war. Power entwickelt ein überraschend bluesiges/rockiges Gitarrensolo von James Mac Gaw. Danach wird das Stück deutlich heftiger, es scheint, als würde sich der Geist Magmas des Songs bemächtigen und ihn zu einem intensiven energetischen Ende vorantreiben.

"Rïah Sahïltaahk" ist krass. Viele sehen es noch als Repräsentanten der Frühphase Magmas, aber für mich war es immer der erste klassische Track der Band. Allenfalls ist es noch ein wenig Stückwerk, während die großen Epen der Hochphase geschlossener wirkten. Dennoch: Das Stück ist ebenso großartig wie anspruchsvoll, und es muss höllisch schwer sein, das gut und präzise hinzukriegen

"Dondaï" ist das stille, leichtgewichtige Stück von "Attahk", entfaltet aber trotzdem Energie. Die sich allerdings nicht im Entferntesten mit "Maahnt" messen kann. "Maahnt" glüht. Krass!

Alles in allem ist "Epok V" ein würdiger Nachklapp der Epok-Reihe, der ein paar rare Tracks aus ganz verschiedenen Epochen zu einem vollauf überzeugenden Konzerterlebins fusioniert. Mit Hervé Aknin werde ich allerdings immer noch nicht warm...

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.12.2014
Letzte Änderung: 5.12.2014
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Irgendwie ist es ja nur folgerichtig, eine weitere Live-DVD aus dem Le Triton, die sich dem bis dahin noch nicht abgedeckten Material widmet, auch Epok zu nennen. Auch wenn das auf dem Cover optisch nicht ganz ins Bild passt, da man dort die ersten vier Epoks mit I-IV durchnummeriert hatte. Und man hätte es ja beinahe ahnen können, denn abschliessend war die Quadrologie aus dem Jahre 2005 ja nicht. Nun also der fünfte Streich, aufgenommen am 29. Juni und 2. Juli 2011, sechs Jahre nach den Konzerten von Mythes et légendes Volume I-IV. Einiges hat sich geändert. Mit Hervé Aknin haben Magma einen neuen Sänger, dies seit dem Abgang der Paganottis, die die Band Anfang 2008 verliessen. Neu bedient Bruno Ruder die Tasten. Neu ist auch Benoit Alziary am Vibraphon und Theremin (!). Leider ist ersteres oft zu leise abgemischt und nimmt damit keinen so präsenten Platz ein, wie dies zum Beispiel die Bläser auf früheren Epoks taten.

Den Ton gibts nach wie vor nur in Stereo, die Kameraeinstellungen sind unverändert gut, die Schnitte etwas häufiger als früher. Die Titelauswahl ist gut und logisch. Das was fehlte und was in den Jahren nach Epok IV live immer weiter entwickelt wurde, wird nun nachgereicht. Als kleine Besonderheit lässt man zwischen den einzelnen Titeln eine Hand voll Fans zu Worte kommen. Diese werden unter anderem nach ihrem ersten Magma-Konzert und ihrer Lieblingsplatte befragt. Einer der Befragten ist Snooker-Legende Steve Davis. Ganz witzig, auch wenn es den Fluss des Konzerterlebnisses unterbricht.

Den Anfang des Abends macht Attahk. Nach einer Speech von Aknin, instrumentalem Einspiel und jubilierendem Frauengesang entwickelt sich in der ersten Hälfte ein recht rockiges, straightes, intensives Stück, garniert mit einem ebenso rocktypischen, mehrere Minuten langen, Gitarrensolo. Nach etwa 14 Minuten läutet man den Zeuhl-Alarm ein. Eine Sirene, erzeugt durch das Theremin, schallt aus den Boxen. Ab hier geht voll die Post ab, zeuhliger Rock bis zum Schluss. Ein starker Beginn.

Auch Rïah Sahïltaahk beginnt ähnlich rockig und schwenkt dann in krummtaktige unisono Piano/Drum-Attacken ein. Aknin singt sehr expressiv, theatralisch, performed die Stücke mehr, als dies Paganotti getan hat. Ich bin mit seiner Darbietung und auch der Stimme insgesamt zufrieden. Sie fällt sicher nicht ab gegenüber dem Rest der Band; Paganotti hat mir persönlich aber besser gefallen.

Dondaï ist ein Titel im einfachen 4/4-Rhythmus, in welchem Stella Vander und Hervé Aknin abwechselnd ein Duett singen. Recht poppig.

Mit Félicité Thösz folgt das Kernstück des Abends. Sehr stark. Vor allem ein langes Rhodes-Piano-Solo in der Mitte des Stücks, welches deutlich länger ist als das auf der Jahrs darauf erschienenen Studioversion, überzeugt restlos. Ich gehe sogar soweit, dass dieses Solo einer der Epok-Höhepunkte überhaupt ist. Ganz toller Musiker, ganz grosses Kino.

Es folgt das hypnotische, eine beinahe rituell-schamanische Atmosphäre verströmende Šlag Tanz. Ebenfalls stark.

Den Abschluss macht Maahnt. Emulierte Stimme, langer 4/4-Jam, drei Akkorde werden stets repetiert und darum herum improvisiert.

Epok V ist wichtig, da es das Werk Magmas komplettiert und zu einem Ende bringt. Es ist zudem das rockigste der 5 Epoks. Interessant ist allerdings, dass am Ende des Abspanns Folgendes steht: "... to be continued". Wann kommt Epok VI?

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.3.2017
Letzte Änderung: 6.3.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Magma

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Magma 10.75 4
1971 1001° Centigrades 9.20 5
1973 Mekanïk Destruktïw Kommandöh 14.50 3
1974 Wurdah Ïtah 11.00 2
1974 Köhntarkösz 11.50 2
1975 Live (Hhai) 12.00 1
1976 Üdü Wüdü 11.00 3
1976 Inédits 7.50 2
1977 Attahk 9.50 4
1981 Retrospektïw 3 6.00 2
1981 Retrospektïw 1-2 11.50 2
1984 Concert Bobino 1981 7.50 2
1984 Merci 7.50 2
1989 Mekanïk Kommandöh 13.67 3
1992 "Les Voix" Concert 1992 10.00 1
1996 Concert 1976 Opéra de Reims 12.00 1
1996 Concert 1971 Bruxelles - Théâtre 140 10.00 1
1996 Theatre du taur Concert - Toulouse 1975 9.00 1
1998 Floe Essi / Ektah 7.00 1
1998 Simples 4.00 1
1999 BBC 1974 Londres 11.50 2
2001 Theusz Hamtaahk Trilogie 15.00 5
2004 Uber Kommandoh - 1
2004 K.A 12.83 6
2004 Concert Bobino 1981 (DVD) 5.00 1
2006 Mythes et légendes Volume I (DVD) 14.00 4
2006 Mythes et légendes Volume II (DVD) 13.25 4
2007 Mythes et légendes Volume III (DVD) 14.33 3
2008 Studio Zünd - 1
2008 Mythes et légendes Volume IV (DVD) 12.50 2
2009 Live in Tokyo 13.00 1
2009 Ëmëhntëhtt-Ré 13.33 3
2012 Félicité Thösz 11.40 5
2014 Zühn Wöhl Ünsaï - Live 1974 12.00 2
2014 Rïah Sahïltaahk 10.00 2
2015 Šlag Tanz 10.00 1
2015 Köhnzert Zünd 13.33 3

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