SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
16.10.2018
Soft Machine - Hidden Details
15.10.2018
Sherpa - Tigris & Euphrates
14.10.2018
Hokr - Klid V Bezčasí
The Flaming Lips - Clouds Taste Metallic
Seventh Wonder - Tiara
Bi Kyo Ran - Anthology vol.1
Sanguine Hum - Now We Have Power
13.10.2018
DRH - Thin Ice
Various Artists - Hamtai! - Hommage à la musique de Christian Vander
ALU - Die Vertreibung der Zeit (1980-1986)
Riverside - Wasteland
12.10.2018
Datashock - Kräuter der Provinz
Rotor - Sechs
Gösta Berlings Saga - ET EX
11.10.2018
Dream Theater - When dream and day reunite (Official bootleg)
Dan Caine - Cascades
Crippled Black Phoenix - A Love Of Shared Disasters
Neal Morse - The Similitude Of A Dream Live In Tilburg 2017
ARCHIV
STATISTIK
24968 Rezensionen zu 17121 Alben von 6671 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Anyone's Daughter

Requested Document / Live 1980 - 1983

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001 (Aufnahmen 1980 - 1983)
Besonderheiten/Stil: live
Label: Tempus Fugit
Durchschnittswertung: 10/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Harald Bareth Gesang, Bass
Matthias Ulmer Keyboards, Gesang
Uwe Karpa Gitarren
Kono Konopik Schlagzeug (bis Sommer 1981)
Peter Schmidt Schlagzeug (ab Sommer 1981)

Tracklist

Disc 1
1. Between the rooms 5:38
2. Adonis

1. Come Away 8:35
2. The Disguise 3:58
3. Adonis 8:43
4. Epitaph 5:52

3. Superman 4:09
4. Blue House 8:01
5. Thursday/ Solo Drums & Bass 15:06
6. Moria 4:54
7. Anyone's Daughter 11:34
Gesamtlaufzeit76:30
Disc 2
1. Sonnenzeichen/ Feuerzeichen 6:19
2. Nichts für mich 7:42
3. Der Plan 3:46
4. Sonne 5:31
5. Carrara 7:29
6. Tanz und Tod

1. Der Begleiter
2. Taqui
3. Tanz und Tod

16:23
7. Für ein kleines Mädchen 6:13
8. La La 3:23
9. Ilja Illia Lela 7:05
10. In zerbrochenem Glas 3:33
Gesamtlaufzeit67:24


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 1 von 3)


Anfang der 80er Jahre waren im Südwesten Deutschlands Anyone's Daughter ein Garant für volle Säle. Ihre vielschichtige Musik, die sie in jenen Jahren auf über 500 (!) Konzerten präsentierten, die Faszination jener Liveauftritte, wird auf Requested Document Live 1980 - 1983 exemplarisch eingefangen. Klug aus bisher unveröffentlichten Soundboard- Aufnahmen (die sehr gut übertragen und nachbearbeitet worden sind) kompiliert, dokumentiert das Album auch den Wechsel von englischen (CD1) zu deutschen Texten (CD2).

Sympathisch und diplomatisch leitet Harald Bareth in die CD ein: Seine einfühlsamen Ansagen und Erklärungen waren seinerzeit ein charakteristisches Element für Anyone's Daughter Auftritte jener Zeit. Virtuos setzt Uwe Karpa (Gitarre) musikalische Akzente, Matthias Ulmer (Keyboards) spielt melodiebewußt (und doch nicht vordergründig). Es ist v.a. aber Harald Bareths gefühlvolle und warme Stimme, seine poetischen Texte, die als stilprägend für diese Formation zu gelten haben. Zu Unrecht (der Herkunft wegen) profan in die Schublade "Krautrock" verbannt, wird man als Referenz wohl eher Yes und v.a. die poetisch-lyrischen Italo-Progbands wie PFM oder Banco nennen müssen. Ihre ausgeklügelten Kompositionen verweisen (zumeist) auf die verträumt- melancholische Identität der Band, v.a. die deutschen Texte auf CD2 reflektieren geschickt (und Gott sei Dank jenseits aller deutschsprachigen Textpeinlichkeiten jener Jahre) Zeit und Zeitgeist.

Ein hochinteressantes Album für Freunde des Artrocks, für Fans der Band sowieso. Ein ebenso repräsentativer, wie guter Einstieg in Klangwelt der Band, nicht zuletzt weil ihr vielleicht bestes Album "In Blau" nun (fast) komplett live vorliegt, ebenso ihr ambitionierter Longtrack 'Adonis' vom Debütalbum "Adonis".

Anspieltipp(s): Adonis, Anyone's Daughter, Sonnenzeichen - Feuerzeichen, Nichts für mich
Vergleichbar mit: Yes, Genesis, PFM, Banco
Veröffentlicht am: 2.7.2002
Letzte Änderung: 2.7.2002
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 3)


Aus aktuellem Anlass, nämlich dem Release der Fortsetzung der "Requested Document" anno 2003 gibt es nun auch das Review zur bereits 2001 erschienen Do.-CD der deutschen Krautrocker.

ANYONE'S DAUGHTER fingen 1978 eigentlich erst so richtig mit ihrem Krautrock an, als die Szene bereits relativ klein geschrumpft war. Deutsche Größen wie Amon Düül oder Eloy hatten ja bereits in den frühen 70ern ihre Blütezeit erlebt und die englischen Artrock Vorbilder hatten ihren Status auch längst verloren. Um so erstaunlicher, dass sich ein großer Markt für die Musik von ANYONE'S DAUGHTER fand.

Wobei - so erstaunlich ist es eigentlich nicht. Denn die Musik ist durchaus kommerziell angehaucht, bietet zahlreiche eingängige Melodien und Strukturen. Dazu kommen deutsche Texte in einem Großteil von Stücken (hier die komplette 2. CD) - meistens gelingt es dabei vorzüglich, tiefgründig zu texten und den lyrischen mit dem musikalischen Anspruch zu paaren. Die Musik bietet einige schöne Passagen, wobei mir speziell die Balladen manchmal schon etwas zu schmalzig daherkommen - mir fallen da PUR als bekanntere Vertreter aus deutschen Landen ein (dabei möchte ich nicht Pur im Allgemeinen herabsetzen). Hier und da geht es aber so richtig schön vertrackt zu. "Adonis", mit einer knappen halben Stunde Spielzeit, ist denke ich ein Meisterwerk dieser Periode und wird eindrucksvoll dargeboten. Da es sich bei den Aufnahmen um Livemitschnitte aus den Jahren 1980-1983 handelt, sollte man stellenweise einige Knackser in Kauf nehmen. Insgesamt aber ist die Aufnahmequalität in Ordnung und das Album hinterlässt besonders bei lauterem Hören einen enorm guten Eindruck.

ANYONE'S DAUGHTER haben sich durch diese Live CDs bei mir zwar nicht unbedingt ins Herz gespielt, die Musik und auch die Texte machen sie jedoch zu einer mehr als ernst zu nehmenden Band und hinterlassen Eindruck. Ich denke, gerade für Einsteiger sei diese Scheibe wärmstens empfohlen. Und da die Band mittlerweile ja auch wieder live aktiv ist, schaut doch einfach mal bei einem der Konzerte vorbei.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.4.2003
Letzte Änderung: 2.1.2004
Wertung: 8/15
ein Rückblick auf guten deutschen Krautrock

Zum Seitenanfang

Von: Kristian Selm (Rezension 3 von 3)


Zwar sind Anyone's Daughter seit einiger Zeit in veränderter Besetzung und leicht anderer musikalischer Ausrichtung wieder aktiv, doch es sind vor allem die ersten drei Studioalben, die bei den melodisch orientierten Progressive Rock Fans besonders im Südwesten der Republik für Begeisterung und Anfang der 80er auch für regelmäßig volle Konzertsäle sorgten. Der großen Nachfrage Tribut zollend, enthält diese Doppel Live CD die Zeit von 1980-83, aufgeteilt in die englisch- bzw. deutschsprachige Phase der Band.

Zwar kommt das Album ohne bisher unveröffentlichte Tracks aus, aber dennoch bekommt man jede Menge ausgezeichnete Musik fürs Geld. Zwar gibt es bei der Soundqualität leichte technische Fehler zu verschmerzen, da es sich ausschließlich um digital nachbearbeitete Soundboardaufnahmen aus jener Zeit handelt. Doch selbst einige Übersteuerungen, leises Zischen und Tonschwankungen wiegen nicht so schwer, als dass dadurch der musikalische Genuss zu stark getrübt werden könnte. Die Ansagen von Harald Bareth wirken zwar im Rückblick manchmal etwas eigenartig und eher belustigend, doch im zeitdokumentarischen Zusammenhang sind seine Worte durchaus verständlich.

Neben einem, je nach Geschmack, etwas überflüssigen Schlagzeug- und Bass-Solo, brilliert die Band ansonsten zwischen sinfonischen Momenten, progressiver, leicht folkiger Verspieltheit und atmosphärischer Rockmusik. Man nimmt sich Zeit für solistische Ausschmückungen und auch die deutschen Texte wirken keineswegs peinlich, sondern in ihrer Lyrik zeitlos schön. Trotz einiger Überschneidungen mit dem regulären "Live" Album, wie z.B. durch "Moria" oder "Anyone's Daughter", wirkt "Requested document Live" wesentlich vitaler, echter, durch kleinere Ausschmückungen und Schnörkel liebenswerter. Eine wunderbare Zeitreise, die nochmals die magischen Momente von Anyone's Daughter heraufbeschwört, die besonders auf der Bühne ihre wirklichen Stärken ausspielen konnte. Und wenn dann "Adonis" wieder auf seine rund 27-minütige Reise aufbricht, ist es auch um mich geschehen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.2.2007
Letzte Änderung: 3.2.2007
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Anyone's Daughter

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1979 Adonis 11.00 3
1980 Anyone's Daughter 10.00 4
1981 Piktors Verwandlungen 13.00 3
1982 In Blau 12.00 3
1983 Neue Sterne 8.00 3
1984 Live 10.00 1
1986 Last tracks 7.00 2
2001 Danger World 10.00 2
2003 Requested Document Live 1980-1983 Vol. 2 10.33 3
2004 Wrong 10.00 2
2006 Trio Tour 10.50 2
2011 Calw Live 10.50 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum