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Magma

Šlag Tanz

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: Zeuhl
Label: 7th Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Stella Vander chant
Isabelle Feuillebois chant
Hervé Aknin chant
Benoît Alziary vibraphone
James Mac Gaw guitare
Jéremie Ternoy piano, fender rhodes
Philippe Bussonnet basse
Christian Vander batterie, piano, chant sur "Wohldünt"

Tracklist

Disc 1
1. Imëhntösz (Alerte!) 2:19
2. Šlag 3:03
3. Dümb 2:57
4. Vers La Nuit 3:30
5. Dümblaë (Le Silence Des Mondes) 2:58
6. Zü Zaïn 2:16
7. Šlag Tanz 2:29
8. Wohldünt 1:23
Gesamtlaufzeit20:55


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @


Ein neues Jahr, ein neues Magma (Mini-)Album. Das war nicht immer so. Zwei Jahrzehnte lang wurde bis auf eine Single gar kein neues Material veröffentlicht, dann erschien das grossartige K.A und schliesslich anno 2009 das noch grössere Ëmëhntëhtt-Ré. Seitdem hat das französische Zeuhl-Urgestein mit Félicité Thösz, einer neu arrangierten Studioeinspielung von Rïah Sahïltaahk und jetzt Šlağ Tanz (gesprochen "Schlag Tanz") die Fans richtiggehend verwöhnt. Bemängeln kann man allenfalls, dass die Alben mit Spielzeiten zwischen 20 und 30 Minuten recht kurz ausgefallen sind.

Das Album ist ganz in schwarz gehalten; Bandname, Titel und Logo sind lediglich leicht reliefartig angehoben. Auf dem Cellophan findet sich ein Sticker, welcher "Šlağ Tanz" als Jazz Metal Symphony anpreist. Mit Jazz Metal habe ich bis anhin Bands wie Weltpinguintag oder Panzerballett assoziiert. "Šlağ Tanz" ist anders; es ist und bleibt Zeuhl mit jazzigem Einschlag. Metal findet sich hier nicht.

"Šlağ Tanz" wird bereits seit 2009 von Magma live gespielt. Ursprünglich trug es den Titel "Wöst Klameuhn" und hatte eine Spieldauer um 10 Minuten. Im Verlauf der Jahre fügte Vander dann weitere Teile hinzu. Schliesslich wurde es auf Mythes et légendes - Epok V erstmals veröffentlicht. Dort ist es durch recht scharfen und heftigen Gitarreneinsatz tatsächlich etwas metallischer als in der endgültigen Studiofassung.

Die Musik ist typisch Magma. Imëhntösz beginnt mit einem zerlegten Dreiklang-Gitarrenriff, zu welchem sich Hervé Aknin gesellt. Im Ausgang dieses Einspiels wird ein Bassriff, ich nenne es mal das Šlağ-Riff, eingeführt. Lediglich aus einem Halbtonschritt, einer kleinen Sekunde, bestehend, zieht es sich in der Folge als Rückgrat durch das ganze Stück, wird transponiert, modifiziert, mal um einen Ton ergänzt. Die Grundstimmung der ersten beiden Stücke ist, bedingt durch diese kleine Sekunde, eher etwas düster. In "Dümb" beginnen Stella Vander und Isabelle Feuillebois mit ihrem charakteristischen, jubilierenden Gesang. In "Vers la Nuit" öffnet sich die Symphonie, das Riff wird vom Piano übernommen und zu einer grossen Sekunde, was sofort eine Aufhellung der Stimmung bewirkt. Dazu jubilieren die Frauenstimmen. War das Stück bis hierhin schon durch das treibende Schlagzeugspiel Vanders geprägt, wird's jetzt noch heftiger. Beckengewitter und hibbeliges Hi-Hat setzen ein, das ursprüngliche, düstere Riff kommt zurück. Mitunter werden unwirkliche Vokallinien eingeschoben. "Zü Zaïn", nur aus dem Riff und leisem, aber geschäftig-groovendem Schlagzeugspiel bestehend, nimmt etwas Dampf raus, wirkt wie ein Panther vor dem Absprung. Wieder setzen die Stimmen ein und leitet über in das Titelstück.

Hier toben sich alle Musiker aus, singt Aknin wie ein Schamane in Ekstase, umtanzt von Sirenen. Das Stück endet abrupt. "Wohldünt" ist der ruhige Kontrastpunkt zum Schluss; schwere Pianoakkorde, darüber schwebender Gesang Aknins. Stille.

"Šlağ Tanz" ist eine kurze, heftige, spannende, mitunter fast aggressive Komposition, in welcher sich aber auch Magma-typische Momente der Verzückt- und Entrücktheit finden.

Für den Magmafan ist "Šlağ Tanz" sicher ein guter Start ins neue Jahr und in jedem Fall seinen Preis wert. Auf der anderen Seite würde man sich natürlich etwas mehr Futter wünschen. Studioversionen von "Zess" und "La musique des sphères" hätten sicher auch ihren Reiz und fehlen im Schaffen Magmas noch. Die hätten hier auch noch gut mit drauf gepasst. Aber Vander scheint ja momentan seinen zweiten Frühling zu erleben. Lassen wir uns überraschen, was da noch kommt...

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.1.2015
Letzte Änderung: 17.1.2015
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Magma

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Magma 10.75 4
1971 1001° Centigrades 9.20 5
1973 Mekanïk Destruktïw Kommandöh 14.50 3
1974 Wurdah Ïtah 11.00 2
1974 Köhntarkösz 11.50 2
1975 Live (Hhai) 12.00 1
1976 Üdü Wüdü 10.00 2
1976 Inédits 7.50 2
1977 Attahk 9.50 4
1981 Retrospektïw 3 6.00 2
1981 Retrospektïw 1-2 11.50 2
1984 Concert Bobino 1981 7.50 2
1984 Merci 7.50 2
1989 Mekanïk Kommandöh 13.67 3
1992 "Les Voix" Concert 1992 10.00 1
1996 Concert 1976 Opéra de Reims 12.00 1
1996 Concert 1971 Bruxelles - Théâtre 140 10.00 1
1996 Theatre du taur Concert - Toulouse 1975 9.00 1
1998 Floe Essi / Ektah 7.00 1
1998 Simples 4.00 1
1999 BBC 1974 Londres 11.50 2
2001 Theusz Hamtaahk Trilogie 15.00 5
2004 Uber Kommandoh - 1
2004 K.A 12.83 6
2004 Concert Bobino 1981 (DVD) 5.00 1
2006 Mythes et légendes Volume I (DVD) 14.00 4
2006 Mythes et légendes Volume II (DVD) 13.25 4
2007 Mythes et légendes Volume III (DVD) 14.33 3
2008 Studio Zünd - 1
2008 Mythes et légendes Volume IV (DVD) 12.50 2
2009 Live in Tokyo 13.00 1
2009 Ëmëhntëhtt-Ré 13.33 3
2012 Félicité Thösz 11.40 5
2013 Mythes et légendes - Epok V 11.50 2
2014 Zühn Wöhl Ünsaï - Live 1974 12.00 2
2014 Rïah Sahïltaahk 10.00 2
2015 Köhnzert Zünd 13.33 3

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