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Secret Saucer

Four On The Floor

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Psychedelic; RetroProg; Spacerock
Label: Salad Farm Studio
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ted Boburka Drums
Steve Hayes Synthesizer, Guitar
Dave Hess Synthesizer
Greg Kozlowski Guitars, Synthesizer
Dan Schnell Synthesizer
Billy Spear Bass

Gastmusiker

Nick Riff Guitar (Track 2)
Greg Klucher Sax (Track 7)

Tracklist

Disc 1
1. Please welcome 0:05
2. Time spent out of mind 6:21
3. Lunar pull 7:56
4. Daedal 7:58
5. Awaken 6:22
6. The dark rift 2:28
7. Celestial spigot 6:04
8. Four on the floor 9:33
9. Aegean bridge 3:39
10. Notch 2:02
11. A saucerful of secrets 11:53
Gesamtlaufzeit64:21


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Im Jahre 2011 legten Secret Saucer aus Ohio mit "Four On The Floor" ihr viertes Studioalbum vor. Erstaunlicherweise hat sich einiges im Vergleich zu den drei Vorgängerscheiben verändert. Nein, Secret Saucer machen hier - auch wenn da ein Schachbrett auf dem Cover ist - keinen Neoprog. Auch hat man sich - was der Albumtitel vielleicht implizieren könnte - nicht Disco-Klängen zugewandt. Ganz abwegig ist der Titel jedoch nicht, sind im Spacerock doch oft einfache, pulsierend-repetitive Schlagzeugmustern zu finden. Ted Boburka ist allerdings immer sehr abwechslungsreich und ausschmückend zu Gange.

Verändert hat sich allerdings die Besetzung der Formation. Man ist nur noch zu sechst, da u.a. mit Jay Swanson und Pauls Williams die beiden Musiker von Quarkspace ausgeschieden waren (oder vielleicht keine Zeit hatten sich den Sessions im Salad Farm Studio anzuschließen). Des weiteren gibt sich "Four On The Floor" etwas stilistisch breiter gefächert als die Vorgänger und die Stücke wirken auskomponierter (und entstammen wohl nicht ausschließlich einer mehr oder minder improvisierten Jamsession - was man bei den drei ersten Alben vermuten könnte). Zudem wird nun bisweilen gesungen.

Spacerock, oder psychedelischen Retroprog gibt es auf "Four On The Floor" natürlich immer noch durchweg zu hören. Allerdings kommt dieser bisweilen etwas verunreinigt aus den Boxen. "Time spent out of mind" hat z.B. eine eigenartige arabische Atmosphäre, so als würde eine Hochzeitskapelle aus Damaskus Spacerock spielen und einen auf Hawkwind machen. Cool! Das getragen-floydige "Lunar pull" bietet dann erstmals auf einem Secret-Saucer-Album menschliche, hier allerdings stark verfremdete menschliche Stimmen. Richtig (und sehr angenehm) gesungen wird dann erstmals auf "Awaken", einem entspannten Song, einer Art Space-Ballade, wieder mit leicht floydiger Atmosphäre.

Der Rest des Albums bietet dann noch allerlei spaciges, von diversestem Synthesizergeblubber und schneidend-jaulenden Gitarrenausflügen bestimmtes Gejamme und Geprogge (man höre z.B. "Daedal"), das bisweilen an Gong gemahnt, vor allen in "Celestial Spot", in dem Greg Klucher am Sax zu hören ist. Ein paar freiformatig-kosmische Soundgebilde sorgen dazwischen immer wieder für Abwechslung (man hoere vor allem "The dark rift" und "Notch"). Sehr schön ist auch das mellotrongeschwängerte Titelstück, das - versehen mit entsprechendem Schlagwerk - psychedelisch und getragen dahin gleitet und wieder Gesangseinlagen aufweist. Das kurze "Aegean bridge" gemahnt schließlich eher an den britischen Wave-Hippie-Spaceprog aus der zweiten Hälfte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Mit "A saucerful of secrets" gibt es zum Abschluss des Albums ein Pink-Floyd-Cover, welches dem 2008 verstorbenen Richard Wright gewidmet ist. Etwas eindimensional und flach wirkt dieses, gleitet langatmig, auf Orgelsounds konzentriert dahin, ohne die mysteriös-gespenstische Atmosphäre und experimentelle Kantigkeit des Originals zu erreichen. Als Hommage ist das zwar ganz OK, wäre aber nicht wirklich nötig gewesen.

"Four On The Floor" ist trotzdem alles in allem eine schöne Spaceprog-Scheibe, die (Fans des Genres) auf hohem Niveau und abwechslungsreich unterhält und zudem dem Genre ein paar neue Nuancen zufügt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.2.2015
Letzte Änderung: 8.2.2015
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Secret Saucer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Element 115 10.00 1
2007 Second Sighting 11.00 1
2009 Tri-Angular Waves 9.00 1
2014 Nachvollziehens 10.00 1
2015 Phase Five 11.00 1
2016 The Reset 8.00 2

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