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Taylor's Universe

From Scratch

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Postrock; RetroProg; sonstiges
Label: Marvel Of Beauty Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Claus Bohling Guitar
Karsten Vogel Sax, Bass Clarinet
Thomas Ulstrup Minimoog
Robin C Taylor Guitars, Bass, Keyboards, Percussion, Sounds
Klaus Thrane Drums

Gastmusiker

Finn Olafsson Guitar
Jakob Mygind Sax
Carsten Sindvald Sax
Jytte Lindberg Voice
Louise Nipper Voice
Jan Fischer Voice

Tracklist

Disc 1
1. Other meetings 5:17
2. Beta X 7:33
3. Balcony people 7:25
4. Interrail 9:17
5. Laura's lullaby 2:56
6. Für Louise 5:09
7. Autumn river 6:57
Gesamtlaufzeit44:34


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


From Scratch? Noch mal von Vorne? Reset? Zurück auf Los? Der Titel des nunmehr 14ten Albums von Taylor's Universe gibt wieder Rätsel auf. Das im Sommer 2014 und im Winter 2015 eingespielte "From Scratch" biete sicher keine komplett andere Musik als z.B. die beiden Vorgängerscheiben. Etwas anders, elektronischer und auch experimenteller klingt die Musik aber stellenweise schon. Irgendeine Form von Neuanfang mag hier also wirklich drinstecken.

Eine Art von retroprogressivem Jazzrock ist immer noch die Grundlage der Musik von Taylor's Universe. Vor allem satte Orgelklänge und Claus Bohlings bluesig-ausladende Gitarrensoli (in "Other meetings" und "Balcony people") lassen die 70er Jahre wieder aufleben und bisweilen (eher selten) auch an den entspannteren Jazzprog von Secret Oyster denken ("Laura's Lullaby"). Dazu kommen aber so allerlei andere und modernere Klänge: Postrockiges, Elektronisches, freiere Tongemälde, angedüstert-sperrige Progrockkonstrukte und allerlei jazzige Verunreinigungen (vor allem vom Sax). Im Hintergrund bewegt sich oft allerlei weiterer Klang, Stimmen, Geräusche und Gesprächsfetzen. Ab und zu gibt es zudem textlosen, etwas unaufgeregt-gelangweilten Damengesang (den es nicht unbedingt gebraucht hätte).

Die Musik rockt meist eher getragen aber kraftvoll und jazzig voran, wird aber immer wieder von schwebenden Momenten unterbrochen, von freiformatigeren Klanggemengen, die mal elegisch-voluminös, mal eher schräg und wirr aus den Boxen kommen. Diverse Sounds gleiten dann durcheinander, Vogel sorgt mit Sax und bisweilen Bassklarinette (in "Balcony people") für schallende und hallende Rohrblattklänge, mächtige Tastenflächen schweben vorbei, Perkussion klappert, E-Gitarren quietschen, ein Piano klimpert klangvoll und Thomas Ulstrup sorgt für dynamische, mal fiepende und zischende, mal munter solierende Synthesizereinlagen. Ziemlich dicht und hypnotisch wird die Musik dadurch oft (man höre das lange "Interrail"), oder aber die Töne gleiten erhaben und kristallin-ätherisch dahin ("Autumn river").

Das Ergebnis ist eine interessante, sehr abwechslungsreiche und durchaus eigenständige Mischung, ein moderner Jazzprog, der bisweilen in die Vergangenheit schielt, gleichzeitig aber auch elektronisch-postrockige Klanggemälde integriert. Vor einiger Zeit schrieb ich zu TUs "Atrificial Joy": "Wenn es Taylor nun schafft die retrosymphonisch-jazzrockigen Klangwelten von TU und die freiformatig-schrägen Elaborate von TFU gänzlich zu vereinigen, könnte da wirklich Grosses dabei heraus kommen." Ja, ich denke, Taylor ist da auf einem guten Weg. Ich bin gespannt was da noch kommt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.3.2015
Letzte Änderung: 19.12.2015
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Taylor's Universe

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Taylor's Universe 9.00 2
1996 Pork 10.00 1
1998 Experimental Health (with Karsten Vogel) 9.00 1
2004 Once again 8.00 1
2005 Oyster's apprentice 10.00 1
2006 Certain Undiscoveries 10.00 1
2007 Terra Nova 8.50 2
2008 Soundwall 9.50 2
2009 Return to Whatever 10.00 1
2009 Artificial Joy 11.00 1
2012 Kind Of Red 11.00 1
2013 Worn Out 10.50 2
2013 Evidence 11.00 2
2015 Across the Universe 10.00 1
2017 Almost Perfected 11.50 2

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