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Godspeed You! Black Emperor

'Asunder, Sweet And Other Distress'

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: instrumental; Postrock
Label: Constellation
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Thierry Amar Bass, Kontrabass
David Bryant Gitarre, Orgel, Drones
Aidan Girt Schlagzeug
Timothy Herzog Schlagzeug, Drones
Efrim Manuel Menuck Gitarre
Michael Moya Gitarre
Mauro Pezzente Bass
Sophie Trudeau Violine, Drones

Tracklist

Disc 1
1. Peasantry or ‘Light! Inside of Light!’ 10:28
2. Lambs’ Breath 9:52
3. Asunder, Sweet 6:13
4. Piss Crowns Are Trebled 13:50
Gesamtlaufzeit40:23


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Etwa zweieinhalb Jahre hat es diesmal gedauert, bis die kanadischen Postrocker sich mit einem neuen Album zurückmeldeten. Die Besetzung ist praktisch gleich geblieben, nur anstelle von Bruce Cawdron, der sich fortan ganz seinem kammermusikalisch ausgerichtetem Projekt Esmerine widmen möchte, trommelt jetzt Timothy Herzog an der Seite von David Bryant.

Wie schon der Vorgänger besteht auch dieses - recht kurze - Album aus vier Stücken (mit gewohnt seltsamen Titeln), die allerdings nahtlos ineinander übergehen und faktisch ein einziges, etwa 40-minütiges Stück bilden. Tatsächlich wurde das Stück bei Konzerten der letzten Jahre schon aufgeführt und ist bei Fans unter dem - wohl nicht von der Band stammenden - Namen „Behemoth“ bekannt.

Revolutionäre Neuerungen hat das Album im Vergleich zum Vorgänger (oder auch zum GY!BE-Seitenprojekt A Silver Mt. Zion) nicht zu bieten. Geboten wird überwiegend der bekannte Postrock der GY!BE-Schule, der wieder über weite Strecken härter, rauer und kantiger aus den Boxen strömt als dies auf den frühen Alben der Band der Fall war. Zumindest für den ersten und letzten Track gilt das, diese bestehen aus der gewohnten Kombination recht kernig krachender und scheppernder Gitarren und mäandernder Streicher. Die Musik wirkt allerdings dabei nicht mehr so düster wie noch auf dem Vorgänger, hat streckenweise schon etwas geradezu Jubilierendes - wenn auch auf seltsam kaputte Art. Außerdem fehlen die Stimm- und Spracheinspielungen früherer Alben diesmal komplett.

Mit Lambs’ Breath geht es dann in noisiges Territorium. In der Besetzungsangabe ist ja bei gleich drei Leuten „drones“ angegeben, und von selbigen sowie anderen, formlosen Geräuschen wird hier massiv Gebrauch gemacht. Eine Melange unterschiedlicher Arten von Brummen und Quietschen, so könnte man dieses Stück beschreiben, bis hin zu einem anhaltenden Summton, der die letzten paar Minuten des Stücks ausmacht. Das ist dann vielleicht doch etwas arg ausgewalzt, zumal das nahtlos folgende Asunder, Sweet im Wesentlichen dem gleichen Schema folgt. Immerhin schwillt bei diesem Stück die Musik - sofern man hier von Musik sprechen möchte - allmählich zu einem mächtigen Fluss von Geräuschen an, vermengen sich Gitarren-Feedback, Gedröhne, Streicher und sonstige Geräusche zu einer immer weiter anschwellenden Kulisse, die auch noch die ersten Minuten von Piss Crowns are Trebled bestimmt, bevor das Stück „Form“ annimmt und wieder der GY!BE-typische Postrock einsetzt: ein auf- und abschwellendes Klangkonglomerat, in dem die Streicher mäandern und die Gitarren flirren und sägen, auch mal böse grummeln.

Immerhin bieten also die beiden mittleren Stücke etwas andere Kost als der Vorgänger - leider insbesondere im Fall von Lambs’ Breath etwas zähe Kost. Insgesamt dennoch ein ordentliches Postrock-Werk für Genre-Liebhaber.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.4.2015
Letzte Änderung: 6.4.2015
Wertung: 9/15

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 f#a#oo 12.00 1
1999 slow riot for new zero kanada 10.50 2
2000 Lift yr. skinny fists like antennas to heaven 11.50 2
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