SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
24.6.2018
Chuck Van Zyl - Recitals 2
Carl Palmer's ELP Legacy - Live
23.6.2018
Revolutionary Army of the Infant Jesus - The Gift of Tears
Pentangle - Open The Door
22.6.2018
Mother Turtle - Zea Mice
Sleeping Horses - Water for Air
Heldon - Heldon IV "Agneta Nilsson"
cosmic ground - cosmic ground IV
Lunatic Soul - Under The Fragmented Sky
21.6.2018
Arena - Double Vision
Karfagen - Messages from Afar: First Contact
20.6.2018
Syrinx Call - The Moon On A Stick
Galaxy Space Man - Unravel
Widek - Dream Reflection
19.6.2018
The Soft Machine Legacy - Burden of Proof
Heldon - It's Always Rock'n'Roll
18.6.2018
Il Bacio della Medusa - Seme
17.6.2018
Temple - Temple
ARCHIV
STATISTIK
24732 Rezensionen zu 16928 Alben von 6592 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Machines Dream

Immunity

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: New Artrock
Label: Aurovine
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ken Coulter Drums
Jake Rendell Backing Vocals
Rob Coleman Lead Guitar
Craig West Guitar, Lead Vocals, Bass
Brian Holmes Keyboards, Bass

Tracklist

Disc 1
1. Immunity Part 1 11:39
2. Battersea Transcendental 7:25
3. Broken Door 5:59
4. My Ocean Is Electric 4:06
5. Immunity Part 2 14:40
Gesamtlaufzeit43:49


Rezensionen


Von: Harald Schmidt @


Die finale Definition des Progressive Rock zu diskutieren, führt aufgrund der vielen unterschiedlichen Meinungen meist zu keinem Ergebnis. Mancher behauptet sogar, dass eben aufgrund des Terminus „Progressive“ schon gar keine abschließende oder allgemeingültige Definition möglich sei. Ein Album wie das vorliegende der Kanadier Machines Dream zeigt aber sehr wohl, wie umfassend von vielen inzwischen „der Prog“ definiert wird – mit ausgefransten Enden. Und oft scheint es so, dass schwer zu klassifizierende Bands oder solche, die plakativ das eine oder andere Element des Prog verkörpern, kurzerhand das Etikett „Progressive Rock“ umgehängt bekommen.

Die kanadischen Machines Dream würden von manchem Puristen möglicherweise nicht als reinrassiger Prog angesehen, sondern eher als weitläufige Verwandtschaft dessen, weil die Alternative- und Heavy-Einflüsse so dominant sind. Fast das gesamte Album mäandert in äußerst gemessenem Tempo vor sich hin und unter Verwendung von satten Gitarren-Akkorden, flächigen Keys, Piano und gelegentlich etwas Saxofon wird ein recht breitwandiger Sound erzielt. Das cleane Schlagzeug unterstreicht diesen Effekt zusätzlich.

Die langen und elegischen Gitarrensoli sind für mich die Highlights, würden aber noch eindrucksvoller ausfallen, wenn sie durch im Tempo variantenreicher gestaltete Stücke quasi als Klimax oder zur Entladung der aufgebauten Spannung genutzt würden. Je länger das Album läuft, desto mehr neige ich dazu, dies für einen Heavy-Alternative-Sound mit einer Mischung aus neueren RPWL, Anathema (um die Jahrtausendwende) und vielleicht noch etwas Pink Floyd zu halten – orchestraler Heavy-Rock mit leichten Prog-Anleihen ist vielleicht die passendste Kurzbeschreibung. Selbst die stilgewandelten Pendragon ließen sich als Vergleich heranziehen. Und sind die guten Nine Stones auch deutlich keyboard- und neo-prog-lastiger, lässt sich doch zumindest in Bezug auf Tempo und Atmosphäre eine gewisse Ähnlichkeit feststellen.

Machines Dream hätten durchaus Wert auf eine kräftigere Produktion legen dürfen. Insbesondere wenn die Stücke doch eher ähnlich und im Tempo gleichförmig sind, müsste man dem Ganzen mit kräftigem und vollem Klang etwas mehr Anstrich verpassen.

Im abschließenden Longtrack zeigen Machines Dream dann endlich, was wirklich noch alles in ihnen steckt. So ist Immunity Part 2 mehr als nur die herkömmliche Gesamtschau des Albums. Vielmehr wird das sonst so zeitlupenartige Tempo von turbulenten Uptempo-Passagen aufgebrochen und die Band musiziert teils virtuos. Der sonst so zurückhaltende Keyboarder wird hier mal richtig von der Leine gelassen, dazu gibt es stark verzerrten Gesang, aggressive Gitarren und ein sehr agiles Schlagzeug. Zusätzlich wird das Klangbild hier wieder mit Saxofon und Akustik-Gitarre angereichert, so dass hier regelrecht ein kleines Meisterwerk entsteht. Diese Dynamik ist ein schöner Ausblick auf das Folgealbum – da ist Luft nach oben, aber das Potenzial ist definitiv vorhanden.

Das ist cineastischer, moderner Art-Rock, den Machines Dream hier bieten und das ist gar nicht schlecht gemacht. Wer sich also mit recht dunkler Atmosphäre und sehr gezügeltem Tempo anfreunden kann, wird hier ein nettes Album seiner Zunft entdecken können.

Anspieltipp(s): Immunity Part 2
Vergleichbar mit: Anathema, neuere RPWL und Pendragon, etwas Pink Floyd oder Nine Stones Close
Veröffentlicht am: 5.5.2015
Letzte Änderung: 5.5.2015
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Machines Dream

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2017 Black Science 11.50 2

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum