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24796 Rezensionen zu 16977 Alben von 6612 Bands.
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IWKC

Evil Bear Boris

(Tipp des Monats 7/2015)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: instrumental; Postrock; sonstiges
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Nikita Samarin Schlagzeug
Andrey Silin Keyboards, Theremin
Artem Litvakoskiy Cello
Nick Samarin Keyboards, Bass
Alexandra Ramazanova Cello
Ksenia Pluzhnikova Violine
Ramil Mulikov Trompete, Posaune
Ekaterina Voronkova Waldhorn
Anton Ponomarev Saxophon
Konstantin Podgorbunskiy Tuba

Gastmusiker

Gnesin State Musical College Choir

Tracklist

Disc 1
1. Point of No Return 23:05
2. Alles unter Kontrolle 6:40
3. Ned Hoper 3:49
4. Keine rationale Erklärung 1:50
5. The Music Will Play In Your House But You Won't Hear It 6:05
Gesamtlaufzeit41:29


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Sie ist noch da, die russische Formation IWKC (I Will Kill Chita) um die Brüder Nick (Nikolai) und Nikita Samarin, auch wenn der Titel des Vorgängeralbums Before We Disappear zu allerlei Spekulationen Anlass gab. Und sie haben den bösen Bären Boris (Jelzin?) im Gepäck.

Mit zehn Musikern erreicht die Band hier fast schon die Stärke eines kleinen Orchesters, und auch die Instrumentierung gemahnt eher an ein Orchester denn an eine Rockband: zu Schlagzeug und doppelt besetzten Keyboards kommen noch drei Streicher und vier Bläser. Keine Gitarre! Ausgerechnet das typische Postrock-Instrument fehlt. Aber die Moskowiter Formation kümmert sich herzlich wenig darum, was typisch für Postrock ist, und überhaupt greift die Kategorisierung als Postrock hier viel zu kurz, auch wenn die Musik klar in diesem Genre verwurzelt ist.

Schon das einleitende Point of No Return, das mit 23 Minuten mehr als die Hälfte der Spielzeit einnimmt, wechselt unbekümmert zwischen elektronischem Postrock, der mit kräftigen Streichersätzen garniert wird, Bigband-artigen Passagen, in denen die Bläser mehr als einen Hauch von Jazz einbringen, und neoklassischen Einsätzen der Streicher. Meist gleitet das Stück recht schwung- und druckvoll voran, legt zwischendurch auch mal eine Atempause ein, in der Tempo und Dynamik zurückgenommen werden, um dann wieder voranzupreschen. Dabei produzieren die Bläser gelegentlich auch ein paar schrille Töne.

Die vier kürzeren Stücke, von denen zwei deutsch betitelt sind, brauchen sich vor diesem Koloss nicht zu verstecken. Alles unter Kontrolle zeigt sich etwas luftiger und melodiöser, phasenweise vielleicht etwas zu melodiös, Ned Hope wandelt auf elektronischen Pfaden, wobei die Streicher eine Art rhythmisches Muster zu den ausgiebigen Soli der Synthies fabrizieren. Nach dem sehr kurzen, leicht jazzigen (wunderbares Sax-Gequietsche!) Keine rationale Erklärung hat man schließlich beim abschließenden The Music will play in your house… zunächst den Eindruck, einem Stück aus der RIO-Ecke zu lauschen, so dissonant und verzerrt donnert hier der Bass, zu dem sich alsbald schrille Bläser gesellen. Später wandelt sich das Stück dann in den bandtypischen orchestralen Postrock, der hier mit einigen dezent psychedelisierenden und jazzenden Einlagen verfeinert ist.

Auf Evil Bear Boris präsentiert das russische Rock-Orchester (so kann man diese Formation eigentlich schon nennen) eine ganz eigene Version des Postrock, der sich mit kammerproggigen und sogar einigen avant-rockigen Elementen zu einer beeindruckenden Melange vereinigt. Schön, dass in diesem Genre, in dem sich so viele gleich klingende Bands tummeln, doch immer wieder originelle und eigenständige Alben entstehen. Stark! Reinhörmöglichkeit auf Bandcamp.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.6.2015
Letzte Änderung: 28.10.2015
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von IWKC

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 Urban Fears 10.00 1
2013 Before We Disappear 12.00 1

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