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Antony Kalugin Project (Sunchild)

Synesthesia

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Melodic Rock / AOR; Neoprog
Label: Caerllysi Music
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Antony Kalugin keys, backing vocals, programming
John Sleeper lead and backing vocals, percussion
Andrey Kobylyanskiy electric and acoustic guitars
Sergiy Balalayev drums, percussion
Ivan Kondratov bass
Olga Rostovskaya backing vocals

Gastmusiker

Sylvain Auclair lead vocals on "The Reason Why"

Tracklist

Disc 1
1. Synesthesia 6:00
2. The Chosen One 5:14
3. Outer Space 4:22
4. Space Out (part 1) 1:11
5. Glimpse of Love 4:30
6. You're Near 0:59
7. Breath 3:39
8. V'uga (Blizzard) 2:48
9. The Reason Why 4:38
10. Follow Your Heart 8:01
11. Space Out (part 2) 3:33
12. Space Out (part 3) 2:09
Gesamtlaufzeit47:04


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Sunchild melden sich mal wieder zu Gehör. Das ehemalige Antony Kalugin Project ist mit seinem sechsten Studioalbum seit 2008 am Start. Der Name Antony Kalugin Project ist nun endgültig Geschichte und das neue Album firmiert nur noch als Sunchild. Besetzungstechnisch hat sich seit dem letzten Album „Isolation“ aus 2012 instrumental nicht viel getan – es gibt einen neuen Bassisten. Aber am Gesang, da hat sich Antony Kalugin neue Verstärkung geholt. Neu am Lead-Gesang ist der Engländer (??) John Sleeper, der teilweise auch am Song-Writing mitgewirkt hat. Zudem ist der singende Karcius-Bassist Sylvain Auclair als Gastsänger bei einem Stück mit dabei.

Musikalisch bewegt sich „Synesthesia“ durchaus in gewohnten Sunchild-Gefilden. Sehr melodischer, zuweilen fast sanfter, Progressive Rock mit einem Mix aus Neoprog, poppigem Artrock und eingängigem Melodic-Rock ist überwiegend angesagt. Die gediegene Gitarrenarbeit, die sinfonischen Keyboard-Flächen, die sanft pulsierende Rhythmik und natürlich der warme, leicht rauchige Gesang befördern diesen Klangkosmos nahezu perfekt. Überwiegend herrscht ein gemütliches Tempo vor, so dass die entstehende ruhige, friedliche, ja fast pastorale Atmosphäre nicht durch Ausbrüche egal welcher Art gestört wird. Auch wenn „Synesthesia“ so vielleicht etwas zu entspannt daher kommt, wären aggressiver Parts wahrscheinlich letztlich eher kontraproduktiv. Sunchild-Fans, wenn sie es ohnehin eher recht melodietrunken lieben, können „Synesthesia“ bedenkenlos in ihre Sammlung einreihen und genießen.

Anmerkung: Komischerweise tritt bei mir der Effekt auf, dass mich dieses Album nicht so recht erreicht. Das ist alles sehr hübsch und kompetent gemacht, aber leider lässt es mich ein bisschen kalt. Irgendwie fehlen die ‚großen‘ Momente, die es auf den früheren Sunchild-Alben immer wieder gab und die letztlich das Salz in der melodischen Suppe waren. Das ist „Synesthesia“ vielleicht doch etwas zu gefällig und, ja, zu gediegen geraten, um wirklich Begeisterung auszulösen. So ist vielleicht ausgerechnet das kurze, lyrische Pianostück „V’uga (Blizzard)“ der Höhepunkt des Albums, schon weil das Stück irgendwie widerborstig im Gesamt-Zusammenhang wirkt.

„Synesthesia“ ist halt ‚nur‘ hübsch… was aber auch mal reicht, schließlich führt ständig nur Meisterwerke zu konsumieren, auch zu einer fiesen Übersättigung.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.6.2015
Letzte Änderung: 24.6.2015
Wertung: 9/15

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Von: Harald Schmidt @ (Rezension 2 von 2)


Vorneweg möchte ich gleich sagen, dass ich hier den Referenzwert „Neo-Prog“ für nicht glücklich und passend halte. Dieser Vergleich würde insbesondere dem Neo-Prog als solches nicht gerecht, denn dieser hat doch – wie die meisten anderen Sub-Genres des Prog – die Instrumentalteile im Fokus oder sie sind zumindest ein essenzieller Bestandteil. Das lässt sich bei Sunchild kaum finden. Hier wird im Pop-Rock-Kontext mit Stimmungen, Melodien und produktionstechnischen Kniffen gespielt.

In seiner insgesamt doch recht modern produzierten Ausrichtung erinnert Synesthesia etwas an Frost*, jedoch ohne die vielen rasanten Solo-Parts. Auch zu den Projekten unter Beteiligung von Arena-/Kino-/It Bites-Gitarrist John Mitchell besteht eine gewisse Ähnlichkeit: Im Mittelpunkt stehen produktionstechnisch ordentlich hochgepitchte Melodien und Harmonien – oft sogar ein wenig dick aufgetragen.

Gerät der temporeiche Opener noch recht spannend, so sind die nachfolgenden Songs dann eher das Maß der Dinge auf diesem Album: Alles gut gespielt und gekonnt produziert, das Tempo verfällt jedoch zusehends und das gesamte Album fällt dermaßen glatt aus, dass man sich beim Hören schnell weiteren Tätigkeiten zuwendet und die gebotene Musik eher zum Hintergrundgeschehen wird. Thomas nennt es oben „zu gefällig und… gediegen“. Genau das ist es.

Alles geschickt gemacht, aber gleichzeitig zu wenig substanziell, wenn man es unter dem Aspekt „Progressive Rock“ betrachten möchte. Als hingegen modernes und anspruchsvolles Pop-Rock-Album mit abwechslungsreicher Gitarre, viel Piano und international konkurrenzfähigem Gesang, kann dieses Album aber durchaus mit seinen genannten Merkmalen und Vorzügen punkten. So ist es mit Sicherheit ein guter Kandidat für das Autoradio, der auch gelegentliche Mitfahrer nicht verschrecken dürfte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Neuere It Bites, Ray Wilson/Stiltskin
Veröffentlicht am: 5.7.2015
Letzte Änderung: 5.7.2015
Wertung: 8/15
Aus Progger-Sicht eher 6, als Pop-Rock-Album sicherlich 10

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Antony Kalugin Project (Sunchild)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 The Gnomon 10.00 3
2009 The Invisible Line 10.00 2
2010 The Wrap 8.00 1
2011 As Far As The Eye Can See 11.00 1
2012 Isolation 11.00 1
2018 Messages from afar: The Division and Illusion of Time 9.00 1

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